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Aktuell | Heilpraktiker Ralf Meyer | Seite 2

Heilpraktiker Ralf Meyer

Hormonverändernde Pestizide im Körper jeder zweiten Person nachgewiesen

Experten gehen davon aus, dass von den etwa 85.000 bekannten synthetischen Chemikalien etwa 1.000 sogenannte endokrine Disruptoren sein könnten. Es handelt sich dabei um Stoffe, die schon in geringsten Mengen tiefgreifende Veränderung des menschlichen Hormonsystems bewirken und z. B. an der Entstehung von Brust- und Protatakrebs, Unfruchtbarkeit, Diabetes mellitus, kardiovaskulären Erkrankungen, Schilddrüsenerkrankungen sowie neurologischen, neurodegenerativen und psychischen Erkrankungen beim Menschen beteiligt sind.

Im Sommer 2018 wurde eine Studie in sechs EU-Mitgliedsländern durchgeführt, bei der verschiedene Pestizide mit endokriner Wirkung in den Haar-Proben von 148 Freiwilligen getestet wurden. Im Haar von 60 % der Probanden wurden endokrin wirkende Pestizide nachgewiesen!

Endokrine Disruptoren sind Bestandteile von vielen synthetisch hergestellten Produkten. Materialien aus Plastik (z. B. Kinderspielzeug, Plastikflaschen, Plastikboxen oder Kosmetikflaschen), Auskleidungen von Tetrapaks und Dosen, Elektronikartikel, Baustoffe, Kosmetikprodukte, Textilien sowie in der Industrie verwendete Löse- und Schmiermittel sind besonders belastet. Endokrine Disruptoren sind aber auch in zahlreichen, auch in der EU zugelassenen, Pestiziden vorhanden. Durch das landwirtschaftliche Ausbringen dieser Pestizide auf Felder werden sie in Boden und Gewässern angereichert, gelangen in die Nahrungskette.

Sven Giegold, der Sprecher der deutschen Grünen im Europäischen Parlament und Mit-Organisator des Haartestes beschreibt die Ergebnisse:
„Die Ergebnisse sind alarmierend. In 60 Prozent der Proben wurden eindeutige Rückstände von hormonverändernden Pestiziden gefunden. Jede zweite Testperson hat substantielle Mengen endokrine Disruptoren im Körper. Die Ergebnisse müssen ein Weckruf sein, das Zulassungsverfahren für Pestizide zu verschärfen. Alle Studien müssen öffentlich werden, auch wenn die Ergebnisse des Agrarchemieherstellern nicht passen. Hormonverändernde Substanzen müssen überall aus der Landwirtschaft verschwinden.

Es ist erschreckend, dass wir nicht mehr selbst nicht in der Hand haben, was in unseren Köper gelangt. Es scheint als kann niemand mehr den Ackergiften entkommen. Unser Test zeigt, dass es keine Rolle spielt, wie nah eine Person an landwirtschaftlichen Flächen wohnt: Menschen aus Stadt und Land sind gleichermaßen betroffen. Die Pestizide werden vermutlich über die Nahrung und das Trinkwasser aufgenommen oder im heimischen Garten eingesetzt. Ein weiteres Ergebnis: Das Alter spielt kaum eine Rolle, vom Kleinkind bis zum 70-Jährigen sind alle betroffenen. Das ist gerade angesichts der nachgewiesenen Auswirkungen auf Entwicklungsprozesse bei Kindern äußerst bedenklich. In Deutschland sieht die Situation nur leicht besser aus: Von den 34 Proben aus Deutschland waren in knapp der Hälfte hormonverändernde Pestizide nachweisbar. Auch in Deutschland sind Stadt und Land und alle Altersgruppen betroffen.

Mit am häufigsten haben wir das Pestizid Chlorpyrifos in den Proben gefunden. Die Zulassung von Chlorpyrifos wurde erst kürzlich von den EU-Landwirtschaftsministern für ein Jahr verlängert, trotz der starken Anzeichen für eine Beeinträchung der Gehirnentwicklung von Kindern. Gemäß der EU-Pestizidverordnung dürften solche hormonverändernden Pestizide in der EU gar nicht mehr zugelassen werden. Die Hersteller nutzen aber eine Reihe von Ausnahmen, um dieses Verbot zu umgehen. Denn wenn nur wenige Menschen diesen Stoffen ausgesetzt sein werden, dürfen sie trotzdem auf den europäischen Markt. Unsere Pilot-Studie zeigt jetzt: Die Belastung der Bevölkerung ist in keiner Weise zu vernachlässigen, wie die Ausnahmeregelung vorschreibt. Jede und jeder zweite ist in unserer Studie hormonverändernden Pestiziden ausgesetzt.

Wir fordern, dass hormonveränderende Stoffe ohne Ausnahmen sofort vom Markt genommen werden. Der Schutz der Bevölkerung muss über kurzfristigen Industrieinteressen stehen. Die Abstimmung des Abschlussberichts des PEST-Sonderausschusses im Europaparlament ist die nächste Chance, eine Reform der Zulassungsverfahren im Interesse der Verbraucher durchzusetzen. Missliebige Untersuchungsergebnisse müssen generell veröffentlicht werden. Die Geheimhaltung wissenschaftlicher Ergebnisse durch die Chmiekonzerne muss aufhören.”

Meldung und Link zur Verbreitung der Nachricht über soziale Netzwerke

Alle Ergebnisse des Haartestes

Veränderung der IgG-Titer nach Eliminationsdiät

Eine 3-monatige IgG-Eliminationsdiät führt zu Änderungen der Serum-Immunglobulin-G (IgG)-Antikörpertiter und verbesserter Lebensqualität bei übergewichtigen/ adipösen Erwachsenen. Bei allen 30 Teilnehmern dieser Studie wurden Lebensmittel-IgG-Tests durchgeführt. Die Interventionsgruppe (20 Teilnehmer) wurde angewiesen, bis zu zehn Nahrungsmittel zu eliminieren, für die sie hohe IgG-Titer aufwies. Gesundheitsberater unterstützten die Essensplanung und Einhaltung der Eliminationsdiät. Im Gegensatz dazu, erhielt eine Kontrollgruppe (10 Teilnehmer) keine IgG-Testergebnisse oder Gesundheitsberatung. Primäres Ergebnis waren Serum-IgG-Titer für die 10 während der Studie eliminierten Lebensmittel, verglichen mit den Ausgangskonzentrationen.

Die IgG-Antikörperkonzentrationen nahmen bei 83 % der Nahrungsmittel in der Behandlungsgruppe und bei 60 % der Nahrungsmittel in der Kontrollgruppe ab, dies stellte jedoch keinen signifikanten Unterschied dar. Sekundärer Endpunkt der Studie war die gesundheitsbezogene Lebensqualität, welche durch Fragebögen erhoben wurden (PROMIS-29 und Measure Yourself). Die Interventionsgruppe berichtete, im Vergleich zur Kontrollgruppe, über eine Verbesserung des Schlafes während der Studie.

Leider wurden in dieser Studie nur die am höchsten reaktiven 10 Lebensmittel berücksichtigt. Dies ist, unserer Ansicht nach, der wesentliche Schwachpunkt der Studie. Um bessere Ergebnisse bezüglich Lebensqualität, Reduktion der IgG-Titer und evtl. auch Gewichtsreduktion festzustellen, wäre es notwendig gewesen, alle reaktiven Lebensmittel aus dem Ernährungsplan auszulassen. Nach Ansicht der Autoren der Studie sind zukünftig größere klinische Studien erforderlich, um den Grad der Verallgemeinerung dieser Ergebnisse zu erheben.

Quelle:
Neuendorf R, Corn J, Hanes D, Bradley R. 2018. Impact of Food Immunoglobulin G-Based Elimination Diet on Subsequent Food Immunoglobulin G and Quality of Life in Overweight/Obese Adults. J. Altern. Complement. Med., acm.2018.0310.

Ist Gluten Mitverursacher der Schizophrenie?

Bei der Pathogenese der Schizophrenie misst man einer schleichenden, niedrig-gradigen Entzündung eine zunehmende Rolle bei. Deren Quelle können pathologische Prozesse im Gastrointestinaltrakt sein, die mit einem undichten Darm, sowie IgA- und IgG-abhängigen Nahrungsmittelreaktionen in Zusammenhang stehen. Bei der diesjährigen 26. Europäischen Konferenz für Psychiatrie wurde nachfolgende Studie mit schizophrenen Patienten vorgestellt:
Labormarker für intestinale Permeabilität, Entzündung und Glutensensitivität wurden bei einer Gruppe von 102 schizophrener Patienten (SCHI) und 60 gesunden Kontroll-Patienten (C) untersucht. Neben einem Ernährungstest für alle Teilnehmer und dem PANSS-Frageboden für SCHI (Positive and Negative Syndrome Scale, zur Messung der Ausprägung der Symptomatik) wurden verschiedene Labortests durchgeführt, darunter: Entzündungsmarker (hsCRP, IL6); Marker der intestinalen Permeabilität (sCD14, ASCA); Marker der Glutensensitivität (Anti-Gliadin-Antikörper AGA IgA und AGA IgG); Marker der Zöliakie (Transglutaminase-IgA-Ak und IgG-Antikörper gegen deamidiertes Gliadin). Die Ergebnisse zeigten folgende signifikante Unterschiede zwischen den Schizophrenie-Patienten und den gesunden Kontrollen:

Parameter

Prozentuale Verteilung unter den Schizophrenie-Patienten

Prozentuale Verteilung unter den gesunden Probanden

Verdacht auf Zöliakie

8,33 %

1,7 %

Glutensensitivität (AGA-IgG)

25,5 %

10 %

Glutensensitivität (AGA-IgA)

19,6 %

6,7 %

Die globalen Studienergebnisse weisen auf die Rolle entzündlicher Prozesse im Zusammenhang mit Gluten-Empfindlichkeit in der Ätiopathogenese der Schizophrenie. Daher ist es sinnvoll, diätetische Interventionen auf der Grundlage von Laborergebnissen in die Therapie von schizophrenen Patienten einzubeziehen.

In einer ↑ weiteren Studie wurden verschiedene Publikationen zu diesem Thema analysiert, mit der globalen Fragestellung nach dem Zusammenhang zwischen Gluten und Schizophrenie. Mehrere Studien erbrachten Beweise dafür, dass die Schizophrenie-Symptomatik reduziert wurde, sobald Gluten aus der Ernährung der Patienten ausgeschlossen wurde. Immunologische Untersuchungen zeigten, dass die meisten schizophrenen Patienten mit erhöhten Anti-Gliadin-Antikörpern keine Zöliakie aufwiesen; dennoch kann das Vorhandensein von erhöhten Antikörpern gegen Gliadin der gemeinsame Nenner der bei beiden Erkrankungen gefundenen immunologischen Anomalien sein. Die Autoren schlagen größere Studien vor, um das Vorhandensein dieser vermuteten Korrelation zwischen Schizophrenie und Zöliakie zu bestätigen. Dabei sollten auch die zugrunde liegenden Mechanismen zwischen den beiden Krankheiten untersucht werden.

IgG-Eliminationsdiät und ADHS bei Kindern

Kleine ADHS-Patienten im Alter von 4 – 8 Jahren, wurden auf 2 Gruppen (mit jeweils 50 Kindern) aufgeteilt. Die Kinder der Gruppe 1 erhielten über einen Zeitraum von 5 Wochen eine IgG-basierte Eliminationsdiät, die auf ihren individuellen Testergebnissen basierte. Die 50 Kinder der 2. Gruppe (Kontrollgruppe) wurden mit einer „gesunden Ernährung“ versorgt. Wenn nach 5 Wochen bei einem Kind durch die Ernährungsumstellung (IgG-basiert) eine 40 %-ige Verbesserung festgestellt wurde, sind dem Ernährungsplan entweder hoch- oder niedrig reaktive Lebensmittel zugesetzt worden. Über Fragebögen wurde dann das Verhalten der Kinder zu Beginn der Eliminationsdiät, nach 5 Wochen und nach Einführung der reaktiven Lebensmittel erhoben und verglichen.

In der INCA-Studie hatte die eingeschränkte Eliminationsdiät bei 32 (64 %) von 50 Kindern eine signifikante positive Wirkung auf die ADHS-Symptome. Außer der ADHS-Symptomatik nahmen auch Trotzverhalten und Autoritätsabwehr ab. Die Gesamt-IgE-Spiegel waren nur bei einigen Kindern erhöht, sowohl bei Kindern, die auf die Diät ansprachen, wie auch bei Kindern, die nicht ansprachen. Dies deutet darauf hin, dass der zugrunde liegende Mechanismus der Nahrungsmittelsensitivität bei ADHS nicht allergisch ist. In der zweiten Phase der Studie wurden einige der vorher eliminierten Nahrungsmittel zur Ernährung der Kinder, die auf die Diät ansprachen, hinzugefügt. Die Wiedereinführung von Nahrungsmitteln führte zu einem signifikanten Verhaltensrückfall bei Patienten die vorher auf die IgG-Diät ansprachen. Obwohl die Wiedereinführung reaktiver Lebensmittel nur 6 verschiedene, jeweils individuell ausgewählte Lebensmitteln betraf, gab es bei 63 % der Kinder einen erheblichen Rückfall im Verhalten. Dies war unabhängig davon, ob es sich bei der Wiedereinführung reaktiver Lebensmittel um stark reaktive oder kaum reaktive Nahrungsmittel handelte.
Die Ergebnisse sind ein Beleg für die klinisch relevanten positiven Effekte einer Eliminationsdiät auf ADHS und oppositionellem Verhalten wie Trotzverhalten und Autoritätsabwehr. Die Autoren sind der Ansicht, dass eine derartige diätetische Intervention bei allen Kindern mit ADHS in Betracht gezogen werden sollte.

Phytotherapeutika in der Krebstherapie: Teil 1 – Resveratrol

In tausenden von Studien wurden bereits die antikanzerogene Aktivität von pflanzlichen Inhaltsstoffen dokumentiertet. Die Meinungen über den klinischen Einsatz sind jedoch kontrovers, was vor allem daran liegt, dass es bisher nur wenige Studien zur tatsächlichen klinischen Anwendbarkeit von pflanzlichen Inhaltsstoffen bei der Krebsbehandlung gibt.

Polyphenole spielen für Pflanzen eine zentrale Rolle. Aufgrund ihrer antimikrobiellen und antioxidativen Aktivitäten schützen diese Inhaltsstoffe die Pflanzen vor Konkurrenten, Pflanzenfressern, Krankheitserregern, UV-Strahlung und anderen Stressfaktoren. Resveratrol ist eines der bekanntesten Polyphenole, als Inhaltsstoff von roten Trauben, aber auch als beliebtes Nahrungsergänzungsmittel. Klinische Studien zum Einsatz von Resveratrol bei Krebserkrankungen wurden hauptsächlich bei kolorektalen Karzinomen durchgeführt – sie belegen eine gewisse Wirksamkeit:

  1. Patienten mit kolorektalem Krebs und Lebermetastasen, die einer Hepatektomie unterzogen werden sollten, erhielten über 14 Tage eine Resveratrol-Dosis (mikronisiertes Resveratrol) von 5 g/Tag. Danach wurde in dem metastasierten Lebergewebe ein signifikanter Anstieg (ca. 40 %) eines Apoptose-Markers festgestellt, Hinweis auf einen vermehrt stattfindenden Zelltod im kranken Gewebe. L. M. Howells et al. ↑ Phase I randomised double-blind pilot study of micronized resveratrol (SRT501) in patients with hepatic metastases – safety, pharmacokinetics and pharmacodynamics. Cancer Prev Res. 2011 4(9): 1419–1425.
  2. Zwanzig Patienten mit kolorektalem Karzinom wurden präoperativ acht tägliche Resveratrol-Dosen von 0,5 oder 1,0 g verabreicht. Dadurch nahm die Proliferation der Tumorzellen um 5 % ab. Die Ergebnisse legen nahe, dass tägliche Resveratrol-Dosen von 0,5 oder 1,0 g ausreichen, um antikanzerogene Wirkungen auszulösen. Patel KR et al. ↑ Clinical pharmacology of resveratrol and its metabolites in colorectal cancer patients. Cancer Res. 2010 Oct 1;70(19):7392-9.
  3. Bei Frauen mit erhöhtem Brustkrebsrisiko führte trans-Resveratrol (10 mg oder 100 mg pro Tag, über einen Zeitraum von 12 Wochen) zu einer verstärkten Expression von Tumorsupressorgenen, die unkontrollierte Zellteilungen und somit das Tumorwachstum verhindern. Zhu, W. et al., 2012. ↑ Trans‐resveratrol alters mammary promoter hypermethylation in women at increased risk for breast cancer.  Nutrition and Cancer, 64(3), 393–400.

Hier finden Sie eine Übersicht aller abgeschlossenen und aktiven Studien zum Einsatz von Resveratrol bei Krebs.

IgG-Eliminationsdiät bei Colitis ulcerosa

Colitis ulcerosa gehört zur Gruppe der chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen, wobei es zu einem kontinuierlichen entzündlichen Befall der Darmschleimhaut des Dickdarms bzw. des Colons kommt. Typisches Anzeichen ist Durchfall mit Blut- und Schleimbeimengungen, kombiniert mit Schmerzen im Oberbauch. Die Ursache ist bislang unbekannt, man geht von einer Kombination aus genetischer Veranlagung mit verschiedenen Risikofaktoren (Ernährung, Stress) aus. Obwohl der Verlauf schubförmig ist, benötigen die meisten Patienten doch eine kontinuierliche Medikation.

In einer prospektiven Studie wurde nun untersucht, wie sich eine sechsmonatige IgG-basierte Eliminationsdiät auf die Lebensqualität und Symptomatik von Patienten mit Colitis ulcerosa auswirkt.

An der Studie nahmen 97 Patienten mit Colitis ulcerosa teil, die nach dem Zufallsprinzip in eine IgG-Diätgruppe (49 Patienten) und eine Kontrollgruppe (48 Patienten) aufgeteilt wurde. Für die Interventionsgruppe wurden individuelle Diätpläne erstellt, basierend auf den jeweiligen IgG-Titern. Die Kontrollgruppe ernährte sich weiter wie bisher, wobei auf eine gesunde Ernährung geachtet wurde. Im Verlauf der sechs Monate wurde die Krankheitsaktivität erhoben, sowie auch extraintestinale Manifestationen, Ernährungszustand und Angaben zur Lebensqualität. Lebensmittelspezifische IgG-Antikörper wurden bei 70 % der Teilnehmer nachgewiesen. Zu Studienbeginn bestanden keine signifikanten Unterschiede zwischen beiden Gruppen. Nach den sechs Monaten bestanden jedoch erhebliche Unterschiede. So war der Mayo-Score (der sich berechnet aus der Bewertung von Stuhlfrequenz, rektaler Blutung, endoskopischer Bewertung der Darmschleimhaut und ärztlicher Einschätzung des Krankheitsverlaufes) in der Diätgruppe signifikant niedriger als in der Kontrollgruppe (2,41 ± 0,89 gegenüber 3,52 ± 1,15, P <0,05). Die Anzahl der Patienten mit extraintestinalen Manifestationen nahm in der Interventionsgruppe von 7 auf 2 und in der Kontrollgruppe von 6 auf 5 ab. Die Interventionsgruppe hatte einen höheren mittleren Body Mass-Index und Albumin als die Kontrollgruppe (23,88 ± 3,31 gegenüber 21,50 ± 6,24 kg/m2, P <0,05; 48,05 ± 6,39 gegenüber 45,72 ± 5,48 g/L, P <0,05), während Präalbumin und Transferrin zwischen den Gruppen nicht signifikant unterschiedlich war. Die Lebensqualität verbesserte sich nach dem Ausschluss von IgG-reaktiven Nahrungsmitteln (P <0,05). Auch hier wurde gezeigt dass eine IgG-basierte Ausschlussdiät die Symptomatik einer Colitis ulcerosa verbessert und einen positiven Einfluss auf die Lebensqualität der Betroffenen hat. Die Autoren empfehlen weitere eingehendere Studien mit größeren Patientenzahlen.

Jian L, Anqi H, Gang L, Litian W, Yanyan X, Mengdi W, Tong L. ↑ Food Exclusion Based on IgG Antibodies Alleviates Symptoms in Ulcerative Colitis. Inflamm Bowel Dis. 2018 May 16. pii: 4996921. doi: 10.1093/ibd/izy110. SCImago Journal Rank Indicator: 2,846

Lebensmittelspezifische IgG-Antikörper bei Kindern mit Neurodermitis

Auch bei Kindern mit Neurodermitis wurde ein ↑ Zusammenhang mit erhöhten lebensmittelspezifischen IgG-Antikörpern nachgewiesen. In einer Studie wurden 216 Kinder mit atopischer Dermatitis untersucht, im Vergleich zu 80 gesunden Kindern. Die Ergebnisse zeigten, dass die kranken Kinder wesentlich höhere IgG-Titer im Serum aufwiesen im Vergleich zu den gesunden Kindern. Vor allem Milch und Eier verursachten die IgG-bedingten Allergien, gefolgt von Tomaten und Soja. Die Autoren dieser Studie empfehlen den diagnostischen und therapeutischen Nachweis von lebensmittelspezifischen IgG-Antikörpern bei Kindern mit atopischer Dermatitis. Zahlreiche unserer Fallberichte (wir berichteten darüber auch in unseren Webinaren) belegen den Erfolg einer IgG-Eliminationsdiät bei dieser Erkrankung. Nun hoffen wir auf Ergebnisse klinischer Studien, die mit einer größeren Patientenzahl die Wirksamkeit und Sicherheit dieser ernährungstherapeutischen Methode nachweist.

Lebensmittelspezifische IgG-Antikörper und Autoimmunerkrankungen

Immunreaktionen gegen körpereigene Strukturen ist das Kennzeichen aller Autoimmunerkrankungen. Nach Angaben der Deutschen Autoimmun-Stiftung sind die Krankheitsfälle in Deutschland in den vergangenen 20 Jahren auf heute vier Millionen Menschen gestiegen. Etwa 80 – 100 Autoimmunerkrankungen (AI) sind bisher bekannt, zu den häufigsten gehören Multiple Sklerose, Hashimoto-Thyreoiditis, Morbus Crohn, entzündliches Rheuma, Psoriasis und Sklerodermie. Obwohl es eine gewisse genetische Prädisposition für diese Krankheiten gibt, kann sie doch nicht den epidemischen Anstieg der häufigsten Autoimmunerkrankungen in den vergangenen 30 Jahren erklären. Als kausale Faktoren werden daher zunehmend verschiedene Umweltfaktoren diskutiert wie z. B. die Ernährung, Nahrungsmittelzusätze, Pestizide, Antibiotika, Konservierungsstoffe, Bisphenole und der Mangel an Vitaminen bzw. Mineralstoffen in der Nahrung.
Um die Wirkung verschiedener Nahrungsmittel auf Patienten mit Autoimmunerkrankungen zu untersuchen, wurden ↑ IgG-Tests (50 Nahrungsmittelantigene) bei 100 Patienten mit ganz unterschiedlichen Autoimmunerkrankungen durchgeführt. Die gleichen Tests wurden auch bei 20 gesunden Probanden gemacht und anschließend wurden die Ergebnisse der kranken und gesunden Probanden miteinander verglichen. Dabei wurden sehr große Unterschiede festgestellt, die in der Tabelle zusammengefasst sind.

 

Tabelle

 

Die Analyse der Nahrungsmittelintoleranzen bei Patienten mit Autoimmunerkrankungen zeigte deutlich, dass Lebensmittel wie Kuhmilch, Weizen, Gliadin, Hühnereiweiß oder Casein eine ernsthafte Immunaktivierung verursachten. Ein Vergleich der durchschnittlichen IgG-Titer auf Antigene, die in Casein, Kuhmilch, Ziegenmilch, Reis, Mandeln oder Hühnereiweiß enthalten sind, zeigte 2- bis 12-fach höhere Werte bei den erkrankten Patienten gegenüber den gesunden Probanden. Daher sollten derartige Lebensmittel bei AI-Patienten oder bei Menschen mit einem hohen AI-Risiko gemieden werden. Besser wäre es jedoch, bei jedem Patienten einen personalisierten Test durchzuführen, gefolgt von einer individuellen Ernährungsberatung und Eliminationsdiät. Zudem müsste es auch multizentrische klinische Studien geben, die ein breiteres Spektrum an Ergebnissen bei unterschiedlichen AI-Erkrankungen liefern könnten.

 

IgG-Antikörper gegen Hefe: Korrelation mit Übergewicht, Zonulin und Inflammationsmarkern

Die Bäckerhefe/Brauereihefe (Saccharomyces cerevisiae) wird nicht nur zur Herstellung von Brauereigetränken und Backwaren eingesetzt, sondern auch in der Tiermast, zur Verbesserung der Wachstumsleistung. Dieser einzellige Hefepilz zählt zu den am häufigsten nachgewiesenen Pilzen in menschlichen Stuhlproben und stammt sehr wahrscheinlich aus der Nahrung. Eine veränderte Verwertung der Nahrung, bedingt durch Antikörper gegen die Bäckerhefe/Brauereihefe („anti-Saccharomyces cerevisiae antibodies“ oder ASCA) könnte im menschlichen Organismus vorkommen. Bei sehr adipösen Menschen wurde eine Korrelation zwischen der Höhe der ASCA-Konzentration und dem BMI nachgewiesen, wobei der Grund der erhöhten ASCA-Werte nicht ursächlich erklärt werden konnte. In einer ↑ Studie aus Norwegen wurde nun erstmalig der Zusammenhang zwischen BMI, ASCA-IgG-Antikörpern, Ernährung, Inflammationsmarkern und Zonulin untersucht.

Ernährungsgewohnheiten, Komorbiditäten und klinische Daten von 142 stark übergewichtigen Probanden (Durchschnittlicher BMI: 42 kg/m2) wurden erhoben, wobei die Menge an konsumiertem Brot oder Bier in einen Annäherungswert für die aufgenommene Menge an Bäckerhefe/Brauereihefe umgerechnet wurde. Bei 31 der Probanden wurden ASCA-IgG-Antikörper nachgewiesen, und bei nur 4 bzw. 3 Probanden ließen sich entsprechende IgA- und IgM-Antikörper nachweisen. Bei den 31 Probanden waren Alter, Körperfettanteil und CRP-Werte wesentlich höher im Vergleich zu ASCA-IgG-negativen Probanden. Es wurden signifikante Korrelationen zwischen positiven ASCA-IgG-Antikörpern, Alter, Größe, Gewicht, Körperfettanteil und Serum-CRP-Werten festgestellt. Ein schwacher Zusammenhang ergab sich zwischen der Zonulin-Konzentration und dem ASCA-IgG-Antikörper-Titer. Es bestand jedoch keinerlei Zusammenhang zwischen der Menge aufgenommener Bäckerhefe/Brauereihefe und dem Körperfettanteil oder dem ASCA-IgG-Antikörper-Titer. Die ↑ Autoren schlussfolgern daraus, dass ASCA-IgG-Antikörper mit einer allgemeinen inflammatorischen Reaktion einhergehen, die jedoch nicht der Menge an konsumierter Bäckerhefe/Brauereihefe entspricht.

Fragen aus unseren Webinaren: Wie steht der sIgA-Wert im Stuhl im Verhältnis zum Zonulin im Blut?

Die Darmbarriere ist eine der am stärksten beanspruchten Barrierestrukturen im Körper, mit immenser Bedeutung für die Erhaltung der Gesundheit. Die Epithelschicht, als „innerste Abwehrbarriere“ ist geschützt durch Schichten aus Schleim und Darmbakterien. Das einzellige Darmepithel absorbiert Nährstoffe und verhindert das Eindringen immunogener Moleküle in den Körper. Wird die Barriere durchbrochen, können Entzündungen, Autoimmunität oder sogar Krebs folgen. Eine gestörte Barriere ist daher eine ernste Angelegenheit und prioritäres therapeutisches Ziel für die Heilung (lesen Sie bitte auch ↑ Artikel 1 und ↑ Artikel 2).
Gemäß unserer Erfahrungswerte gibt es keine gesicherten Daten zum Zusammenhang zwischen dem sIgA-Wert im Stuhl im Verhältnis zum Zonulin im Blut. Aus unseren eigenen Untersuchungen haben wir jedoch Daten zu sIgA und dem langjährigen und nach wie vor relevanten alpha-1-Antitrypsin als LeakyGut-Marker.

Bei den 50 je am höchsten und den 50 jemals am niedrigsten gemessenen IgG-Werten (Pro Immun M-Tests) wurden die Ergebnisse mit den Laborwerten für sIgA und alpha-1-Antitrypsin verglichen. Ursprünglich gingen wir davon aus, dass ein erhöhter alpha-1-Antitrypsinwert mit einem stärker ausgeprägten Leaky Gut sowie erhöhten IgG-Werten des Pro Immun M-Tests korreliert. Es ergaben sich jedoch keinerlei Hinweise auf eine Korrelation. Es gab im Pro Immun M-Test sehr hohe IgG-Werte und völlig normale alpha-1-Antitrypsin-Werte, sowie auch den umgekehrten Fall niedriger IgG-Werte mit hohen alpha-1-Antitrypsin-Werten. Die gleiche Beobachtung wurde auch für sIgA gemacht. Daraus haben wir gelernt, dass es noch andere Mechanismen geben muss, wie z. B. Kreuzreaktionen, die zur nutritiv bedingten IgG-Bildung führen bei normalem Zonulin bzw. alpha-1-Antitrypsin. Aus unserer Sicht und langjähriger Erfahrung sollte bei jeglichen Anzeichen einer Inflammation (anamnestisch wie laborchemisch) der ProImmunM-Test durchgeführt werden.

Im vergangenen Jahr erschien eine Studie zur Stabilität der Zonulin-Werte im Blut im zeitlichen Verlauf, im Vergleich zu den IgG- bzw. IgA-Antikörpern gegen tight-junction-Proteine (Zonulin, Occludin, Vinculin, AQP4 und GFAP). Die Autoren stellten fest, dass es gerade bei hohen Zonulin-Werten zu erheblichen Schwankungen im zeitlichen Verlauf kommen kann (Blutentnahme bei 0, 6, 24 und 30 Stunden). Gleichzeitig blieben jedoch die IgG- bzw. IgA-Antikörper gegen Zonulin stets auf einem konstanten Niveau. Diese Ergebnisse zeigen, dass es zu erheblichen Schwankungen bei der Freisetzung von Zonulin kommen kann. Demnach kann man davon ausgehen, dass eine Korrelation mit dem sIgA-Wert im Stuhl ↑ eher unwahrscheinlich ist.

 

Cannabis bei Autoimmunerkrankungen und Krebs

Die Anwendung von Cannabis ist etabliert in der Schmerztherapie (u. a. bei Krebserkrankungen), sowie bei den Nebenwirkungen einer Chemotherapie wie Übelkeit, Erbrechen und Appetitlosigkeit. Bereits seit den 1950er Jahren ist bekannt, dass Cannabis eine gewisse antitumorale Aktivität hat. Bis heute gibt es jedoch nur Hinweise aus Zellkulturstudien und Tierversuchen, dass einige Wirkstoffe aus der Hanfpflanze, wie das THC und das Cannabidiol, krebshemmend sein können. Bislang wurde nur eine klinische Studie an 9 Freiwilligen mit terminalem Glioblastom durchgeführt, die gegen eine Standardtherapie resistent waren und denen THC direkt in den Tumor gespritzt wurde. Bei einigen der Patienten ↑ kam es zur Hemmung bzw. Verlangsamung des Tumorzellwachstums. Diese Ergebnisse lassen hoffen, dass Cannabis zu einem wichtigen Baustein in der Krebstherapie werden kann. Weitere klinische Studien werden derzeit durchgeführt, ↑ es gibt aktuell noch keine publizierten Daten.

Welchen Einfluss haben Cannabinoide auf chronisch inflammatorische Erkrankungen bzw. Krebs?
Folgende Wirkungen wurden bisher in Tierversuchen bzw. Zellinien nachgewiesen. Diese könnten jedoch auch eine wirksame Tumorbekämpfung durch das Immunsystem verhindern, insofern besteht noch ein großer Bedarf an weiteren Studien.
• Induktion der Apoptose
• Hemmung der Proliferation von Immunzellen
• Hemmung der Zytokin-Bildung
• Induktion regulatorischer T-Zellen
• Verschiebung des Th1-/Th2-Gleichgewichts in Richtung des antiinflammatorischen Th2-Profils
• Hemmung des Wachstums von Tumorzellen
• Mögliche Hemmung der Gefäßneubildung (Tumorversordung wird unterbunden)
• Hemmung des Wachstums von Leukämiezellen
• Verlangsamte Metastasenbildung bei Brustkrebs

Diese Wirkungen können recht unterschiedlich sein, denn sie sind abhängig von dem jeweiligen Cannabinoid (es gibt ca. 100 unterschiedliche Cannabinoid-Substanzen), dem Zelltyp und der verabreichten Dosis. In optimaler Dosierung wird die Apoptose von Immunzellen eingeleitet, die inflammatorische Reaktion herunterreguliert und somit der Organismus vor den Folgen einer akuten bzw. chronischen Inflammation geschützt. Demnach sind Cannabinoide sinnvoll, wenn eine Immunsuppression notwendig ist. Nachdem diese Ergebnisse aber aus Tierversuchen und Zellkulturen stammen, steht die Validierung in klinischen Studien noch aus.
Zum Einsatz von Cannabinoiden bei Autoimmunerkrankungen ↑ gibt es bereits vielversprechende Ergebnisse:
• Multiple Sklerose
THC hemmte die Neurodegeneration in einem Tiermodell der Multiplen Sklerose und reduzierte hohe Glutamat-Konzentrationen in der Zerebrospinalflüssigkeit. Wenn Glutamat hier in hohen Konzentrationen vorkommt, werden neurodegenerative Prozesse begünstigt. Auch die motorischen Regionen im ZNS werden durch Cannabinoide herunterreguliert, im Tierversuch kam es zur Verbesserung der motorischen Symptomatik (Spastizität, Tremor und Ataxie).

• Rheumatoide Arthritis
Ein erhöhter Abbau des Knorpels ist wesentliches Merkmal der Ostoarthritis und der Rheumatoiden Arthritis. Induziert wird der Abbau durch inflammatorische Zytokine, vor allem IL-1 und TNF, die von den Chondrozyten der Gelenke sowie den synovialen Zellen sezerniert werden. In Vitro Studien haben gezeigt, dass Cannabinoide den IL-1 induzierten Abbau von Kollagen und Proteoglykan hemmen, und somit die extrazelluläre Matrix des Knorpels erhalten. Zusätzlich hemmen sie die Produktion von Enzymen (Metalloproteinasen), die am Abbau des Knorpels beteiligt sind.

• Typ 1 Diabetes
Bei dieser Erkrankung werden die pankreatischen B-Zellen zerstört, bei der anfänglichen Insulitis kommt es zur entzündlichen Infiltration von Zellen des Immunsystems in die Langerhans-Inseln der Bauchspeicheldrüse. Im Tierversuch hat Cannabidiol die Insulitis gehemmt bzw. verzögert. Cannabidiol wirkt aber auch bereits bei der manifesten Erkrankung und reduzierte die Diabetes-Inzidenz um 50 % bei prädisponierten Mäusen. Sofern Cannabidiol die Verlagerung einer Th1-Antwort in Richtung einer Th2-Antwort verursacht, könnte es in der Prävention bei Hochrisiko-Patienten eingesetzt werden. Sobald die protektive Th2-Antwort etabliert ist, wäre die Einnahme von Cannabidiol nicht mehr notwendig.

• Entzündliche Darmerkrankungen
Cannabis wird eingesetzt zur Heilung von entzündlichen Darmerkrankungen. Die daran beteiligten Mechanismen sind noch unklar, beinhalten aber wahrscheinlich sowohl die CB1- und CB2-Rezeptoren, wie auch zentrale Wirkungen. Es wird angenommen, dass Cannabinoide zur epithelialen Wundheilung in Darm beitragen.Das Endocannabinoide System mit den CB1- und CB2-Rezeptoren kann den Darm vor Hyperstimulation schützen, dadurch könnte die THC-vermittelte Besserung der Reizdarm-Symptomatik (vor allem Durchfälle) erklärt werden. In einer klinischen Studie mit 21 Morbus Crohn-Patienten wurde durch Cannabis eine Remission bei 50 % der Patienten erzielt. Etwa 80 % der 21 Patienten sprachen nicht auf TNF-Blocker an, die derzeit bei schweren oder therapierefraktären Schüben eingesetzt werden. Sobald die Cannabis-Therapie abgesetzt wurde, kam es nach 2 Wochen zu einer Verschlechterung der Symptomatik. In einer anderen Studie kam es zu erheblichen Besserungen, vor allem der Durchfälle, so dass durch Cannabis die bisherige Medikation reduziert werden konnte. In einer anderen klinischen Studie mit Reizdarm-Patienten wurde gezeigt, dass Cannabis zur Besserung der Bauchschmerzen führte.

• Fibromyalgie
Chronische, weit verbreitete Schmerzen, eine erhöhte schmerzhafte Druckempfindlichkeit Müdigkeit, Morgensteifigkeit, Schlaf- und emotionale Störungen sowie kognitive Dysfunktion sind die typischen Symptome einer Fibromyalgie. In einer Studie mit Fibromyalgie-Patienten, die chronische Cannabiskonsumenten waren, wurde eine signifikante Verringerung der Schmerzen und Steifheit festgestellt, eine Verbesserung der Entspannung sowie eine Zunahme des Wohlbefindens beobachtet.

Cannabinoide und unerwartet niedrige IgG-Reaktionsstärken

Cannabinoide sind generell bekannt wegen ihrer immunsuppressiven und antiinflammatorischen Eigenschaften. Kann dies auch einen Einfluss auf die IgG-Sekretion haben? Von einem Kollegen erhielten wir die Schilderung des Falles einer Patientin, die wegen Bluthochdruck und generell stressbedingter Erkrankung eine 3-wöchige Ayurveda-Kur in Sri Lanka machte. Erst nachträglich erfuhr sie, dass die Kräutermischung, die sie dort täglich eingenommen hatte, auch eine größere Menge Cannabis enthielt, wobei die genaue Menge und weitere Bestandteile der Mischung nicht bekannt wurden. Im ProImmunM – Test ergaben sich kaum Reaktionen, die Kontrolle vom IgA, IgG, IgM, IgE war grenzwertig niedrig. Könnte dies durch die Kräutermischung verursacht sein?

In Cannabis-Pflanzen kommen etwa 100 verschiedene Cannabinoide vor, das Tetrahydrocannabinol (THC) ist der wichtigste psychoaktive Wirkstoff, der an CB2-Rezeptoren bindet. CB2 kommt vor allem auf der Zelloberfläche von B-Zellen, NK-Zellen, Monozyten und manchen Neutrophilen vor. Durch die Bindung kann sowohl die zelluläre als auch die humorale Immunantwort moduliert werden. Somit kann THC die Bildung von IFN- hemmen, das Th1-/Th2-Verhältnis verändern und die Vermehrung von T-Zellen herunterregulieren. IL-2 und IFN- sind Zytokine die eine Th1-Immunantwort fördern, während eine Th2-Antwort durch IL-4 und IL-5 favorisiert wird. Cannabinoide verschieben das proinflammatorische Th1-Profil in Richtung der antiinflammatorischen Th2-Immunantwort, indem die Synthese antiinflammatorischer Zytokine (z. B. IL-10) gefördert wird und die Bildung von Th1-Zytokinen (IL-2, IL-12, und IFN-) gehemmt wird. Demnach kann eine Suppression der IgG-Bildung erfolgen, zumal IL-12 als „Starter“ für IgG 1/3 gilt.

Ältere Daten aus Tierversuchen haben gezeigt, dass sowohl delta-9-tetrahydrocannibinol wie auch 8,9-epoxyhexahydrocannabinol den IgG-Titer reduzieren.
https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC5852356/pdf/CAM4-7-765.pdf
https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/864596
https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/343205

 

Petition: Nein zum Geschäft mit dem Blut trächtiger Stuten

Es klingt wie ein Horrorfilm: Hunderte trächtige Pferde werden an blutsaugende Maschinen angeschlossen — manche sind so schwach, dass sie zusammenbrechen und sterben. Doch wir können das jetzt stoppen.
Die industrielle Pferdefolter wird von europäischen Pharmakonzernen angetrieben, die mit dem Tierblut die Massentierhaltung noch beschleunigen wollen! Die EU hat schon gesagt, dass sie Maßnahmen erwägt, aber bislang ist nichts passiert. Es müssen keine weiteren Pferde sterben! Machen wir der EU jetzt die Hölle heiß, indem Millionen von uns ein Ende des grausamen Pferdebluthandels fordern. Unterzeichnen Sie die Petition und erzählen Sie Freunden davon:

Hier klicken, um die Petition zu unterzeichnen

Weitere Infos
Massentierhaltung: Qualvoller Aderlass (DRadio Wissen)
Wie Pharmakonzerne mit Pferdeblut Geschäfte machen (Süddeutsche Zeitung)
Pferde-Blutfarmen sollen unter Aufsicht (Süddeutsche Zeitung)

Der Tod ist nicht der einzige Horror: Manchmal wird so viel Blut abgezapft, dass es zu Schockzuständen oder Blutarmut kommen kann. Und weil nur das Blut trächtiger Stuten wertvoll ist, werden diese oft zu wiederholten Schwangerschaften und Abtreibungen gezwungen. Die Nachfrage wird von Pharmakonzernen angetrieben. Sie verkaufen das Hormon, das im Blut trächtiger Stuten enthalten ist, an Viehzüchter, damit diese bei ihren Schweinen und anderen Tieren auf Abruf die Brunst einleiten können — ein weiterer Aspekt dieser traurigen Misshandlungsgeschichte.

Wenn wir diesen Horror jetzt mit einem riesigen weltweiten Aufruf ins Rampenlicht rücken, können wir zu einem Verbot aller Produkte beitragen, die unter Tierquälerei erzeugt werden. So erschweren wir es Konzernen weltweit, aus dieser irrsinnigen Industrie Profit zu schlagen. Unterzeichnen Sie die Petition und leiten Sie sie dann an Freunde und Familie weiter. Bewegen wir die EU zum Handeln!

Hier klicken, um die Petition zu unterzeichnen

Wie die Menschen diesen anmutigen und majestätischen Tieren solch ein Leid zufügen können, ist nur schwer zu begreifen. Doch wenn wir uns alle zusammentun, um Tiere vor solchen alltäglichen Horrortaten zu schützen, können wir unfassbar viel erreichen. Setzen wir uns jetzt für die Pferde ein, die unsere Stimmen mehr brauchen denn je.

Erhöhte IgG-Werte bei Patienten mit schweren Depressionen oder Reizdarmsyndrom

Es gibt immer mehr Hinweise zur Pathogenese des Reizdarmsyndroms (IBS) mit IgG-vermittelten Reaktionen auf Nahrungsmittelproteine. Ein Zusammenhang zwischen IgG-vermittelten Unverträglichkeiten und der Pathogenese der schweren depressiven Störung (MDD) wurde erst kürzlich vorgeschlagen. Heute stellen wir Ihnen die Ergebnisse einer neuen Studie vor, bei der erstmals die IgG-Werte von Patienten mit schweren depressiven Störungen untersucht wurden (erschienen im April in der Zeitschrift „Nutrients“).

Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass eine IgG-bedingte Unverträglichkeit von Lebensmitteln bzw. Lebensmittelproteinen ein ganz wichtiger Mechanismus sein kann, der zur Immunaktivierung und chronischer Inflammation führt, charakteristisch für schwere Depressionen. Diese Überlegung ist zwar ursächlich (noch) nicht bewiesen, aber im Falle des Reizdarmsyndroms werden IgG-basierte Eliminationsdiäten befürwortet (s. dazu auch unseren Artikel vom 14.9.2017) – „…In diesen Fällen kann, insbesondere, wenn die Symptomatik nicht auf die etablierte Pharmakotherapie anspricht, für einen begrenzten Zeitraum die Elimination von Nahrungsmitteln, die zu erhöhten IgG-Titern führen, versucht werden…“. Klinische Studien, die den Erfolg der Eliminationsdiät bei Patienten mit schwere Depressionen belegen, werden hoffentlich bald erscheinen…

Die Serum-IgG-Werte (gegen 39 Lebensmittelantigene) wurden bei drei Patientengruppen untersucht und verglichen:
Gruppe 1: 22 Patienten mit schweren Depressionen
Gruppe 2: 22 Patienten mit Reizdarmsyndrom
Gruppe 3: 21 gesunde Probanden

Von einer IgG-Lebensmittel-Hyperreaktivität wurde ausgegangen, sofern der durchschnittliche IgG-Titer über 7,5 µg/ml lag. Folgende Werte wurden für die 3 Gruppen festgestellt:
Gruppe 1: 64 % der Patienten hatten durchschnittliche IgG-Titer über 7,5 µg/ml
Gruppe 2: 46 % der Patienten hatten durchschnittliche IgG-Titer über 7,5 µg/ml
Gruppe 3: 19 % der Patienten hatten durchschnittliche IgG-Titer über 7,5 µg/ml
Unverträglichkeiten gegenüber Gluten, Knoblauch und Sellerie war bei der Gruppe der depressiven Patienten besonders häufig, im Vergleich zu den gesunden Probanden. Die Gluten-Unverträglichkeiten waren bei den depressiven Patienten wesentlich stärker ausgeprägt als bei den Patienten mit Reizdarmsyndrom.

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Petition: Weltweiter Aufruf zum Stopp des Artensterbens

Bis 2020 werden zwei Drittel der Wildtiere sterben. Das Leben auf Erden wird gerade so schnell ausgerottet wie zu Zeiten der Dinosaurier — und all das, weil die Menschheit mit aller Kraft am empfindlichen Geflecht der Natur zerrt. Wenn wir diese Tragödie nicht aufhalten, könnte die Artenvielfalt unserer Erde zusammenbrechen und den Menschen einen totenstillen, unbewohnbaren Planeten hinterlassen. Doch es gibt Hoffnung: Führende Wissenschaftler fordern, dass die Hälfte unseres Planeten unter Schutz gestellt wird, um den Einklang mit der Natur wiederherzustellen. Jetzt haben wir die Chance, für genau diesen "50-Prozent-Plan" einzustehen — denn in wenigen Tagen treffen sich unsere Regierungen, um die Krise zu besprechen. Bringen wir sie mit der geballten Kraft unserer Stimmen dazu, das nächste große Artensterben zu stoppen.

Unterstützen Sie den weltweiten Aufruf, bevor unsere Erde verstummt!

Das Leben auf Erden wird systematisch ausgelöscht und dennoch erhält der Verlust der Artenvielfalt in der Politik keine hohe Priorität. Nun können wir das ändern — bald besprechen unsere Regierungen den Schutz der Ökosysteme auf dem ersten von drei großen Gipfeltreffen. Und wir können ihnen zeigen, dass die Menschen ein starkes Ziel fordern, um das Artensterben zu stoppen. Machen wir die Artenvielfalt zu DEM Thema.
Das Pariser Klimaabkommen hat das Langzeitziel gesetzt, die Atmosphäre von der Kohlenstoffbelastung zu befreien. Nun fordert die Wissenschaft ein ähnliches Ziel für die Natur: 50 Prozent des Planeten sollen bis 2050 vor Entwaldung, schmutziger Energie sowie industrieller Fischerei und Landwirtschaft geschützt werden. Experten zufolge können wir unsere Ökosysteme am besten erhalten, indem wir ihnen einen Schutzraum zum Wachsen und Gedeihen geben. So kann sich die Natur von selbst regenerieren. Wenn uns das gelingt, können wir 80 – 90 Prozent aller Arten retten.
Bringen wir den Stein ins Rollen und zeigen wir den Regierungen, dass eine überwältigende Anzahl von Menschen hinter diesem Plan steht. Fangen wir heute an: mit einer riesigen Petition für 50-prozentigen Schutz! Machen wir so lange Druck, bis wir gewinnen!
Dass die Menschheit ihren Bezug zur Natur verliert, ist einfach nicht weise. Doch es ist noch nicht zu spät. Wir können dazu lernen. Die Hoffnung auf Veränderung ist der Grundstein unserer riesigen Bewegung und zusammen haben wir das Pariser Klimaabkommen erzielt. Das Ziel, 50 Prozent unseres Planeten zu schützen, ist in Sichtweite. Lasst uns zusammenkommen, mit gutem Beispiel vorangehen und Mensch und Natur wieder in Einklang bringen.

Weitere Informationen

Das sechste Massensterben hat begonnen (Spiegel Online)

„Wir sägen den Ast ab, auf dem wir sitzen" (N-tv)

Could we set aside half the Earth for nature? (The Guardian)

How do we achieve the goal? (Nature Needs Half)

Conservation: Glass half full (Nature)

 

Beispiele unvollständiger und verzerrter Berichterstattungen

Oftmals werden für diese Berichterstattungen nur diejenigen Publikationen herangezogen und verbreitet, die negative oder ablehnende Aussagen stützen. Dies ist unserer Ansicht nach eine inakzeptable Verzerrung von Tatsachen. Eine gründliche Literaturrecherche, unter Einbezug ALLER Studien und Informationen, die zu diesem Thema verfasst und veröffentlicht wurden, sollte für jeden Autor eine Selbstverständlichkeit sein.

    •    In der Zeitschrift „Allergie konkret“ (↑ Ausgabe 1/2018) des deutschen Allergie-und Asthmabundes wurde in dem Artikel „Riskante Diagnose“ vor IgG-Tests gewarnt. IgG wird als normale Reaktion beim gesunden Menschen auf häufig konsumierte Lebensmittel beschrieben. Somit würde ein erhöhter IgG-Wert nur Hinweise auf häufig verzehrte Nahrungsmittel liefern. Demnach ist ein erhöhter IgG-Spiegel gegen Weizen lediglich ein Nachweis für einen erhöhten Konsum von Weizenprodukten. Die Autorin erwähnt einzig und allein die aus den Jahren 2008 und 2009 stammenden (veralteten) Stellungnahmen von allergologischen Gesellschaften. Keine einzige der klinischen Studien, die mittlerweile zum erfolgreichen Einsatz der IgG-basierten Eliminationsdiät erschien, wurde von der Autorin erwähnt. Stattdessen behauptet die Autorin “die Ergebnisse dieser Testung bringen oft lange Verbotslisten mit sich, die meist zu erheblichen Ernährungseinschränkungen bis hin zum Nährstoffmangel führen. In manchen Fällen verschlimmern sich die Beschwerden, anstatt zu verschwinden oder aber die Beschwerden bleiben aus, da die komplette Ernährung umgestellt wurde“. Dies scheint auch die alleinige Ansicht der Autorin zu sein, denn sie nennt keinerlei Quellen für ihre Behauptungen bezüglich eines Nährstoffmangels etc.

    •    In dem Artikel „Unproven diagnostic Tests for Adverse Reactions to Food“ (↑ Nicht bewiesene diagnostische Tests für die unerwünschten Wirkungen auf Lebensmittel) wurden nur 2 veraltete Arbeiten genannt (aus den Jahren 1996 und 2004, wobei detailliert auf mögliche methodische Fehler eingegangen wird, und daher, so argumentieren die Autoren, die Ergebnisse sowieso keinerlei Validität hätten. Es werden die negativen Stellungnahmen der Europäischen, Kanadischen und Amerikanischen Allergologengesellschaften genannt, aber wiederum keine einzige der anfangs erwähnten Studien.

    •    Ein weiterer Artikel zur gleichen Thematik „Unproven Diagnostic Tests for Food Allergy“ (↑ Nicht bewiesene diagnostische Tests für Lebensmittelallergien) erwähnt zum Thema „Migräne/Kopfschmerz bzw. Reizdarm lediglich 2 der ältesten Studien (von aktuell 13 von uns aufgeführten Studien), und schlussfolgert, dass IgG-Antikörper keine pathogene Aktivität im Zusammenhang mit dem Reizdarmsyndrom hätten. Ein immunologischer Zusammenhang mit den getesteten Lebensmitteln wird von den Autoren bestritten.

Eine derartig verzerrte Darstellung, bei der positive Studienergebnisse schlichtweg ignoriert werden, ist in unseres Erachtens nach skandalös und völlig inakzeptabel.

Vitamin-D3-Einnahme während der Schwangerschaft stärkt das Immunsystem von Neugeborenen und reduziert das Asthma-Risiko

Meistens wird Asthma bereits im frühen Kindesalter diagnostiziert, was darauf hinweist, dass die Ursachen der Erkrankung in der fötalen Entwicklung oder einer sehr frühen Lebensphase liegen könnten. Säuglinge von Müttern, die während der Schwangerschaft eine höhere Vitamin D3-Dosis zu sich nahmen, sind besser geschützt vor neonatalen Infekten im Vergleich zu anderen Säuglingen, deren Mütter kein Vitamin D3 zu sich nahmen. Dies sind die Ergebnisse einer neueren Studie die gezeigt hat dass eine erhöhte Vitamin-D3-Supplementierung das Immunsystem von Neugeborenen stärkt. Dadurch kann das Risiko, in der Kindheit an Asthma zu erkranken, reduziert werden.

Für diese klinische Studie wurden Schwangere in der 10. – 18. Schwangerschaftswoche ausgewählt. Sie erhielten entweder eine höhere Vitamin-D3-Dosis (4.400 IE/Tag, 26 Schwangere) oder eine 10-fach geringere Dosis (400 IE/Tag, 25 Schwangere). Zu Beginn der Studienteilnahme betrug die durchschnittliche plasmatische Konzentration des 25-OH-Vitamin D3 19,2 ng/ml bzw. 23,5 ng/ml in der Gruppe der Schwangeren welche nachfolgend die höhere bzw. niedrigere Dosis erhielt. Die Supplementierung dauerte 10 – 30 Wochen. Danach wurde die plasmatische Konzentration an 25-OH-Vitamin D3 erneut gemessen. Bei den Frauen die 4.400 IE/Tag erhielten, erhöhte sich die durchschnittliche plasmatische Konzentration auf 35,4 ng/ml, bei der anderen Gruppe gab es praktisch keine Erhöhung (24,6 ng/ml im Vergleich zu 23,5 ng/ml vor Studienbeginn).

Nach der Entbindung wurde das Nabelschnurblut der Neugeborenen untersucht. Säuglinge deren Mütter eine höhere Vitamin-D3-Dosis erhielten, zeigten eine höhere pathogen-induzierte Produktion von Zytokinen und eine höhere Produktion von IL-17A als Folge einer erhöhten Stimulation der T-Lymphozyten. Es fand also eine Stärkung des neonatalen Immunsystems statt, was zum verbesserten Schutz vor Atemwegserkrankungen beiträgt und das infektiöse Risiko der Neugeborenen senkt. Dies wurde auch in zwei weiteren Studien gezeigt, deren Ergebnisse zusammengefasst untersucht wurden. Daran nahmen 1.386 Schwangere teil, die entweder 4.000 IE/Tag, 2.400 IE/Tag oder Placebo erhielten. Alle Teilnehmerinnen erhielten zusätzlich eine Vitaminmischung, die 400 IE/Tag Vitamin D3 enthielt. Die Ergebnisse zeigten, dass eine Vitamin-D-Supplementierung während der Schwangerschaft zu einem um 25 % geringeren Risiko für asthmatische Erkrankungen sowie Anfälle von Keuchen und Atemlosigkeit bei den 1- – 3-jährigen Kindern führt. Diese Effekte waren am deutlichsten ausgeprägt, wenn die Frauen bereits zu Studienbeginn einen plasmatischen 25-OH-Vitamin D3-Spiegel hatten der über 30 ng/ml lag. Demnach sollte also schon vor Beginn der Schwangerschaft eine ausreichend hohe Vitamin-D3-Versorgung sichergestellt werden.

Weitere Informationen:
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Gentherapie, Heilung und abartige Praktiken

Durch die Gentherapie ist es erstmals möglich, ein intaktes Gen in das Erbmaterial einer Zielzelle einzufügen und ein defektes Gen zu ersetzen, das ursächlich für die Entstehung einer Krankheit verantwortlich ist. So wurde Ende 2017 erstmals eine Gentherapie gegen eine erbliche Form der Erblindung in den USA zugelassen, das nicht mutierte RPE65-Gen wird direkt in die Netzhaut-Zellen eingesetzt. Medienberichten zufolge könnten die Kosten für die Therapie jedoch extrem hoch sein. Die erste Gentherapie gegen Krebs wurde für die Behandlung der B-Zell akuten lymphatischen Leukämie (ALL) in den USA im August 2017 zugelassen. Dabei handelt es sich um eine auf jeden einzelnen Patienten maßgeschneiderte Therapie. Die T-Zellen des Patienten werden mittels Gentechnik so modifiziert, dass diese ein neues Gen enthalten, das „maßgeschneidert“ die Patienten-spezifischen Lymphomzellen angreift und abtötet. Behandelt werden sollen zunächst Schwerstkranke, für die es keinerlei andere Behandlungsoption mehr gibt. Durch Gentherapie wird laut unten stehenden Quellen „in eine ganz neue Dimension der medizinischen Behandlung vorgestoßen“, und in bisherigen klinischen Prüfungen wurden eindrucksvolle Behandlungserfolge erzielt. LDurch gezieltes Eingreifen in das Erbgut eines Patienten könnten chronische Erbkrankheiten geheilt werden – für die Menschheit „wären solche „One Shot“-Heilungen ein Segen“. Langzeitbehandlungsberichte bzw. -erfahrungen liegen jedoch noch nicht vor. Wenn es erst seit 2017 ein gentherapeutisches Medikament gibt, dann scheint uns die Aussage, dass damit jemand langfristig geheilt ist, zum gegenwärtigen Zeitpunkt zu heilversprecherisch. Die Ergebnisse von Langzeitbeobachtungen stehen noch aus. Dies ist nach unserer Ansicht ein wesentlicher Kritikpunkt derartiger Therapien.  

Zu der Frage des Einflusses von derartigen genetischen Behandlungsmethoden auf die Zukunft der Pharmabranche hat die Investmentbank Goldman Sachs einen Bericht erstellt. Wenn nämlich durch gezieltes Eingreifen in das Erbgut des Patienten chronische Erbkrankheiten geheilt werden könnten, dann werden langfristige Therapien oder medikamentöse Behandlungen überflüssig werden. Der Markt für Gentherapie soll jedoch „geschäftlich ertragreich“ bleiben, und das geht nur wenn Erbkrankheiten (aber auch chronische Erkrankungen, relativ einfach vorzubeugende, zu heilende oder zumindest zu lindernde Zivilisationserkrankungen) langfristig weiter existieren. Um die Gewinne der Pharmakonzerne zu maximieren, empfiehlt der Bericht von Goldman-Sachs seinen Kunden aus der Biotech-Branche: 
    •    sich größere „Märkte“ zu suchen, d. h. Krankheiten die sich mehr und mehr ausbreiten. 
    •    Medikamente zu entwickeln für Krankheiten, die bereits häufig auftreten – vorgeschlagen werden vor allem solche, die schlimme und ständige Beschwerden auslösen. 
    •    Konstante Innovation und Erweiterung des Portfolios, zumal es hunderte genetisch bedingte Krankheiten gibt, aus denen sich noch Profit schlagen lasse (laut Bruce Lipton, Autor des Buches „Intelligente Zellen“ sind jedoch weniger als 1 % der heutigen Erkrankungen tatsächlich genetisch bedingt). 

Diese zutiefst menschenverachtende, unethische und völlig inakzeptable Art zu denken und zu handeln möchten wir hier auf das Schärfste verurteilen. Die ursprüngliche Meldung dieses Berichts wurde von dem amerikanischen Fernsehsender CNBC gemacht. Die Analysten von Goldman Sachs wollten sich gegenüber CNBC nicht zu ihrer inhumanen Studie äußern. Womöglich wissen sie selbst, wie abartig und menschenverachtend diese ist.  

Bericht CNBC
 

Gentherapie der Retinitis Pigmentosa (vererbare Form der Blindheit)

Allgemeine Informationen / Berichte
PRO RETINA Deutschland e. V., Selbsthilfevereinigung von Menschen mit Netzhautdegenerationen

Gentherapie der Retinitis Pigmentosa (Englisch)

RP Fighting Blindness (englische Patientenvereinigung)

Stiftung „Fighting Blindness“

Laufende und abgeschlossene klinische Studien

Publikationen (Beispiele)
1

2

3

4

Gentherapie bei akuter lymphatischer Leukämie (ALL)

Allgemeine Informationen / Berichte
Wissensschau

Wikipedia

Netdoktor

Welt – Digitale Ausgabe

Laufende und abgeschlossene klinische Studien rund um dieses Thema
 

Publikationen – Beispiele
1

2

 

Manische Erkrankungen, Entzündung und IgG-Antikörper gegen Gliadin

Die Manie ist eine affektive Störung, die meist in Episoden verläuft. In ihrer Entstehung und Aufrechterhaltung ist die Manie wahrscheinlich multifaktoriell bedingt, als Ursachen werden genetische Faktoren und psychosoziale Belastungen angenommen. Antrieb, Stimmung und Aktivität befinden sich weit über dem Normalniveau. Immunologische Veränderungen bzw. eine Immunaktivierung sind auch charakteristisch für manische Episoden und können zur Pathophysiologie der Manie bzw. bipolarer Störungen beitragen. Amerikanische Wissenschaftler untersuchten den Zusammenhang zwischen dem Verlauf von manischen Episoden und einem „Entzündungswert“ einer Kombination aus vier verschiedenen Entzündungsmarkern, darunter auch IgG-Antikörper gegen Gliadin.

Dieser kombinierte „Entzündungswert“ wurde bei 57 manischen Patienten zu drei Zeitpunkten gemessen: unmittelbar nach stationärer Aufnahme, wenige Tage danach und sechs Monate später. Im Vergleich dazu wurden die gleichen Untersuchungen bei 207 gesunden Patienten vorgenommen. Zusätzlich wurden 330 Patienten mit anderweitigen psychischen Erkrankungen untersucht (Psychose, Schizophrenie, bipolare Störungen). Die Ergebnisse zeigten, dass der kombinierte Entzündungswert bei manischen Patienten unmittelbar nach deren Einweisung wesentlich höher war als bei nicht-psychiatrischen Kontrollen oder Patienten mit sonstigen psychiatrischen Erkrankungen. Im Verlauf der sechsmonatigen Behandlung fiel der kombinierte Entzündungswert erheblich ab. Leider machen die Autoren dieser Publikation keine detaillierten Angaben zu den einzelnen Messungen der IgG-Antikörper gegen Gliadin. Die generelle Schlussfolgerung dieser Wissenschaftler ist mitunter eine Empfehlung zur Reduktion inflammatorischer Belastungen bei Patienten mit manischen Episoden.

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Wie wirken Medikamente auf die Darmflora?

Der menschliche Dickdarm zählt zu den Orten mit der höchsten „Einwohnerdichte“ weltweit. Auf der etwa zwei Quadratmeter großen Schleimhaut leben so viele Mikroorganismen wie Menschen auf der Erde. Der gesamte menschliche Verdauungstrakt wird von 10E13 bis 10E14 Mikroorganismen besiedelt. Dies entspricht mehr als der 10-fachen Zellzahl im menschlichen Körper. Neben den Antibiotika sind mittlerweile zahlreiche Arzneistoffe bekannt geworden, die das Wachstum der Bakterien im Darm beeinträchtigen. Wissenschaftler des Europäischen Molekularbiologischen Laboratoriums in Heidelberg (EMBL) haben kürzlich die Wirkung von über 1.000 Medikamenten auf 40 repräsentative Darmbakterienstämme getestet (in vitro, „im Reagenzglas“ d. h. die Versuche wurden außerhalb des menschlichen Körpers gemacht). Dabei konnten sie feststellen, dass 24 % der Medikamente, darunter Mitglieder aller therapeutischen Klassen, das Wachstum von mindestens einem Stamm hemmen.

Antipsychotika, Protonenpumpenhemmer und Calciumantagonisten können bestimmte Bakterien im Darm abtöten, was möglicherweise für die gastrointestinalen Nebenwirkungen dieser Wirkstoffe verantwortlich ist. Auch könnten die Bakterien durch den Einsatz der Medikamente Resistenzen entwickeln, was mit einer höheren Resistenz gegenüber den gängigen Antibiotika einhergehen würde, zumal es sich hier um die Ausbildung gleicher Resistenzmechanismen handelt. 

Die Forscher halten es für sehr bemerkenswert, dass gerade die Antipsychotika, eine Gruppe von sehr unterschiedlichen Wirkstoffen, das Bakterienwachstum hemmte. Sie mutmaßen sogar, dass die Beeinflussung der Darmflora nicht eine Nebenwirkung dieser Medikamente darstellt sondern womöglich Teil der Hauptwirkung ist. Dies könnte auch für viele weitere Arzneistoffe zutreffen. Generell waren die Ergebnisse der Studie unerwartet, die Häufigkeit, mit der Nicht-Antibiotika die menschliche Darmflora verändern, war selbst für die Autoren ein völlig überraschendes Ergebnis.

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Blaubeerextrakt – ein Adjuvanz für die Strahlentherapie bei Zervixkarzinom?

Eine der häufigsten Todesursachen bei Frauen weltweit ist der Gebärmutterhalskrebs. Im fortgeschrittenen Stadium wird eine Kombination Strahlen- und Chemotherapie eingesetzt, die jedoch mit sehr starken Nebenwirkungen verbunden ist. Die Wirksamkeit dieses Ansatzes wird zudem eingeschränkt durch die Neigung von Krebszellen, Resistenzen gegen Chemotherapeutika zu bilden. Daher besteht ein dringender Bedarf an neuen Behandlungsmöglichkeiten. Neuere Studien haben den Einsatz von diätetischen Maßnahmen und pflanzlichen Inhaltsstoffen im Kampf gegen den Krebs untersucht. Sie belegen eine Wirkung auf die Verringerung der Karzinome, der Initiierung des gezielten Zelltodes sowie die Reduktion von Rezidiven. In einer kürzlich publizierten In-vitro-Studie wurde gezeigt, dass ein Blaubeerextrakt Krebszellen für die Strahlentherapie sensibilisiert und die Selbstzerstörung der Zellen fördert.

Bei dem experimentellen Ansatz wurden Zellkulturen des Zervixkarzinoms verwendet. Ein Teil der Zellen wurde nur mit Strahlentherapie behandelt, ein anderer Teil mit der Kombination aus Strahlentherapie und einem Blaubeerextrakt. Dabei wurde festgestellt, dass diese Kombination zu synergistischen Effekten führt. Die Versuche ergaben, dass Blaubeerextrakt zu einer Hemmung des Wachstums von Krebszellen führt (reduzierte Proliferation durch Hemmung von Cyclin D und Cyclin E) und Krebszellen absterben durch die Förderung der Apoptose (programmierter Zelltod) durch erhöhte Aktivität der Caspase 3 und Begünstigung des TRIAL Signalweges (Tumor Necrosis Factor Related Apoptosis Inducing Ligand). Die In-vitro-Ergebnisse legen nahe, dass Blaubeerextrakte ein mögliches Adjuvanz für die Strahlentherapie sein könnten. Bevor die beschriebenen Ergebnisse auf den Menschen übertragen werden können, sind jedoch weitere Tierversuche und auch klinische Studien notwendig. ↑ weiter

Strahlentherapie: Krebsstammzellen und Metastasierung

Krebsstammzellen („cancer stem cells", CSCs oder Tumorstammzellen) werden heute für das Wachstum und erneute Auftreten von Tumoren verantwortlich gemacht. Bei der Krebsentstehung sind die CSCs von großer Bedeutung. Sie stellen eine kleine Zellgruppe dar, die in heterogenen Tumoren vorkommt und möglicherweise für das Tumorwachstum verantwortlich ist. Nach dem Krebsstammzell-Konzept besteht ein bösartiger Tumor aus sehr unterschiedlichen Zellen und ist kein einheitliches Gewebe mit identisch mutierten Zellen. Stammzellen und CSCs haben viele gemeinsame Eigenschaften. Sie können sich aus sich selbst heraus erneuern und sind praktisch unsterblich. Sie können unterschiedliche Zelltypen aus sich hervorgehen lassen, und sie sind imstande, im Organismus zu wandern. Die gleichen Eigenschaften, die Stammzellen zu einem Quell des Lebens machen, lassen Krebsstammzellen zur Quelle des Todes werden.

Auch wenn vermutlich nicht alle Tumorarten aus CSCs entstehen, so konnten sie doch mittlerweile in den unterschiedlichsten Tumoren (z. B. Hirntumore, Brustkrebs, hepatozelluläre Karzinome, Pankreaskarzinome, kolorektale Karzinome, Kopf-Hals-Tumore etc.) nachgewiesen werden. Zudem gibt es immer mehr Hinweise darauf, dass sie gegen Therapien resistent sind, und so zu Rückfällen und Metastasen führen. Andere Krebszellen machen zwar den Großteil der Masse maligner Tumoren aus, tragen jedoch bei weitem nicht im selben Maße zur Bösartigkeit der Erkrankung bei. Diese Resistenz könnte erklären, warum nach einer solchen Therapie Tumoren zuerst verschwinden, jedoch später oft erneut auftreten, denn eine einzige überlebende Krebsstammzelle reicht aus, um einen Tumor wieder auftreten zu lassen.

Die Strahlentherapie gilt seit über 100 Jahren als eine der am weitesten verbreiteten Behandlungen bei Krebserkrankungen. Mit der Entwicklung fortschrittlicher Bestrahlungstechniken ist die Strahlentherapie zu einer wirksamen Behandlung von Krebserkrankungen geworden. Bei zahlreichen Patienten die eine Strahlentherapie erhalten haben, kommt es jedoch im weiteren Verlauf zur Strahlenresistenz und einem Rezidiv mit Metastasierung des Tumors (1 – 3). Auch die Strahlenresistenz von Krebs ist auf die Existenz intrinsischer CSCs zurückzuführen. Nicht–CSCs gelten als strahlungsempfindlich und damit als leicht zu töten. Neuere Studien haben jedoch ergeben, dass unter den Bedingungen von strahlungsinduziertem Stress bei den strahlungsempfindlichen nicht–CSCs eine zelluläre „Umprogrammierung“ stattfinden kann, wodurch diese Zellen die Eigenschaften von CSCs erlangen, einschließlich einer hohen Resistenz gegen Strahlentherapie. Dies beweist, dass Strahlentherapie direkt zur Erzeugung neuartiger CSCs aus nicht-CSCs führen kann. Zudem deuten die Ergebnisse neuerer Forschungsarbeiten darauf hin, dass neben intrinsischen CSCs auch nicht-CSCs zum Rückfall und zur Metastasierung nach der Umwandlung in CSCs beitragen können (Abbildung).

CSC

Die strahlungsinduzierte Erzeugung von CSCs trägt zum Rückfall und zur Metastasierung von Krebs bei. Die Mehrzahl der nicht–CSCs wird nach Bestrahlung über verschiedene Mechanismen wie der zellulären oder mitotischen Apoptose geschädigt und abgetötet. CSCs sind eine kleine, aber strahlenresistente Zellgruppe, die in heterogenen malignen Tumoren vorkommt. Unter strahleninduzierten Stressbedingungen überleben CSCs nach Bestrahlung; zusätzlich kann es bei einer kleinen Anzahl von nicht-CSCs durch Bestrahlung zu einer Dedifferenzierung kommen, bei dem Zellen ihre Zelltyp-spezifischen Eigenschaften verlieren. Die neu erzeugten CSCs tragen zusammen mit den bereits vorhandenen intrinsischen CSCs später zum Rückfall und zur Metastasierung von Krebs bei (1 – 3).

Im Jahr 2012 zeigten Lagadec und Kollegen (1) von der California-Universität zum ersten Mal, dass die Bestrahlung an der Induktion stammzellähnlicher Eigenschaften in nicht-CSCs beteiligt war. Die Anzahl der Zellen mit stammzellenähnlichen Eigenschaften war dabei abhängig von der Strahlungsdosis. Dies wurde sowohl mit verschiedenen nicht-CSC Zelllinien bewiesen, wie auch mit nicht-CSCs die aus Brustkrebstumoren von vier verschiedenen Patienten isoliert wurden. Die durch Strahlung induzierten CSCs (iCSCs) waren in beeindruckender Weise den Brustkrebsstammzellen ähnlich, die in den ursprünglichen Tumoren vorkamen. Die Wissenschaftler fanden zudem heraus das die iCSCs eine 30-fach erhöhte Fähigkeit zur Tumorbildung hatten im Vergleich zu den nicht bestrahlten Brustkrebszellen von denen sie abstammten. Die genauen Mechanismen dieser Umwandlung einer nicht-CSC in eine CSC sind bisher noch unbekannt.

Ein charakteristisches Kennzeichen der CSCs ist eine erhöhte intrazelluläre Bildung des Enzyms Alkohol-Dehydrogenase (ALDH1). ALDH1 ist ein entgiftendes Enzym, das für die Oxidation von Retinol zu Retinsäure verantwortlich ist, die für die frühe Differenzierung von Stammzellen unerlässlich ist. In einer epidemiologischen Studie an Dänen wurde gezeigt, dass Menschen, die aufgrund einer Alkoholabhängigkeit Disulfiram einnahmen, seltener an Brust- oder Prostatakrebs erkrankten. In Tierversuchen bzw. in Zellkulturen wurde dann auch nachgewiesen, dass Tumorzellen der männlichen Prostata durch Disulfiram gehemmt werden, wobei die Tumorwachstumsrate um bis zu 40 % im Mäusemodell gehemmt wurde (4), eine vollständige Reduzierung konnte jedoch nicht beobachtet werden (5). Disulfiram wirkte auch auf Brustkrebs-Zellkulturen, Tumorzellen des nicht-kleinzelligem Lungenkrebs und beim Glioblastom. Apoptotische Prozesse konnten durch Disulfiram in Brustkrebs-Zellkulturen ausgelöst werden, nicht jedoch in normalen Brustkrebs-Zellen (5 – 7). Erhöhte ALDH1-Aktivität wurde in Brustkrebs-Stammzellen gefunden und kann als Indikator für eine schlechte Prognose dienen. Wang und Kollegen vom Massachusetts General Hospital und Harvard Medical School (8) zeigten 2014 dass die Bildung von durch Strahlung induzierten CSCs (iCSCs) auch mit einer erhöhten Tendenz zu Lungenmetastasen einhergeht. Diese Forschungsgruppe konnte zeigen dass die Bildung derartiger Zellen durch die kombinierte Gabe von Kupfer und Disulfiram (einem Arzneistoff der die ALDH1 hemmt und der zur Unterstützung der Abstinenz-Therapie bei Alkoholabhängigkeit angewendet wird) verhindert werden konnte. Der Disulfiram- / Kupfer-Komplex zeigte im Tierversuch einen effektiven Apoptose-induzierenden Effekt. Wenn Mäuse mit Brustkrebs mittels Strahlentherapie in Kombination mit Disulfiram / Kupfer behandelt wurden, kam es zu einer 79 %-igen Wachstumshemmung des Primärtumors und einer 90 %-igen Hemmung bei der Bildung von Lungenmetastasen, im Vergleich zu den bestrahlten Kontrolltieren die keine Gabe von Disulfiram / Kupfer erhielten. Es kam auch zu einer geringeren Expression des NF-KB-Signalweges und damit zu einer Verringerung der Strahlenresistenz, d. h. besseres Ansprechen auf die Strahlentherapie (9). Bisher wurde, nach unserem aktuellen Kenntnisstand, erst eine klinische Studie mit 40 Patienten durchgeführt, die an nicht-kleinzelligem Lungenkrebs erkrankt waren. Eine Gruppe erhielt zusätzlich zur Chemotherapie Disulfiram, während die zweite Patientengruppe nur mit Chemotherapie behandelt wurde. In der Gruppe mit Disulfiram kam es zu einer Erhöhung der mittleren Überlebensdauer von 7,1 auf 10 Monate (10).
Demnach handelt es sich hier um Ergebnisse, die im Tierversuch zunächst viel versprechend erschienen, im klinischen Versuch war jedoch die mittlere Überlebensdauer nicht wesentlich erhöht.

Kommentar Ralf Meyer:

Mit diesen aktuellen Belegen wurde gezeigt, dass mit der Intensität der "Strahlentherapie" auch das Ausmaß der Bildung von therapieresistenten und hochmalignen Tumorstammzellen aus zuvor leichter behandelbaren Tumorzellen provoziert wird. Dies bedeutet, aus meiner Sicht, im Falle eines Rezidivs den sicheren Tod des Patienten, es sei denn, eine neue oder alteffektive Therapie wird eingesetzt, wie auch immer diese aussehen mag. Evolutionsbiologisch ist dieser obige Effekt allerdings einfach wie logisch nachvollziehbar und so sehe ich die künftige sinnvolle Herangehensweise dieser Erkrankungen auch in deren Prävention unter Berücksichtigung natur- und evolutionsgesetzkonformer Ernährungs- und Lebensweise.

1.     Lagadec C, Vlashi E, Della Donna L, Dekmezian C, Pajonk F. ↑ Radiation-Induced Reprogramming of Breast Cancer Cells. Stem Cells. 2012 May;30(5):833–44.
2.     Li F, Zhou K, Gao L, Zhang B, Li W, Yan W, et al. ↑ Radiation induces the generation of cancer stem cells: A novel mechanism for cancer radioresistance. Oncol Lett. 2016 Nov;12(5):3059–65.
3.     Ghisolfi L, Keates AC, Hu X, Lee D, Li CJ. ↑ Ionizing Radiation Induces Stemness in Cancer Cells. Yamashita T, editor. PLoS One. 2012 Aug 21;7(8):e43628.
4.     Iljin K, Ketola K, Vainio P, Halonen P, Kohonen P, Fey V, et al. ↑ High-throughput cell-based screening of 4910 known drugs and drug-like small molecules identifies disulfiram as an inhibitor of prostate cancer cell growth. Clin Cancer Res. 2009 Oct 1;15(19):6070–8.
5.     Chen D, Cui QC, Yang H, Dou QP. ↑ Disulfiram, a clinically used anti-alcoholism drug and copper-binding agent, induces apoptotic cell death in breast cancer cultures and xenografts via inhibition of the proteasome activity. Cancer Res. 2006 Nov 1;66(21):10425–33.
6.     Duan L, Shen H, Zhao G, Yang R, Cai X, Zhang L, et al. ↑ Inhibitory effect of Disulfiram/copper complex on non-small cell lung cancer cells. Biochem Biophys Res Commun. 2014 Apr 18;446(4):1010–6.
7.     Triscott J, Rose Pambid M, Dunn SE. ↑ Concise review: bullseye: targeting cancer stem cells to improve the treatment of gliomas by repurposing disulfiram. Stem Cells. 2015 Apr;33(4):1042–6.
8.     Wang Y, Li W, Patel SS, Cong J, Zhang N, Sabbatino F, et al. ↑ Blocking the formation of radiation-induced breast cancer stem cells. Oncotarget. 2014 Jun 15;5(11):3743–55.
9.     Yang Y, Zhang K, Wang Y, Li M, Sun X, Liang Z, et al. ↑ Disulfiram chelated with copper promotes apoptosis in human breast cancer cells by impairing the mitochondria functions. Scanning. 2016 Nov;38(6):825–36.
10.     Askgaard G, Friis S, Hallas J, Thygesen LC, Pottegård A. ↑ Use of disulfiram and risk of cancer. Eur J Cancer Prev. 2014;23(3):225–32.

 

Elektromagnetische Strahlen von Kommunikationsgeräten können Veränderungen der Zirbeldrüse verursachen

Die Zirbeldrüse ist eine der wichtigsten Komponenten der regulatorischen Homöostase des Körpers. Ihre wesentliche Funktion ist die Produktion von Melatonin und damit die Regulation des Tag-Nacht-Zyklus. Auch an der Selbstregulation der biologischen Antwort auf Stressreaktionen ist die Zirbeldrüse beteiligt. Zellulärem Stress der durch elektromagnetische Strahlung von Handys und mobilen Netzen vermittelt wird, sind wir täglich ausgesetzt. Wissenschaftler haben in Tierversuchen die Wirkung elektromagnetischer Strahlung von PCs und Handys auf die Epiphyse (Zirbeldrüse) nachgewiesen.

Gegenwärtig ist die Bevölkerung zunehmender elektromagnetischer Strahlung ausgesetzt, einschließlich lokaler Bestrahlung des Gehirns. Elektronenmikroskopische Untersuchungen (Tierversuche mit Ratten) haben gezeigt, dass es unter dem Einfluss elektromagnetischer Strahlung zum Abbau bzw. Degeneration der Pinealozyten d. h. der Melatonin-bildenden Zellen kommt. Morphologisch wurden auch Zeichen des vorzeitigen Alterns festgestellt. Im elektronenmikroskopischen Bild stellten die Wissenschaftler eine Anhäufung sogenannter Lipofuszin-Pigmente fest, deren Menge in den Zellen eines Organismus mit dem Alter zunimmt. Lipofuszin wird daher auch als Alterspigment bezeichnet. Außerdem wurden Änderungen an der inneren mitochondrialen Membran festgestellt sowie sandartige Strukturen, die auf Kalkeinlagerung auf hinweisen.

Zur Studie

 

Immunglobuline und Bluthochdruck – gibt es einen Zusammenhang?

Fast jeder Dritte in Deutschland hat Bluthochdruck. Die genauen Mechanismen welche zu Blutdruckhochdruck führen sind immer noch nicht vollständig geklärt. Neuere Erkenntnisse deuten darauf hin, dass eine langfristige chronische Entzündung und zirkulierende entzündliche Zytokine die pathologische Grundlage bei der Entstehung und dem Fortschreiten einer Atherosklerose bzw. Hypertonie von Bedeutung sind.
Der Zusammenhang mit Immunglobulinen wurde in einer groß angelegten Studie in China (mit 12.373 Patienten) untersucht.

Bei Patienten mit hohem Blutdruck (zweimalige Messung, > 140 mmHg systolisch) wurden die Serumwerte für IgA, IgG und IgM bestimmt. Die Ergebnisse zeigten, dass Hypertonie mit höheren Werten für IgG und IgA, sowie mit niedrigeren Werten für IgM korreliert. Eine Korrelation mit IgE wurde nicht nachgewiesen. Die Wissenschaftler erklären die erhöhten IgG-Werte mit dem Vorhandensein von vaskulären Schäden, die durch hohen Blutdruck bedingt sind. Dadurch können Zellfragmente aus tiefer liegenden Schichten des Bindegewebes in die Blutgefäße gelangen, entzündliche Reaktionen verursachen und zu erhöhter Antikörpersynthese führen. IgA hat eine besondere Funktion bei der Schleimhaut-vermittelten Immunität gegenüber Darmbakterien. Nun ist auch bekannt, dass bei Patienten mit Bluthochdruck die Darmflora verändert ist. Nachdem das Immunsystem eine zentrale Rolle bei der Zusammensetzung der Darmflora spielt, kann man davon ausgehen dass die Hypertonie-bedingte Veränderung der Darmflora auch Auswirkungen auf die Konzentration von IgA hat.

Zur Studie

 

Depressionen: Unterdrückung der IgG-Reaktion gegen Milchproteine

Die Wechselwirkungen zwischen Verdauungssystem, Gehirnfunktionen und IgG vermittelter Immunität gegen Lebensmittelantigene entwickelten sich in jüngster Zeit zu einem wichtigen Thema in der Psychiatrie. Psychologischer Stress kann die Hypothalamus-Hypophysen-Nebennieren-Achse (HPA) aktivieren, aber auch die intestinale Permeabilität und die Dynamik der IgG-Antwort beeinflussen. Eine schwere Depression kann entweder mit einer Aktivierung der Entzündungsreaktion oder mit einer Immunsuppression (z. B. verminderte Antikörperproduktion) einhergehen, die über einen erhöhten Cortisolspiegel vermittelt wird.

In einer kürzlich veröffentlichten Studie wurden IgG-Reaktionen gegen 44 Lebensmittel bei 34 kranken (depressiven) Patienten und 29 gesunden Probanden untersucht und in Beziehung gestellt zu anderen Laborparametern (Cortisol, TNF-ɑ, IL-6, IL-1b) sowie psychometrischen Fragebögen (Hamilton Depressionsbewertung (HAM-D 17), Wahrnehmungsstress (PSS-10) und Symptom-Checkliste (SCL-90)).

Sofern ein erhöhter Konsum von Milchprodukten bestand, wurde nur bei den depressiven Patienten eine signifikant niedrigere IgG-Konzentration gegen Milchprodukte im Vergleich zu den gesunden Probanden festgestellt. Zwischen der Gruppe der Patienten und der gesunden Probanden gab es keinen signifikanten Unterschied bezüglich der durchschnittlichen IgG-Konzentration gegen Lebensmittelantigene. Bei depressiven Menschen waren jedoch die Cortisolwerte erhöht und die Konzentration von TNF-ɑ erniedrigt. Die Autoren schlussfolgern daraus, dass Cortisol bzw. TNF-ɑ bei der Immunsuppression der IgG-Reaktion auf Milchprodukte bei depressiven Patienten eine wesentliche Rolle spielen. ↑ weiter

IgG-basierte Eliminierung von Nahrungsmitteln lindert primäre Kopfschmerzen bei Kindern – Ergebnisse einer klinischen Studie

Zur Elimination immunologisch reaktiver Lebensmitteln und deren Einfluss auf die Symptomatik und Lebensqualität von Personen mit chronischer Migräne und Kopfschmerzen sind in den vergangenen Jahren verschiedene Studien durchgeführt worden, die wir im Buch ↑ „Lebensmittelintoleranzen – Kann gesunde Nahrung krank machen“ beschrieben haben. Es gibt daher immer mehr Hinweise darauf, dass Kopfschmerzen ein sekundärer Effekt auf immunologische Mechanismen sein könnten, die durch IgG-Antikörper gegen bestimmte Lebensmittel vermittelt werden.

In einer weiteren Studie mit 50 Kindern im Alter von 7 – 16 Jahren wurde untersucht, in wieweit die Karenz von positiv getesteten Lebensmitteln sich auf die Häufigkeit primärer Kopfschmerzen auswirkt. Nahrungsmittel mit der stärksten Reaktion wurden für 6 Wochen gemieden. Die Autoren der Studie konnten nachweisen dass die Eliminierung von Nahrungsmitteln auf IgG-Basis zu einer signifikanten Reduktion der Kopfschmerzen führt. Gleichzeitig wurde eine Reduktion der IgG-Werte gemessen, was auf ein immunologisches Geschehen im Zusammenhang zwischen Nahrung und Kopfschmerzen bei Kindern hinweist.

Quelle: Taheri S., Campbell C., Mazza E., Devries M. Randomized controlled trial of IGG-based food elimination for treatment of primary headache in children-interim analysis. Conference: 5th European Headache and Migraine Trust International Congress, EHMTIC 2016 United Kingdom.

Entwicklung von IgE- und IgG-Antikörpern in den ersten 10 Lebensjahren

In der frühen Kindheit richtet sich das allergenspezifische IgG-Repertoire vor allem gegen tierische und pflanzliche Lebensmittelmoleküle und selten gegen luftgetragene Moleküle. In einer kollaborativen Studie mehrerer universitärer Krankenhäuser in Deutschland wurde untersucht, in wieweit dieses frühe Antikörper-Muster gegenüber einer breiten Palette allergener Moleküle während der ersten 10 Lebensjahre beibehalten wird.

Die Wissenschaftler untersuchten die Blutseren von Teilnehmern der Deutschen Multicenter-Allergie-Studie, einer Geburtskohorte, die 1990 geboren wurde. Die Seren wurden im Zeitraum zwischen Geburt und dem Alter von 10 Jahren gesammelt. Der zeitliche Verlauf der IgE- (Cutoff ≥ 0,30  ISAC Standardised Units, ISU) und IgG- (Cutoff ≥ 0,10  ISU) Reaktionen auf 35 allergene Moleküle wurde mit geeigneten Messmethoden bestimmt.

Die IgE-Reaktionen richteten sich meist gegen eine begrenzte Gruppe von luftgetragenen Molekülen, mit folgender Prävalenzhierarchie (Phl p 1> Bet v 1> Bet v 1> Fel d 1> Phl p 5> Der p 2> Der p 2> Der p 1), die im Laufe der Zeit weitgehend beibehalten wurde. Das IgG-Repertoire war jedoch viel breiter, beginnend vor allem mit IgG gegen tierische Lebensmittel. In späteren Lebensjahren kamen Antikörper gegen Moleküle aus pflanzlichen Lebensmitteln hinzu, und erst danach kam es zu IgG-Reaktionen auf spezifische luftgetragene Moleküle. Die Ergebnisse zeigten zudem, dass eine starke IgG-Reaktion fast immer dem Auftreten von IgE auf dasselbe Molekül bei spezifisch sensibilisierten Probanden vorausgeht oder gleichzeitig mit der IgG-Reaktion auftritt. ↑ weiter

Diagnose Schizophrenie: Vom Leiden ins Leben

Die Diagnose Schizophrenie ist für Eltern und Angehörige häufig ein Schock. Sie scheint wie ein unüberwindbares Gebirge zu sein, an dessen Fuß man steht und sich fragt, wie man dieses überwinden kann. Viele Menschen resignieren vor solch einer Mammutaufgabe. Betroffene begeben sich in die Hände der Psychiatrie. Angehörige suchen Rat und Hilfe bei Psychiatern, wenn der Betroffene sich nicht von selber in die Psychiatrie begibt. Die Psyche erkrankt aber nicht, sondern das Gehirn, und diese Störung ist zumeist stoffwechselbedingt.

Im vergangenen Webinar vom 5.2.2018 hat Herr HP Josef Brandenberg den Weg der Heilung seines Sohnes geschildert, der seit August 2009 von ihm wegen einer paranoiden Schizophrenie (mit Suizid-Gefährdung, Wesensveränderung, Aufenthalten in die Kinderpsychiatrie etc.) behandelt wird. Ein Leidensweg der das Leben einer ganzen Familie auf den Kopf stellte und doch zum guten Ende führte. Der Schritt zur naturheilkundlichen Behandlung und wie sich der Zustand seines Sohnes von Tag zu Tag besserte, wurde erfahrbar. Eine zunächst vereinfachte Ernährungstherapie führte zur positiven Entwicklung der kognitiven Leistungsfähigkeit und nach mehrmonatiger Ernährung gemäß den Vorgaben des Pro Immun M-Tests sowie der Einnahme von hochwertigen Nahrungsergänzungen zur Mikrobiomtherapie und der regenerativen Mitochondrienmedizin, war die Merkspanne von Erlerntem vom Fünf-Minutenbereich stetig angestiegen, bis auf monatelanges Merken. Eine Ausbildung auf dem ersten Arbeitsmarkt wurde somit möglich. Heute ist der junge Mann emotional völlig stabil, führt ein ganz normales Leben, hat die Fachoberschulreife abgeschlossen und bereitet sich momentan auf seine zweite Ausbildung vor.

Seine Erfahrungen während der Begleitung seines Sohnes in eine stabile Gesundheit schildert HP Brandenberg in dem Buch: ↑ „Diagnose Schizophrenie – Vom Leiden ins Leben – Berichterstattung eines Vaters und Therapeuten“, welches wir Ihnen heute gerne empfehlen möchten.

Lebensmittelspezifische IgG4-Titer bei Patienten mit Reizdarmsyndrom

Die Ätiologie des Reizdarmsyndromes (RDS oder IBS, inflammatory bowel syndrome) ist teilweise immer noch unklar. Ein ausschlaggebender Faktor bei der diarrhö-prädominanten Form (RDS-D) scheint die Glutensensitivität zu sein. Veränderungen der Motilität, Immunreaktionen und psychische Faktoren sind außerdem vorgeschlagen worden. Ein weiterer konsistenter Befund bei vielen Patienten sind erniedrigte Schmerzschwellen im Kolon. Die Bedeutung der Ernährung bei Patienten mit Reizdarmsyndrom ist jedoch immer noch nicht eindeutig geklärt.

Das Ziel dieser Studie bestand darin, die IgG4-Titer gegen häufige Nahrungsmittelantigene bei Patienten mit Reizdarmsyndrom und gesunden Probanden zu messen. In die Studie (aus Korea) wurden 32 Patienten eingeschlossen, mit Reizdarmsyndrom gemäß den Rom III-Konsensuskriterien (zwölf Patienten mit Durchfall-prädominantem Reizdarmsyndrom; 20 Patienten ohne Durchfall-Prädominanz). Diese Patienten wurden verglichen mit 32 gesunden Probanden. Bei allen 64 Teilnehmern wurden die Serum-IgG4-Antikörper gegen 90 häufigen Lebensmitteln bestimmt.

IgG4 wird als Messgröße einer „überstandenen“ oder asymptomatischen Typ I-Allergie betrachtet und gilt als „blocking antibody“ gegenüber dem IgE, d. h. IgG4 blockt die Bindung an IgE ab. Dieses Immunglobulin kommt in etwa 10.000-fach höherer Konzentration vor als IgE und kann daher schneller und häufiger an ein Allergen binden als IgE. Da IgG4 aber nur etwa 1 % der Histaminmenge freisetzt im Vergleich zu IgE, kommt es bei fast allen Patienten nicht zu entsprechenden allergischen Symptomen. Daher hat IgG4 also positive Eigenschaften (bei 95 – 97 % der Patienten), da die Allergene von IgG4 abgefangen werden, so dass sie weniger mit IgE reagieren und die Symptome einer Typ I-Allergie auslösen. Lesen Sie dazu mehr in unserer Broschüre „Wertigkeit von IgG4 und spezifischem gesamt-IgG bei Nahrungsmittelunverträglichkeiten“.

Die Untersuchungen erbrachten folgende Ergebnisse: Patienten mit Reizdarmsyndrom hatten signifikant höhere IgG4-Titer gegen Weizen, Taroknollen, Lauch, Salat, Äpfel und Orangen im Vergleich zu den Werten der gesunden Probanden. Die Serum-IgG4-Titer auf Ingwer, Kakao, Walnuss, Radieschen, Zwiebeln und Salat waren bei RDS-Patienten tendenziell höher als bei den gesunden Kontroll-Probanden. Bei der Patientengruppe mit Durchfall-prädominantem RDS (RDS-D) wurden vor allem höhere IgG4-Werte auf Weizen, Gluten, Gliadin, Äpfel und Orangen festgestellt. In der Untergruppe der 20 Patienten ohne Durchfall-Prädominanz bestanden signifikant stärkere Reaktionen auf Eiweiß, Soja, Ananas, Salat, Lauch und Taroknollen.

Entgegen einer weit verbreiteten Meinung der Allergologen, dass es eine physiologische Erscheinung sei, wenn ein Mensch IgG-Antikörper gegen Nahrungsmittel bildet, ist auch bei dieser Studie nachgewiesen worden, dass die Prädominanz von IgG/ IgG4 im Serum eine immunologische Abwehrreaktion gegen ein Nahrungsmittel darstellt und in diesem Fall mit einer weit verbreiteten Erkrankung wie dem Reizdarmsyndrom im Zusammenhang steht. Lesen Sie dazu auch unseren Beitrag „Eliminationsdiäten basierend auf IgG-Titern werden in der deutschen S3-Leitlinie zum Reizdarmsyndrom positiv bewertet“.

Alterations of Food-specific Serum IgG4 Titers to Common Food Antigens in Patients With Irritable Bowel Syndrome

 

IgG-basierte Nahrungsmitteltests sind sinnvoll für die Diagnose und die Remissionserhaltung nach exklusiver enteraler Ernährung bei Morbus-Crohn

Bei akutem Morbus-Crohn-Schub kann eine mehrwöchige exklusive enterale Ernährung (EEN) helfen. Es kommt allerdings zu Rückfällen, sobald die normale Ernährung wieder eingeführt wird. Das Ziel dieser Studie bestand darin, die lebensmittelspezifischen IgG-Antikörper von Patienten mit Morbus Crohn zu untersuchen und die Auswirkungen einer IgG-basierten Eliminationsdiät auf die Remissionserhaltung nach EEN zu klären.

Morbus Crohn gehört zur Gruppe der chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen. Die Pathogenese des Morbus Crohn ist nicht vollständig geklärt, mehrere Umstände sind jedoch an der Pathogenese beteiligt. Die Erkrankung gilt heute als Autoimmunerkrankung im weiteren Sinne, da die Darmschleimhaut durch eine Immunreaktion gegen die kommensale Darmflora geschädigt wird. Dabei kommt es zu einem bevorzugten Befall des unteren Dünndarms und des Dickdarms.

Charakteristisch ist auch ein diskontinuierlicher Befall der Darmschleimhaut, wobei gleichzeitig mehrere Darmabschnitte erkrankt sind, die durch gesunde Abschnitte voneinander getrennt sind. Wie bei vielen anderen Autoimmunerkrankungen, ist die Ursache der intensiven immunologischen Reaktion noch nicht vollständig geklärt. Daher wird derzeit in der Schulmedizin nur symptomatisch (immunsuppressiv oder immunmodulierend) und nicht kausal therapiert.

An einer Studie aus China nahmen 64 Patienten mit M. Crohn teil, die mit einer mehrwöchigen EEN behandelt wurden. Bei den Patienten war generell eine erhöhte Immunantwort gegen Reis, Tomaten, Hühnerei und Mais auffällig. Die Autoren dieser Studie betrachten sogar Art und Anzahl der positiven IgG-Reaktionen als diagnostischen Marker der Erkrankung. Die eine Hälfte der Patienten führte nach der EEN wieder eine normale Ernährung ein, jedoch unter Ausschluss der IgG-reaktiven Lebensmittel. Die zweite Hälfte der Patienten diente als Vergleichsgruppe; hier wurden nach der EEN-Phase die reaktiven Nahrungsmittel nicht aus der Ernährung eliminiert. In der Gruppe der IgG-Eliminationsdiät kam es nur bei 12,5 % der Patienten zu einem Rückfall. Bei den Patienten die weiterhin IgG-reaktive Lebensmittel konsumierten war die Rückfallrate mit 25 % doppelt so hoch. Daraus schließen die Autoren dieser Studie dass eine Ernährung basierend auf den Ergebnissen eines IgG-Tests hilfreich ist um die Erkrankung in Remission zu halten.  

The utility of food antigen test in the diagnosis of Crohn's disease and remission maintenance after exclusive enteral nutrition

 

Erfolgreiche Behandlung von Morbus Crohn durch eine IgG4-Eliminationsdiät

Ergebnisse einer randomisierten, kontrollierten Studie
 
Im St George's Hospital (London) wurde im Rahmen einer doppelblinden randomisierten Placebo-kontrollierten Studie die Wirksamkeit der IgG4-basierten Eliminationsdiät zur Verbesserung der Lebensqualität bei Patienten mit Morbus Crohn überprüft. Dazu wurden bei 96 Patienten mit Morbus Crohn (Morbus Crohn-Aktivitätsindex (CDAI) von 80 – 400) die IgG4-Titer gegen 16 Lebensmittel getestet. Bei der „echten“ Diät-Gruppe wurden jeweils 4 Lebensmittel mit den höchsten Antikörper-Titer für 4 Wochen ausgeschlossen. In der Placebo-Gruppe erfolgte der Ausschluss von jeweils 4 Lebensmitteln mit den niedrigsten Antikörper-Titern. Die Lebensqualität wurde mit dem „Short Inflammatory Bowel Disease Questionnaire (SIBDQ)“-Fragebogen erfasst, jeweils zu Beginn und auch am Ende der 4-wöchigen Karenzzeit. Als weitere Parameter der Symptomatik wurden folgende Parameter erfasst: Klinischer Aktivitätsindex bei Morbus Crohn (Crohn's Disease Activity Index, CDAI), Harvey Bradshaw Index, C-reaktives Protein und fäkales Calprotectin.

Bei 96 Patienten wurde der IgG4-Test durchgeführt und 76 Patienten schlossen die Studie ab. In der „echten“ Diätgruppe waren Milch, Rindfleisch, Schweinefleisch und Eier die reaktivsten Nahrungsmittel. Durch die vierwöchige Elimination reaktiver Lebensmittel wurde bei dieser Patientengruppe eine signifikante Verbesserung der Lebensqualität festgestellt („Short Inflammatory Bowel Disease Questionnaire“-Fragebogen: Verbesserung um 3,05 Punkte (0,01 – 6,11; p < 0,05); Crohn's Disease Activity Index, CDAI: Verbesserung um 41 Punkte (10,4 – 71,5; p = 0,009). Daraus schlussfolgern die Autoren, dass eine IgG4-basierte Eliminationsdiät adjuvant die Lebensqualität und Symptomatik bei Patienten mit Morbus Crohn verbessert.

Treatment of Crohn’s Disease with an IgG4-Guided Exclusion Diet: A Randomized Controlled Trial

Ernährungsempfehlungen zur Prävention von Depressionen

Mehr als 350 Millionen Menschen weltweit sind derzeit von Depressionen betroffen. Die Erkrankung an sich stellt eine große finanzielle Belastung für das Gesundheitssystem dar, berücksichtigt man auch die Kosten für Prävention und Verzögerung des Fortschreitens dieser Erkrankung. Verschiedene Forschungsarbeiten der vergangenen Jahre haben gezeigt, dass das Risiko an einer Depression zu erkranken, beeinflusst werden kann durch eine gesunde Ernährung, den bevorzugten Konsum von mehrfach ungesättigten Fettsäuren, Vitamin B6; Folsäure, Antioxidantien und Zink. Trotzdem gibt es bislang noch keine allgemein anerkannten generellen Ernährungsempfehlungen zur Prävention/ Behandlung von Depressionen. Eine internationale Gruppe von Experten hat daher die aktuelle Studienlage analysiert und fünf Empfehlungen ausgesprochen:

  1. Folgen Sie „traditionellen“ Ernährungsweisen wie der mediterranen, norwegischen oder japanischen Diät. Die verfügbaren Beweise deuten darauf hin, dass traditionelle Ernährungsgewohnheiten für eine positive psychische Gesundheit vorteilhaft sind.
  2. Erhöhen Sie den Verzehr von Obst, Gemüse, Hülsenfrüchten, Vollkorngetreide, Nüssen und Samen. Diese Nahrungsmittel sollten den Hauptteil der Ernährung bilden, da sie eine hohe Nährstoffdichte haben, einen hohen Gehalt an pflanzlichen Fasern und einen niedrigen Gehalt an gesättigten und Trans-Fettsäuren.
  3. Achten Sie auf einen häufigen Verzehr von Lebensmitteln, die reich an Omega-3-Fettsäuren sind. Fisch ist eine der Hauptquellen von Omega-3 Fettsäuren, und ein höherer Fischkonsum ist mit einem reduzierten Depressionsrisiko verbunden.
  4. Begrenzen Sie Ihre Aufnahme von verarbeiteten Lebensmitteln, Fastfood, Bäckereiprodukten und Süßigkeiten. Diese Lebensmittel haben einen hohen Gehalt an Trans-Fettsäuren, gesättigten Fettsäuren, raffinierten Kohlenhydraten und Zuckerzusatzstoffe. Sie haben wenig Ballaststoffe und einen zu hohen Nährstoffgehalt. In Beobachtungsstudien konnte ein hohes Risiko für Depressionen nachgewiesen werden wenn derartige Lebensmittel bevorzugt konsumiert worden.
  5. Ersetzen Sie ungesunde Lebensmittel mit gesunden nahrhaften Lebensmitteln. Gesunde Nahrungsmittel (z. B. Früchte, Gemüse, Vollkorngetreide und Fisch) und ungesunde Nahrungsmittel (z. B. Süßigkeiten, Softdrinks, Gebratenes, raffiniertes Getreide und verarbeitetes Fleisch) sind unabhängige Prädiktoren für geringere bzw. höhere depressive Symptomatik.

Dietary recommendations for the prevention of depression

Das Sjögren-Syndrom und Reizdarm: Erfolgreiche Behandlung durch eine IgG-Eliminationsdiät

Das Sjögren-Syndrom wurde erstmals 1933 von dem schwedischen Augenarzt Henrik Sjögren beschrieben. Dies Syndrom ist eine chronisch verlaufende Autoimmunerkrankung aus der Gruppe der Kollagenosen. Sekundär tritt das Sjögren-Syndrom in Begleitung anderer Autoimmunerkrankungen auf, wie Lupus erythematodes, rheumatoider Arthritis oder systemischer Sklerose. Bestimmte Immunzellen greifen besonders die Speicheldrüsen und Tränendrüsen an, was im weiteren Verlauf zu entzündlichen Veränderungen an inneren Organen und am zentralen Nervensystem führen kann. Patienten mit Sjögren-Syndrom (SS) leiden oftmals auch unter einer Reizdarmsymptomatik (IBS), gelegentlich auch unter Zöliakie. Diese Studie wurde durchgeführt, um bei Patienten mit SS und IBS eine mögliche Lebensmittelintoleranz zu untersuchen. Bei zehn Patienten wurden IgG-basierte Lebensmitteltests durchgeführt und in allen Fällen wurden multiple Lebensmittelintoleranzen nachgewiesen.
 
Von zehn getesteten Patienten wurde bei neun Patienten eine Intoleranz gegenüber Weizen und Milchprodukten nachgewiesen. Eier, Rindfleisch und Mais waren weitere unverträgliche Lebensmittel. Bei den meisten Patienten lagen Antikörper vor, die auf eine Entzündung des gastrointestinalen Taktes hinweisen. Zudem wurden auch zahlreiche Antikörper nachgewiesen, die für SS charakteristisch sind. Acht der zehn Patienten hielten sich für einen Zeitraum von sechs Monaten konsequent an die Eliminationsdiät. Durch die Ernährungsumstellung kam es zu einer vollständigen Beseitigung von Bauchschmerzen, Blähungen, Durchfall und Gelenkschmerzen. Zwei Patienten schlossen nur Weizen und Milchprodukte aus ihrer Ernährung aus und auch hier kam es zu einer Besserung, nicht jedoch zu einer vollständigen Beseitigung der Symptomatik. Sobald Weizen oder Milchprodukte konsumiert wurden, kehrten bei allen Patienten die Symptome wieder zurück. Im Laufe der Zeit konnten einige der Patienten manche Lebensmittel wieder vertragen (zum Beispiel Tomaten, Schweinefleisch oder Reis), ohne dass es zu einer erhöhten Symptomlast kam. Müdigkeit und Erschöpfung waren auch ein wesentlicher Bestandteil der Symptomatik aller Patienten. Durch die Eliminationsdiät verbesserten sich die Beschwerden, nicht jedoch zu 100 %. Daher erhielten die Patienten Nahrungsmittelergänzungen zur ursächlichen Behandlung stoffwechselbedingter mitochondrialen Dysfunktionen, z. B. CoQ10, Kreatin, Carnitin, Folsäure und Alpha-Liponsäure.

In dieser Studie konnte gezeigt werden dass bei 10 Patienten mit SS und IBS eine Überempfindlichkeit gegenüber Nahrungsmitteln an der Symptomatik beteiligt ist, wobei die Unverträglichkeit von Weizen und Milchprodukten am häufigsten war. Die Ermüdungserscheinungen dieser Patienten wurden durch eine Ernährungsumstellung und die Korrektur der zugrunde liegenden Stoffwechselstörungen behandelt. Die Autoren dieser Studie schließen daraus, dass bei Patienten mit SS die an einer IBS leiden stets auch eine Untersuchung auf Lebensmittelinoleranzen erfolgen sollte. Durch diese einfachen und kostengünstigen Interventionen konnte allen Patienten geholfen werden, ihre Lebensqualität hat sich wesentlich gebessert.

Gastrointestinal disease in Sjogren’s syndrome: related to food hypersensitivities
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Höhere Aufnahme von Pyridoxin (Vitamin B6) und Thiamin (Vitamin B1) verringert das Brustkrebsrisiko

Eine groß angelegte Studie fand Zusammenhänge zwischen einer höheren Aufnahme von Pyridoxin (Vitamin B6) und Thiamin (Vitamin B1) und einem niedrigeren Risiko von Brustkrebs bei älteren Frauen. Die Studie zeigte auch ein vermindertes Risiko für die Erkrankung in Verbindung mit einer größeren Supplementierung mit Riboflavin (Vitamin B2), Niacin (Vitamin B3), Pantothensäure (Vitamin B5), Folat und Cobalamin (Vitamin B12) bei Frauen, die wenig oder gar keinen Alkohol konsumierten. An dieser Studie waren 27.853 Frauen beteiligt (älter als 45 Jahre), die an der französischen NutriNet-Santé-Studie ab 2009 teilnahmen. Ihre Ernährungsgewohnheiten wurden jedes Jahr erhoben und daraus wurde die durchschnittliche Aufnahme von B-Vitaminen berechnet. Die zusätzliche Verwendung von Nahrungsmittelergänzungen wurde über Fragebögen erhoben.

Über eine mediane Nachbeobachtungszeit von 4,2 Jahren wurden 78 prämenopausale und 384 postmenopausale Fälle von Brustkrebs diagnostiziert. Unter den Frauen, deren Gesamtaufnahme von Pyridoxin zu den höchsten 25 % der Probanden gehörte, gab es ein 33 % geringeres Risiko an Brustkrebs zu erkranken im Vergleich zu den Frauen, deren Aufnahme unter den niedrigsten 25 % lag. Wenn Pyridoxin aus Nahrungsergänzungsmitteln allein untersucht wurde, war das Risiko an Brustkrebs zu erkranken, bei den Frauen mit der höchsten Aufnahme um 39 % niedriger im Vergleich zu den Frauen, die keine derartigen Nahrungsergänzungsmittel verwendeten. Für Thiamin als Nahrungsergänzungsmittel war auch eine starke Schutzwirkung verbunden. Frauen mit der höchsten Aufnahme von Thiamin hatten ein um 39 % geringeres Risiko an Brustkrebs zu erkranken im Vergleich zu den Frauen die kein zusätzliches Thiamin einnahmen.

Diese große prospektive Studie, einschließlich der quantitativen Bewertung der ergänzenden Aufnahme, deutet auf eine mögliche schützende Wirkung von Pyridoxin und Thiamin auf das Brustkrebsrisiko bei Frauen mittleren Alters hin.

B-Vitamin Intake from Diet and Supplements and Breast Cancer Risk in Middle-Aged Women: Results from the Prospective NutriNet-Santé Cohort. ↑ weiter

 

IgG-spezifische Eliminationsdiät und psychische Gesundheit

Die Messung von lebensmittelspezifischen IgG-Antikörpern wird als Strategie zur Identifizierung von unverträglichen Nahrungsmitteln verwendet. Aktuell erlangen derartige Tests immer mehr Anerkennung, zumal in den vergangenen Jahren eine zunehmende Anzahl von Studien publiziert wurde (nach schulmedizinischen Standards), in denen die Wirksamkeit dieses Ansatzes (Symptomverbesserung) bei verschiedenen Erkrankungen nachgewiesen wurde. Dazu gehört das Reizdarmsyndrom, Migräne und Kopfschmerzen, Arthritis, Gewichtsreduktion und Lebensqualität. Zusätzlich gibt es unzählige (noch nicht publizierte) Daten zu anderweitigen Erkrankungen sowie Patientenbefragungen. Eine erhöhte Darmpermeabilität kann dazu beitragen dass größere Nahrungsmittelproteine in den Blutstrom gelangen, wo sie eine IgG-Immunantwort auslösen können.

Die Ergebnisse des Tests machen keine diagnostische Aussage, sondern werden als Ausgangspunkt für eine Eliminationsdiät verwendet, bei der bestimmte Karenzzeiten eingehalten werden, je nach der Stärke der Reaktion auf einzelne Lebensmittel. Man geht davon aus, dass eine erhöhte Darmpermeabilität ein Eckpfeiler der Wechselwirkungen zwischen Darm, Mikrobiom und Gehirn ist. Dies kann dazu führen dass Darmbakterien und deren Stoffwechselprodukte sowie auch unvollständig verdaute Nahrungsmittelbestandteile in den Blutstrom gelangen.

Studien haben gezeigt, dass die Blut-Hirn-Schranke anfällig sein kann für Veränderungen in der Darmflora. Zwischen der Darm- und der Blut-Hirnschanke bestehen strukturelle Ähnlichkeiten. Tight junctions, die den engen Zusammenhalt benachbarter Epithelzellen vermitteln, kommen sowohl in der Darmwand als auch in der Blut-Hirn-Schranke vor. Bei einer undichten Blut-Hirn-Schranke sind diese engen Verknüpfungen gestört, es kommt zum veränderten Transport von Molekülen und zu entzündlichen Reaktionen. Diese tragen möglicherweise zu der Genese/ Verschlechterung von Erkrankungen wie der Alzheimer-Krankheit, Parkinson-Krankheit, amyotropher Lateralsklerose, Multiple Sklerose, Autismus und anderen bei. Das Immunsystem und immun-vermittelte entzündliche Prozesse stehen in engem Zusammenhang mit der Kommunikation zwischen Darm und Gehirn.

Food-Specific IgG Guided Elimination Diet; A Role in Mental Health?

Multiple Sklerose: Reduzierte Anzahl und Diversität von Darmbakterien und Besserung der Symptomatik durch eine ketogene Diät

Eine ständig wachsende Anzahl von Studien zeigt die Beteiligung des Mikrobioms des Darmes bei Übergewicht, Verdauungsproblemen, endokrinen, entzündlichen und Autoimmunerkrankungen einschließlich Multipler Sklerose (MS). In einer kürzlich veröffentlichten Studie hat man die Konzentrationen verschiedener Bakterienarten des Darmes bei MS-Patienten und gesunden Kontrollen verglichen und deren Veränderung während einer ketogenen Ernährung untersucht. Ketogene Diäten sind zunehmend Gegenstand klinischer Projekte, zumal sie die Gehirnfunktion, Entzündungen, Immunität und das Mikrobiom des Darmes beeinflussen. Anders als beim Fasten oder sehr einseitigen Diäten kann eine ketogene Ernährungsweise über Monate praktiziert werden und wird im Allgemeinen sehr gut vertragen. Die Einhaltung der ketogenen Ernährung kann durch Messung von Ketonkörpern in Blut und Urin zuverlässig nachvollzogen werden. Wissenschaftler der medizinischen Fakultät der Charité und des Max Delbrück-Zentrums für molekulare Medizin in Berlin verglichen die Zusammensetzung der Darmflora bei 25 MS-Patienten und 14 gesunden Probanden. Zehn der MS-Patienten erhielten danach eine ketogene Diät für 6 Monate. Änderungen der Konzentrationen von 35 Bakteriengruppen wurden zu Beginn der Ernährungsumstellung und nach 2, 12 und 24 Wochen untersucht.

Die Ergebnisse zeigten, dass es keine „MS-typische“ Zusammensetzung der Bakteriengruppen gibt. Die Gesamtkonzentrationen und die Vielfalt der essentiellen Bakteriengruppen waren jedoch bei den MS-Patienten reduziert. Von der zahlenmäßigen Abnahme war die Bakterienart Faecalibacterium prausnitzii am meisten betroffen, genauso wie die Gattungen Roseburia und Bacteroides. Dabei gab es aber auch noch individuelle und patientenspezifische Änderungen. Die Effekte der ketogenen Diät bei MS-Patienten waren zweiphasig. Kurzfristig wurden die Bakterienkonzentrationen und deren Vielfalt weiter reduziert. Zwei Wochen nach Beginn der Diät kam es zu einer dramatischen Reduktion der Bakterienzahlen, vergleichbar mit den Effekten von Antibiotika. Gleichzeitig wurde ein weiterer Rückgang der mikrobiellen Vielfalt festgestellt, von durchschnittlich 48 auf 35 Prozent. Nach zwölfwöchiger ketogener Diät kam es jedoch zu einem zahlenmäßigen Anstieg und die Vielfalt der Bakterienarten nahm auch zu. Nach 24-wöchiger Diät waren die Werte bei weitem besser als zu Beginn der ketogenen Diät. Daraus schlussfolgern die Autoren, dass die Dickdarmflora bei MS Patienten deutlich beeinträchtigt ist und durch eine sechsmonatige ketogene Diät normalisiert werden kann. Dabei sollten die Veränderungen im Darm-Mikrobiom durch regelmäßige Untersuchungen über einen längeren Zeitraum hin erfolgen.

Reduced mass and diversity of the colonic microbiome in patients with Multiple Sclerosis and their improvement with ketogenic diet

IgG-Antikörper gegen Nahrungsmittel und andere Biomarker bei Autismus-Spektrum-Störungen (ASS)

Autismus-Spektrum-Störungen (ASS) sind derzeit auf dem Vormarsch, und betrafen im Jahr 2010 in den USA jedes 68. Kind. Gegenüber der Inzidenz aus dem Jahr 2002 ist dies ein Anstieg um 68 %. Daher versucht man seit vielen Jahren diesen überwältigenden Anstieg der ASS zu verstehen. In einer explorativen Studie an der Klinik für integrative Medizin der Universität von Kansas wurden zahlreiche Biomarker von 7 Kindern mit ASS untersucht, darunter auch IgG-Antikörper gegen Nahrungsmittel bzw. Nahrungsmittelbestandteile. Bei der Mehrzahl der Kinder wurden erhöhte IgG-Antikörper gegen Casein, Eiweiß, Eigelb und Erdnüsse festgestellt.

Die meisten Kinder hatten außerdem ein erhöhtes Kupfer:Zink-Verhältnis, zu niedrige Vitamin D-Spiegel und ein erhöhtes ω-6:ω-3-Verhältnis. Zu hohe Mengen folgender essentiellen Fettsäuren wurden gemessen: Linolsäure (LA; C18: 2W6), α-Linolensäure (ALA; C13:3W3) und Docosahexaensäure (DHA). Die Werte von Pyruvat und Laktat im Urin der Kinder waren im Normbereich. Drei der Kinder hatten jedoch zu hohe Werte bei den Entgiftungsmarkern. Abnorme Mengen an Pyroglutamat können auf eine Beeinträchtigung des Glutathionstoffwechsels und eines erschöpften Glutathionsstatus hindeuten. Einer Mehrzahl der Kinder fehlte die Glutathion-S-Transferase (GSTM Gen) am genetischen Locus 1p13.3 und 3 von 7 Kindern waren heterozygot für die Glutathion-S-Transferase I105V (GSTP1 Gen). Genetische Varianten (Polymorphismen) der mitochondrialen Superoxid-Dismutase A16V (SOD2 Gen) wurden bei der Mehrzahl der Kinder nachgewiesen, was auch zu der gestörten Entgiftung beitragen könnte. Drei von 7 Kindern hatten Auffälligkeiten bei Zitronensäure-Metabolismus, und Fettsäure-Oxidationsmarkern.
Die Ergebnisse dieser kleinen Gruppe von sieben Kindern mit ASS geben Hinweise auf das Vorhandensein von ernährungsbedingten, metabolischen und genetischen Zusammenhängen. Die Autoren sprechen sich für die Durchführung weiterer größerer Studien aus. Sicherlich werden sich daraus auch weitere interessante Erkenntnisse bezüglich IgG-vermittelter Nahrungsmittelintoleranzen ergeben.

Nutritional and Metabolic Biomarkers in Autism Spectrum Disorders: ↑ An Exploratory Study

Quecksilber-, Arsen-, Cadmium-, und Bleibelastungen bei Kindern mit autistischen Störungen

Umwelttoxine können die neuronale Entwicklung eines Kindes dramatisch verändern. Seit vielen Jahren wird darüber diskutiert, ob die erhöhte Autismus-Prävalenz mit einer Zunahme der toxischer Umweltbelastungen einhergeht. Besonders im Verdacht stehen dabei das Herbizid Glyphosat, Aluminium-Adjuvantien und polybromierte Diphenylether, die als Flammschutzmittel in vielen Kunststoffen und Textilien eingesetzt werden. Die CHARGE-Studie (Childhood Autism Risks from Genetics and Environment) wies auch einen Zusammenhang zwischen Wohnorten in der Nähe einer Autobahn und der Autismus-Prävalenz nach. Demnach ist die Luftverschmutzung ein weiterer Umwelt-Risikofaktor bei der Pathogenese von Autismus.

Die Rolle der Schwermetalle ist jedoch noch nicht vollständig geklärt. In einer kürzlich veröffentlichten Studie wurde untersucht, ob die Blutspiegel von Quecksilber, Arsen, Cadmium und Blei von 180 Kindern mit autistischen Störungen unterschiedlich sind im Vergleich zu 184 gleichaltrigen gesunden Kindern. Die Ergebnisse zeigten dass bei Kindern mit autistischen Störungen wesentlich höhere Konzentrationen an Quecksilber und Arsen vorkommen, bei einem gleichzeitig niedrigeren Gehalt an Cadmium, im Vergleich zu den gesunden Altersgenossen. Die Bleikonzentration war in beiden Gruppen etwa gleich groß. So wurde auch in dieser Studie eindeutig nachgewiesen dass eine erhöhte Quecksilberbelastung in der Pathogenese autistischer Störungen von Bedeutung ist.

Blood Mercury, Arsenic, Cadmium and Lead in Children with Autism Spectrum Disorder

Ist die Migräne eine Stoffwechselerkrankung? Umfragen unter Mitgliedern einer Facebook-Gruppe

Migräne wird als neurovaskuläre Erkrankung eingestuft und die eingesetzten Therapien bewirken eine Reduktion der Schmerzen und sonstiger Symptomatik. Allerdings ist die Migräne noch immer nicht ursächlich verstanden und daher scheitern oftmals die medizinischen Behandlungen. Neuere wissenschaftliche Ergebnisse haben gezeigt, dass genetisch bedingte metabolische Aspekte die Ursache von Migräne sein können. Eine Umstellung der Ernährung kann daher Migräneanfälle wirkungsvoll verhindern. Dabei wurde auch dokumentiert, dass die Prävention und Behandlung von Migräne ohne den Einsatz von Medikamenten möglich ist.

Daraus schließen manche Autoren dass die Migräne eigentlich eine Stoffwechselerkrankung ist. In einer Migränegruppe auf Facebook mit tausenden von Mitgliedern beteiligten sich mehrere hundert Mitglieder an wissenschaftlichen Umfragen und berichteten von ihren Erfahrungen. Die Ergebnisse zeigten, dass bestimmte genetische Mutationen, die bei Migräne-Patienten nachgewiesen wurden, zu einer hohen Empfindlichkeit gegenüber Kohlenhydraten führten und auch die Aufrechterhaltung der Elektrolyt-Homöostase beeinflussten. Migräne-Anfälle wurden vermieden, sobald die Patienten den Anteil an Kohlenhydraten in ihrer Nahrung reduzierten und gleichzeitig auch auf ihre Elektrolyte achteten (indem sie natrium- und kaliumreiche Nahrungsmittel bevorzugten), mehr Wasser tranken und den Fettanteil in ihrer Ernährung erhöhten. Die Veränderungen waren so überzeugend, dass die Patienten ermutigt wurden, auf ihre Medikation oder Neurosenstimulatoren zur verzichten. Je konsequenter die Patienten bei der Ernährungsumstellung waren, umso seltener stellten sich die Migräneanfälle ein. Manche Patienten haben mittlerweile seit drei Jahren keine Anfälle mehr, seit dem Beginn der Studie.

Migraine as a Metabolic Disease

Ernährung, IgG-basierte Eliminationsdiäten und Kopfschmerzen bzw. Migräne

Die Bedeutung der Ernährung bei der Behandlung von Kopfschmerzen ist ein umstrittenes Thema. Von einem Forscherteam an der Universität von Cincinnati (USA) wurde dieses Thema eingehend untersucht. Dabei wurden folgende Fragestellungen anhand einer Vielzahl von publizierten Studien untersucht:
•    Können bestimmte Lebensmittel oder Lebensmittelzutaten und Getränke Migräne und Kopfschmerzen verursachen?
•    Können Eliminationsdiäten Kopfschmerzen und Migräne verhindern?
•    Welche Mechanismen führen zu ernährungsbedingten Kopfschmerzen und Migräne?

Verzicht auf Koffein und die Einnahme von (in Flüssigkeit gelöstem) Glutamat waren die stärksten Auslöser für Kopfschmerzen, wie mehrere Provokationsstudien belegten. Bei Aspartam sind die Ergebnisse widersprüchlich, mit zwei positiven und zwei negativen Provokationsstudien. Beobachtungsstudien liefern begrenzte Hinweise darauf, dass gluten- und histaminhaltige Lebensmittel sowie Alkohol Kopfschmerzen auslösen können (in Untergruppen von Patienten). Zwei von drei randomisierten kontrollierten Studien berichteten, dass eine Eliminationssdiät von IgG-positiven Nahrungsmitteln signifikant die Häufigkeit von Kopfschmerzen/ Migräne während der Behandlung im Vergleich zur Baseline-Zeitspanne verringerte.

Eine Ernährung mit einem geringen Fettanteil, hohem Gehalt an Omega-3-Fettsäuren und geringem Gehalt an Omega-6-Fettsäuren verringerte die Häufigkeit von Migräneanfällen und anderen Kopfschmerzarten, wie in zwei randomisierten kontrollierten Studien gezeigt wurde. Eine ketogene Diät war effektiver als eine Standarddiät bei der Verringerung der Migräne-Häufigkeit (Nachweis durch eine einzige nicht randomisierte klinische Studie). Eine Beobachtungsstudie ergab, dass bei Personen mit Migräne mit Aura, die die C-Variante des Methylen-Tetrahydrofolat-Reduktase-Gens (MTHFR) aufweisen, der Konsum von Folsäure umgekehrt mit der Häufigkeit von Migräneattacken assoziiert war. Das Enzym MTHFR ist bei vielen Stoffwechselwegen unentbehrlich, unter anderem beim Abbau des schädlichen Homocysteins zu Methionin. Varianten und Mutationen im MTHFR-Gen können zu vermehrter, vor allem aber zu verringerter Produktion und Wirksamkeit des MTHFR-Enzyms führen.

Ernährungsbedingte Kopfschmerzen werden durch verschiedene Mechanismen ausgelöst; daran beteiligt sind Neuropeptide, Neuro-Rezeptoren und Ionenkanäle, Entzündungen, sympathisches Nervensystem, Freisetzung von Stickstoffmonoxid, Vasodilatation und zerebraler Glukosestoffwechsel.

Diet and headache: Part 1

Diet and headache: Part 2

 

Behandlung von allergischer Rhinitis und reaktivem Bronchospasmus mit Nahrungsergänzungsmitteln und Eliminierung IgG-reaktiver Lebensmittel – ein Fallbericht

Allergische Reaktionen gehören zu den häufigen gesundheitlichen Problemen, unabhängig davon, ob die Atmungsorgane betroffen sind, sie durch Lebensmittel verursacht sind oder mit dermatologischen Erscheinungen einhergehen. Patienten sind meistens auf die kontinuierliche Nutzung von Medikamenten angewiesen, wie z. B. Antihistaminika. Der Nachweis von lebensmittelspezifischem Immunglobulin G gegen Nahrungsmittel oder deren Bestandteile wird bei dieser Erkrankung jedoch kontrovers diskutiert.

Die Autoren dieses Fallberichtes beschreiben die Vorteile der Behandlung einer pädiatrischen Patientin mit natürlichen Nahrungsergänzungsmitteln und einer IgG-basierten Eliminationsdiät. Bei der Patientin handelte es sich um ein 10-jähriges kaukasisches Mädchen mit der Diagnose einer allergischer Rhinitis und reaktivem Bronchospasmus (ausgelöst durch Allergene wie Weizen, Parfum und saisonale Pollen), die am Southwest Naturopathic Medical Center (Tempe, AZ, USA) behandelt wurde. Nach dem Test auf IgE- und IgG-reaktive Lebensmittel wurde der Patientin ein Ernährungsplan verordnet um die IgG-reaktiven Nahrungsmittel zu eliminieren. Zusätzlich wurde sie mit natürlichen Nahrungsergänzungsmitteln behandelt, um ihre allergischen Reaktionen zu reduzieren.

Die Bewertung der Bronchospasmen beruhte auf der Häufigkeit von Keuchen und Engegefühl in der Brust, der Häufigkeit des Inhalator-Gebrauchs und dem Auftreten von Exazerbationen. Die Bewertung der Symptomatik beruhte auch auf den Schilderungen der Patientin bezüglich ihrer Kongestion und den Beobachtungen der Mutter im Bezug auf Symptomatik, Aufmerksamkeit und Schulleistungen. Nach nur einmonatiger Therapie wurde eine 90 %-ige Verbesserung des Hustens festgestellt; bei der nasalen Kongestion kam es zu einer 70 %-igen Verbesserung. Das Enge-Gefühl in der Brust nahm ab und es bestand keine Notwendigkeit mehr für die Verwendung von Loratadin, Diphenhydramin oder Albuterol. Bei dem Follow-up-Besuch nach acht Monaten war die nasale Kongestion gänzlich verschwunden. Dieser Fall zeigt die Wirksamkeit von Nahrungsergänzungsmitteln und einer Eliminationsdiät bei der auf IgG-reaktive Lebensmittel verzichtet wird, bei der Behandlung von pädiatrischer allergischer Rhinitis und reaktiven Bronchospasmen.

Resolution of allergic rhinitis and reactive bronchospasm with supplements and food-specific immunoglobulin G elimination: a case report ↑ weiter

 

Wirkung der Strahlung von Wi-Fi Routern und Handys auf die Freisetzung von Quecksilber aus Amalgam

Dentalamalgam besteht aus etwa 50 % elementarem Quecksilber. Trotz Bedenken über die Toxizität von Quecksilber ist Amalgam immer eines des am weitesten verbreiteten restaurativen Materials. Erstmals wurde in einer Studie der Einfluss von Signalen eines WLAN-Netzwerkes auf die Quecksilberfreisetzung aus Zahnfüllungen untersucht.

Kavitäten der Klasse V wurden auf den bukkalen Oberflächen von 20 nicht-kariösen extrahierten menschlichen Prämolaren hergestellt und anschließend mit Amalgamfüllungen versehen. Danach wurden die Zähne in einer Kochsalzlösung für 14 Tage bei 37°C aufbewahrt, um freie Reste von Amalgam auszuwaschen. Anschließend kam jeder Zahn in ein Gefäß mit künstlichem Speichel. Zehn Zähne wurden in die Nähe eines WLAN-Netzwerkes gestellt (2,4 GHz, 20 Minuten). Der Abstand zwischen dem Wi-Fi-Router und den Zahnproben betrug 30 cm und der Router tauschte Daten mit einem Laptop-Computer aus, der 20 m vom Router entfernt war. Zehn weitere „Kontroll“-Zähne wurden dieser Behandlung nicht unterzogen. Anschließend wurde die Quecksilberkonzentration in dem künstlichen Speichel gemessen. Die durchschnittliche Quecksilberkonzentration im Speichel der Zähne, die dem WLAN ausgesetzt waren, betrug 0,056 ± 0,025 mg/L. Dieser Wert war nur halb so groß (0,026 ± 0,008 mg/L) im künstlichen Speichel der „Kontroll“-Zähne die keine Strahlung erhielten.

Somit wurde bewiesen dass unter Hochfrequenzstrahlung die von herkömmlichen Wi-Fi-Geräten emittiert wird, eine erhöhte toxische Belastung durch die Freisetzung von Quecksilber aus Amalgamfüllungen erfolgen kann.

Effect of radiofrequency radiation from Wi-Fi devices on mercury release from amalgam restorations ↑ weiter

 

Fallbericht zur Heilung der Amylotrophen Lateralsklerose – Publikation aus der Zeitschrift „Complementary Medicine Research“

Lesen Sie hier den Bericht einer (aus Sicht der Autoren des Münsteraner Memorandums sicherlich „unwissenschaftlichen“) Heilung der Amylotrophen Lateralsklerose, einer schweren Erkrankung die meist innerhalb von 3 – 5 Jahren zum Tode führt. Bei einem 49-jährigen männlichen Patienten mit Muskelschwäche in den Extremitäten und Faszikulationen wurde eine progressive Muskelatrophie, einer Variante von ALS, diagnostiziert. Eine umfangreiche Zahn- und Kiefersanierung wurde durchgeführt. Schwermetalle wurden ausgeleitet, der Patient erhielt Vitamine und Spurenelemente und ernährte sich vegetarisch. Nach 1,5 Jahren fanden sich in der EMG keine ALS-typischen Befunde mehr, im Verlauf von 3 Jahren gesundete der Patient völlig.
Dieser Fall wurde in der Zeitschrift „Complementary Medicine Research“ veröffentlicht.
Lesen Sie bitte mehr

Zu Ihrer Information:
Die Fachzeitschrift “Complementary Medicine Research” ist eine internationale Zeitschrift deren Ziel darin besteht, die Kluft zwischen Schulmedizin und komplementärer/ alternativer Medizin auf eine solide wissenschaftliche Weise zu überbrücken und ihre gegenseitige Integration zu fördern. Dementsprechend kooperieren Experten der konventionellen Medizin und der komplementären/ alternativen Medizin bei der Redaktion der Zeitschrift. Wissenschaftliche Fachartikel werden erst nach einem rigorosen Peer-Review-Verfahren (Kreuzgutachten, d. h. kritische Begutachtung durch Fachkollegen) akzeptiert und publiziert, um einen hohen Standard an wissenschaftlicher Qualität zu gewährleisten.  
Complementary Medicine Research

Das Münsteraner Memorandum

Im Münsteraner Memorandum heißt es mitunter: „…Wenn hingegen Add-on-Heilpraktiker und Ärzte Alternative Medizin anbieten, tun sie dies zwar vor dem Hintergrund akademischen Fachwissens, sie blenden ihr Fachwissen beim Thema alternative Medizin aber offenbar erfolgreich aus. Ob Heilpraktiker oder aber Ärzte alternative Medizin anbieten, macht auch insofern keinen Unterschied, als es aus unserer Sicht ethisch illegitim ist, absehbar unterlegene bis unwirksame Verfahren zu verabreichen…“
Wortlaut und Argumentation des Münsteraner Memorandums Heilpraktiker vom 21.8.2017 können Sie hier nachlesen:
Münsteraner Memorandum Heilpraktiker

Den Kommentar derartiger, aus unserer Sicht, verächtlicher und respektloser Behauptungen möchten wir an dieser Stelle nicht weiter ausführen, zumal die Intention unserer Newsletter darin besteht, Ihnen wissenschaftlich fundierte und dokumentierte Neuigkeiten aus der komplementären und alternativen Medizin zur Verfügung zu stellen.
Die Petition gegen das Münsteraner Memorandum „Für den uneingeschränkten Erhalt des freien Berufes des Heilpraktikers“ können Sie ↑ hier unterzeichnen.

Komplementäre und alternative Medizin in Europa – das Projekt CAMbrella

Das Kompetenzzentrum für Komplementärmedizin und Naturheilkunde (KoKoNat, Klinikum rechts der Isar, TU München) koordinierte das EU-Projekt CAMbrella, zum Aufbau eines Netzwerkes verschiedener europäischer Forschungseinrichtungen im Bereich der Komplementärmedizin und zur Förderung der internationalen Kooperation.
CAMbrella – lesen Sie bitte mehr

In verschiedenen Arbeitsgruppen befasste man sich u. a. mit den rechtlichen Voraussetzungen für die Anwendung naturheilkundlicher Verfahren, den Bedürfnissen seitens der Patienten, dem Stellenwert dieser Verfahren im Versorgungssystem sowie mit forschungsmethodischen Fragen. Dadurch wurde ein umfassendes Bild der aktuellen Situation der Komplementärmedizin in Europa erstellt und in zahlreiche Publikationen dokumentiert, welches als Ausgangspunkt für künftige Entscheidungen und Forschungsaktivitäten dienen soll.
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Was sagt die Weltgesundheitsorganisation zur Bedeutung von traditioneller bzw. komplementärer und alternativer Medizin?

Die komplementäre und alternative Medizin ist ein wichtiger und oft unterschätzter Teil der Gesundheitsversorgung, der in fast allen Ländern der Welt vorkommt – mit steigender Nachfrage. Alternative Medizin, von bewährter Qualität, Sicherheit und Wirksamkeit trägt dazu bei, dass alle Menschen Zugang zu gesundheitlicher Versorgung haben. Viele Länder erkennen jetzt die Notwendigkeit, einen zusammenhängenden und integrativen Ansatz für die Gesundheitsversorgung zu entwickeln. Dazu wurde 2013 von der WHO eine globale Strategie zur traditionellen Medizin für die Jahre 2014 – 2023 veröffentlicht.
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Die WHO-Strategie zur traditionellen Medizin soll eine Richtlinie sein, die Länder bei der Integration derartiger Ansätze in das Gesundheitssystem unterstützt. Der sichere und effiziente Einsatz derartiger Methoden soll gefördert und gewährleistet werden, indem alle Staaten über die gesetzlichen Vorgaben und Integration von Therapeuten, Methoden und Produkte in die jeweiligen Gesundheitssysteme entscheiden.

Eliminationsdiäten basierend auf IgG-Titern werden in der deutschen S3-Leitlinie zum Reizdarmsyndrom positiv bewertet

Die Naturheilkunde strebt danach, in einem multimodalen Therapieansatz gesundheitsfördernde Elemente in den Alltag von Patienten zu integrieren. Zur Behandlung des Reizdarmsyndroms (RDS) spricht sich die die erste deutsche S3-Leitlinie zum Reizdarmsyndrom (Gemeinsame Leitlinie der Deutschen Gesellschaft für Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten (DGVS) und der Deutschen Gesellschaft für Neurogastroenterologie und Motilität (DGNM) deutlich für den Einsatz komplementärmedizinischer Verfahren aus, selbst wenn die Evidenz im Einzelfall noch nicht ausreichend bzw. eindeutig ist. Es besteht Konsens darin, dass bei anamnestischen Hinweisen auf eine Nahrungsmittelunverträglichkeit eine gezielte Eliminationsdiät erfolgen sollte.

Dazu wurde folgender Kommentar von den Verfassern der Leitlinie gemacht:
 „…dieses Statement zielt auf Patienten ab, die Nahrungsmittelunverträglichkeiten überzeugend und wiederholt angeben, ohne dass eine Nahrungsmittelallergie, eine Kohlenhydratmalabsorption oder eine Zöliakie nach anerkannten diagnostischen Kriterien nachgewiesen werden konnte. Dazu gehören auch Patienten mit RDS, die gleichzeitig deutlich erhöhte Serum-Titer von IgG gegen Nahrungsproteine aufweisen. Diese Konstellation wird beobachtet, weil viele Betroffene aus eigenem Antrieb eine „IgG-Diagnostik“ initiieren. In diesen Fällen kann, insbesondere wenn die Symptomatik nicht auf die etablierte Pharmakotherapie anspricht, für einen begrenzten Zeitraum die Elimination von Nahrungsmitteln, die zu erhöhten IgG-Titern führen, versucht werden. Dies sollte allerdings nur bei dauerhaftem Therapieansprechen fortgeführt werden. Hintergrund für diesen Hinweis ist eine gewisse Studienlage, die für eine Besserung der RDS-Symptomatik nach Elimination von Nahrungsmitteln, für die hohe IgG-Titer gemessen wurden, spricht. Beispielsweise wurden in einer unkontrollierten Kohorten-Studie an 25 Patienten mit RDS Nahrungsmittel mit einem IgG-4-Titer > 250 µg/l eliminiert. Nach 3 und 6 Monaten zeigte sich eine signifikante Besserung der Abdominalbeschwerden unter Einschluss des Schmerzes. Dies wurde in neueren Studien bestätigt: In einer Pilotstudie an 20 Patienten, die auf eine Pharmakotherapie refraktär waren, wurden auf der Basis von IgG-Ak Nahrungsmittel eliminiert und eine Rotationsdiät durchgeführt. Es zeigte sich eine nachhaltige Besserung der Reizdarmsymptomatik über 1 Jahr. In einer Fallkontrollstudie an 58 therapierefraktären Patienten mit RDS wurden 36 Patienten einer Fastentherapie, 22 einer Pharmakotherapie plus Psychotherapie zugeführt. Die Fastentherapie führte zu einem besseren symptomatischen Ergebnis. Hintergrund des Benefits von Eliminationsdiäten basierend auf IgG-Titern ist weniger wahrscheinlich ein allergisch/ immunologischer Mechanismus wie bei der Nahrungsmittelallergie, sondern eher eine gestörte Darmbarriere, die zu einem Anstieg von IgG-Ak gegen Nahrungsproteine führen kann. Bei Fortsetzung der Therapie wegen guten klinischen Ansprechens muss eine Mangelernährung im Verlauf ausgeschlossen werden. Dies bedeutet nicht, dass es eine Empfehlung gibt für die Messung von IgG bzw. IgG4 bei Erwachsenen mit RDS und V. a. Nahrungsmittelunverträglichkeit. Im Gegenteil, die allergologischen Fachgesellschaften auf nationaler und europäischer Ebene lehnen eine Empfehlung solcher Diagnostik nach dem aktuellen Stand des Wissens explizit ab, was nicht verhindert, dass Betroffene aus eigenem Antrieb eine solche Diagnostik initiieren und danach häufig eine Stellungnahme des Arztes erwarten…“

Quelle: S3-Leitlinie Reizdarmsyndrom: Definition, Pathophysiologie, Diagnostik und Therapie. Gemeinsame Leitlinie der Deutschen Gesellschaft für Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten (DGVS) und der Deutschen Gesellschaft für Neurogastroenterologie und Motilität (DGNM) ↑ weiter

Hormonelle Schadstoffe können zu Fettleibigkeit und Diabetes führen

In Alltagsprodukten wie Plastikspielzeug, Elektrogeräten, PVC-Böden und Konservendosen stecken viele gefährliche Chemikalien. Sie kommen über die Atemluft, die Haut oder die Nahrung in den Körper.

QUELLE: bund.net
Lesen Sie mehr dazu auf der Webseite des BUND. ↑ weiter

Hormonell wirksame Schadstoffe

Gender bending chemicals

Bericht über ein eigentlich bekanntes Thema, nämlich hormonell wirkende Schadstoffe also Xenoöstogene, Phtalate, Bisphenol, Pillenrückstände etc. und die Auswirkungen davon: The disappearing male.

Die "künstlichen Hormonstörer" sind leider überall (Pestizide, Duftstoffe, Plastebestandteile). Der Schaden, den sie besonders bei der männlichen Bevölkerung anrichten – auch bei Feten und männlichen Babies – ist immens. Nur anekdotisch sei erwähnt, dass ursprünglich 60 Mio. Spermien / ml Ejakulat die Norm waren, jetzt sind wir bei Norm 20 Mio. mit der Überlegung, das auf 10 Mio. zu reduzieren. Von steigenden Krebsraten ganz  zu schweigen (auf Englisch): ↑ weiter

IgG-basierte Eliminationsdiät zur Gewichtsreduktion bei Patienten, die durch eine herkömmliche Diät kein Gewicht verlieren

Die Zahl der fettleibigen Menschen steigt weltweit und mittlerweile wurden die Maßnahmen gegen Adipositas für gescheitert erklärt. Ein härteres Durchgreifen ist dringend notwendig, denn der Kampf gegen Übergewicht kommt nur langsam voran. Auch die Zahl der übergewichtigen Kinder ist in den vergangenen 30 Jahren drastisch angestiegen. Kinder in den USA wiegen im Durchschnitt fünf Kilogramm mehr als ihre Altersgenossen vor dreißig Jahren, sie nehmen täglich 200 Kilokalorien mehr zu sich. Übergewicht und Fettleibigkeit bergen eine enorme Belastung der Gesundheitsausgaben für die Gesellschaft, zumal es sich um einen erheblichen Risikofaktor für viele chronische Krankheiten handelt, z. B. Herz-Kreislauf-, Verdauungs-, Atmungs- und Hormonsystems (z. B. Bluthochdruck, Typ-II-Diabetes mellitus, koronare Herzkrankheit, Osteoarthritis, Gallenblasenstörungen, Reflux, Krebs (Brust-, Prostata-, Dickdarm-, Endometrium, etc.), Schlafapnoe und Krankheiten, die mit respiratorischer Insuffizienz zusammenhängen). Fettleibigkeit steht ursächlich im Zusammenhang mit niedriggradigen chronisch-inflammatorischen Reaktionen im weißen Fettgewebe, die mit der Aktivierung des Immunsystems einhergehen. Lebensmittel-Intoleranz ist möglicherweise auch der Grund dafür, weshalb manche Patienten mit einer üblichen Diät nur wenig Gewicht verlieren können.

In der Studie von Onmus et al. (2016) mit 82 Patienten (18 bis 65 Jahre, BMI ≥ 25) wurde der Frage nachgegangen, ob eine IgG-basierte Eliminationsdiät den Gewichtsverlust bei übergewichtigen Patienten unterstützt, die durch eine konventionelle Kalorienrestriktions-Diät kein Gewicht verlieren konnten. Bei allen Patienten wurde ein IgG-basierter Lebensmitteltoleranztest durchgeführt. Die Hälfte der Patienten erhielten danach eine Eliminationsdiät, die auf den festgestellten Nahrungsmittelunverträglichkeiten beruhte, während sich die andere Hälfte der Patienten an ihre konventionelle Diät hielt, in Kombination mit körperlicher Aktivität. Alle Patienten wurden von einem Ernährungsberater unterstützt. Die Ergebnisse wurden nach 6-monatiger Diät erfasst.

Ergebnisse:
Durchschnittswerte von 42 Patienten die eine IgG-basierte Eliminationsdiät erhielten (nach 6 Monaten):
Gewichtsverlust:     – 8,5 kg
Fettverlust:     – 4,9 kg
BMI:         – 2,8
Triglyzeride:     – 28 mg/dl

Durchschnittswerte von 40 Patienten die eine konventionelle kalorienreduzierte Diät erhielten (nach 6 Monaten):
Gewichtsverlust:     – 0,8 kg
Fettverlust:     – 0,5 kg
BMI:     – 0,7
Triglyzeride:     – 7 mg/dl

Somit wurde in dieser Studie gezeigt, dass Übergewichtige, die durch eine kalorienreduzierte Diät nicht Gewicht verlieren können, durch eine IgG-basierte Eliminationsdiät sowohl Fett als auch Gewicht verlieren. Dabei wurde auch der Triglyceridspiegel signifikant reduziert.

Quelle:
Onmus, Meltem Yaman, Elif Cakirca Avcu, and Ali Saklamaz. 2016. “The Effect of Elimination Diet on Weight and Metabolic Parameters of Overweight or Obese Patients Who Have Food Intolerance.” Journal of Food and Nutrition Research 4(1):1–5.

Zur ausführlichen Studie (auf Englisch):
http://pubs.sciepub.com/jfnr/4/1/1

Giftige Kosmetik – Chemie, die unter die Haut geht

Baden-Baden (ots) – Ob Creme, Shampoo, Duschgel, Bodylotion oder Puder und Mascara: In der Annahme sich etwas Gutes zu tun, gepflegt auszusehen und sich zu verwöhnen, trägt man täglich die verschiedensten Mittel auf die Haut auf. Doch viele Produkte enthalten endokrine Disruptoren, giftige Chemikalien, die die Industrie auch vielen Cremes beimischt, zum Beispiel als Konservierungsstoffe, UV-Filter oder UV-Absorber. ↑ weiter

Omega-3 essenziell für die Entwicklung des Gehirns bei Kindern

Die Forschung über Omega-3 in der Schwangerschaft und bei Neugeborenen wurde von der Bill & Melinda Gates Foundation gefördert, veröffentlicht im Journal der Federation of American Societies for Experimental Biology (FASEB) im letzten Monat. Die Studie konkludierte, dass Omega-3 Supplemente in der Schwangerschaft und bei Neugeborenen das neurale System des Kindes verbesserten (in Englisch). ↑ weiter

Omega-3-Fettsäuren wirken nachweislich positiv auf das alternde Gehirn

In der 6-monatigen Studie der Charité Berlin wurden die Effekte von Omega-3 Fettsäuren auf die Erinnerungsfähigkeit von gesunden älteren Menschen untersucht. Die Ergebnisse waren so positiv signifikant und eindeutig, dass die Zusammenfassung der Studie natürliche Omega-3 Fettsäuren für die Vorbeugung von Alzheimer-Demenz empfiehlt. ↑ weiter

Fischöl beugt Psychosen vor

Wien – Fischöl-Kapseln mit Omega-3-Fettsäuren haben möglicherweise eine vorbeugende Wirkung gegen die Schizophrenie. In einer randomisierten Studie in den Archives of General Psychiatry (2010; 67: 146-154) wurde in einer Hoch-Risiko-Gruppe das Risiko einer manifesten Psychose deutlich vermindert. ↑ weiter

Wirkung der Omega-3-Fettsäuren bei Depressionen alleine und als Ergänzung zu Antidepressiva sinnvoll

Eine Metanalyse der Universität Amsterdam hat unter 1.955 untersuchten Studien 13 taugliche gefunden, die mit ausreichend hohen Omega-3-Fettsäuredosierungen und Laboruntersuchungen die Wirkung im Hinblick auf Depressionen belegen konnten. Immerhin beträgt die Gruppe der untersuchten Probanden 1.233 Personen, so dass die Statistik hier doch aussagekräftig sein dürfte. Die Wirkung kommt den Antidepressiva gleich, eine Kombination ermöglicht noch eine Steigerung und aufmerksame Leser wissen schon, dass man das Ergebnis mit optimierten Vitamin-D-Spiegeln noch einmal verbessern kann. Veröffentlicht wurde es in der Translational Psychiatry (Studien auf Englisch).

Studie 1
Studie 2
Studie 3

Omega-3 fatty acids

No type of fat has been getting more recent publicity than omega-3s, and you're very likely to have seen TV ads or heard radio infomercials about this unique type of fat. However, much of the omega-3 publicity you've heard has probably been focused on dietary supplements rather than food. In this profile, we'll provide you with a fresh look at omega-3s from the perspective of food and the best ways to balance your meal plan for strong omega-3 support. ↑ weiter

Omega-3-Fettsäuren schützen das Herzgewebe nach einem Herzinfarkt

Viele meinen, das Leben nach einem Herzinfarkt sei beschwerlich und voller gesundheitlicher Probleme, aber wie eine neue Studie des American College of Cardiology (ACC) zeigt, muss das nicht unbedingt stimmen. Wie die Studie ergab, trägt die Einnahme von Omega-3-Fettsäuren zum Erhalt der Herzgesundheit bei. ↑ weiter

Omega-3-Fette können Schlaganfall-Schäden signifikant reduzieren Verbesserte Gehirnfunktion bei Erwachsenen und Kindern mit Omega-3-Ergänzung

Neue Nachweise zeigen, dass die mehrfach ungesättigten Omega-3-Fettsäuren (PUFAs) namens DHA und EPA, die man in Meerestieren und Fischölen findet, die Schäden nach einem Schlaganfall in einem Maus-Modell deutlich reduzieren können, wenn sie direkt danach verabreicht werden. Darüber hinaus demonstrieren DHA und eine weitere PUFA einen positiven Effekt auf die neurokognitiven Funktionen bei Kindern. Diese Ergebnisse und noch weitere wurden vom 29. bis 30. Juni auf dem 11. Kongress der International Society for the Study of Fatty Acids and Lipids (ISSFAL; Internationale Gesellschaft zur Erforschung von Fettsäuren und Lipiden) in Stockholm präsentiert. ↑ weiter

Weniger Vitamin D – mehr Stressfrakturen? US-Forscher empfehlen vor allem Sportlern die Supplementierung

Wissenschaftler entdecken immer mehr Erkrankungen, die als mögliche Folgen eines Vitamin-D-Mangels auftreten können. Jetzt haben US-Forscher herausgefunden, dass ein Defizit des fettlöslichen Sonnen-Vitamins bei aktiven Menschen eventuell Ermüdungsbrüche fördern kann. Einen Hinweis darauf ergab ihre retrospektive Kohortenstudie, bei der ein Großteil von Patienten mit diesen Stressfrakturen Serum-Vitamin-D-Spiegel unter 40 ng/ml aufwies [1]. ↑ weiter

Hochdosis-Vitamin D bei Stressfrakturen?

J.R. Miller et al. untersuchten retrospektiv die Vitamin D-Konzentrationen im Blut von 53 Patienten in einem Zeitfenster bis zu 3 Monaten nach erlittener Stressfraktur und fanden bei 44 von ihnen (83%) Werte unter 40 ng/ml. Sie empfehlen, Patienten mit Stressfrakturen und einem Vitamin D-Spiegel <35 ng/ml während der 1 bis 2-monatigen Knochenheilungsphase wöchentlich 50 000 IE Vitamin D zu geben (1). Miller, Gelenk- und Fußchirurg am Orthopädischen Zentrum von Pennsylvanien, USA, rät darüber hinaus, zur Vorbeugung von Ermüdungsbrüchen speziell bei körperlich aktiven Menschen, etwa (Ausdauer)-Sportlern, oder auch Älteren mit lediglich Alltagsbelastungen eine Vitamin-D-Konzentration im Blut von >40 ng/ml, gegebenenfalls durch Supplemente, anzustreben. Andreas Kurth, Orthopäde und Vorsitzender der Dachverbandes Osteologie (DVO), kritisiert diesen Grenzwert von 40 ng/ml und bezeichnet ihn als völlig willkürlich. ↑ weiter

Typ 1-Diabetes: Algenpolymer verspricht ein halbes Jahr ohne Insulininjektionen

Cambridge – US-Bioingenieure haben ein Polymer gefunden, das Inselzellen nach einer Transplantation vor den Angriffen des Immunsystems schützt, ohne durch eine Fremdkörperreaktion eingemauert zu werden. Das in Nature Biotechnology (2016; doi:10.1038/nbt.3462) beschriebene Polymer hat laut einer Studie in Nature Medicine (2016; doi:10.1038/nm.4030) bei Mäusen die Funktion der Inselzellen bis zur Explan­tation nach 174 Tagen aufrechterhalten. ↑ weiter

Obst könnte vor erektiler Dysfunktion schützen

Boston – Der häufige Verzehr von flavonoidhaltigen Früchten könnte Männer im Alter vor einer erektilen Dysfunktion bewahren. Dies zeigt die Auswertung einer prospektiven Beobachtungsstudie im American Journal of Clinical Nutrition (2016; doi: 10.3945/ajcn.115.122010), in der die Kombination mit sportlicher Aktivität die Assoziation noch einmal verstärkte. ↑ weiter

Sport führt zu Anstieg entzündungshemmender Immunzellen

Forscher der Deutsche Sporthochschule Köln und der Uniklinik Köln (Klinik I für Innere Medizin) konnten nachweisen, dass intensive, regelmäßige sportliche Betätigung zu einem Anstieg von entzündungshemmenden Immunzellen, den sogenannten regulatorischen T-Zellen führt. Im Rahmen der Studie untersuchten sie Blutproben von jungen Eliteathleten – unter anderem auch der deutschen Hockey-Olympiamannschaft – und verglichen diese mit Proben von jungen und gesunden, aber untrainierten Probanden. Die Analyse der Daten ergab, dass die Frequenz der regulatorischen T-Zellen in Abhängigkeit von der körperlichen Fitness der Probanden zunahm. Diese Ergebnisse legen den Schluss nahe, dass körperliche Aktivität durch eine Steigerung regulatorischer T-Zellen entzündungshemmende Effekte erzielt. ↑ weiter

DNA-Zytometrie – Eine umstrittene prognostische Methode?

Im BPS-Magazin 1/2008 angekündigt und jetzt veröffentlicht – der Bericht über eine gemeinsame Aktion von sechs an Prostatakrebs erkrankten Männern. Sie unterzogen sich einer Feinnadelaspirationsbiopsie (FNAB), durchgeführt von Dr. Herbert Bliemeister, Urologe. Biopsiert wurde mit jeweils 3 oder auch 4 Einstichen und fächerförmiger Punktatgewinnung… ↑ weiter

Impfstoff gegen Gebärmutterhalskrebs – Marketing um jeden Preis

Mit einer ebenso subtilen wie agressiven Kampagne haben die Pharmafirmen ihre Impfstoffe in den Markt gedrückt

Deutschlands Gesundheitswissenschaften sind weiblich. Mehr als 90 % der Studierenden im Fach Public Health sind Frauen. So fiel der Herr in Schlips und Kragen auf, der sich in der Fachhochschule Fulda unter die Studentinnen gemischt hatte… ↑ weiter

Das Gen, das die Lebensuhr zurückdreht

Max-Planck-Forschern ist es gelungen, Körperzellen mit einem einzigen Faktor in pluripotente Zellen zu verwandeln

Früher war die Sache ein klarer Fall: Sobald ein Mensch geboren ist, gibt es kein Zurück. Ob Leber, Muskel oder Haut – keine Körperzelle, so schien es, kann je wieder etwas anderes werden als sie ist…

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Vitamin B3-Derivat beugt Hautkrebs in Studie vor

Sydney – Die Einnahme von Nicotinamid, dem Amid der Nicotinsäure (Niacin, Vitamin B3), hat in einer randomisierten klinischen Studie die Häufigkeit von nicht-melanotischen Hauttumoren und aktinischen Keratosen vermindert. Das rezeptfreie Mittel erwies sich der Publikation im New England Journal of Medicine (2015; 373: 1618-1626) zufolge als gut verträglich. ↑ weiter

Multiple Sklerose: Der Kot ist aus dem Lot

Es ist weiterhin unklar, welche Ereignisse zur MS-Genese führen. Umweltfaktoren und genetische Prädisposition scheinen jedoch eine Rolle zu spielen. Nun richtet sich das Auge der Forscher auf den Darm: Dessen Bakteriengemeinschaft könnte als MS-Trigger fungieren. ↑ weiter

Mitochondrien: Fettsäure erhöht Leistungsfähigkeit

Neuer biologischer Signalweg entdeckt – Grundlage für neue Therapien

Heidelberg (pte020/28.07.2015/13:30) – Forscher des Deutschen Krebsforschungszentrums http://dkfz.de haben einen neuen Signalweg entdeckt, der die Funktion der Mitochondrien, die Kraftwerke der Zelle, steuert. Die Schlüsselrolle dabei spielt eine Fettsäure. In Experimenten mit Fliegen, die aufgrund eines Mitochondrien-Defekts an Parkinson-artigen Symptomen leiden, verbesserte diese als Futterzusatz die Krankheitssymptome. ↑ weiter

Darmflora gegen Asthma

Das Atmen fällt schwer: Asthma ist eine der häufigsten chronischen Erkrankungen bei Kindern der westlichen Industrieländer. Jetzt haben Forscher jedoch eine ermutigende Entdeckung gemacht: Möglicherweise kann das Verabreichen von bloß vier Gattungen von Darmbakterien dazu beitragen, Kinder vor Asthma zu schützen. Denn wenn diese Mikroben einem Säugling in den ersten drei Lebensmonaten fehlen, dann steigt sein späteres Asthmarisiko deutlich an, wie ihre Studie belegt. Im Tierversuch hat die "Bakterienimpfung" gegen Asthma schon funktioniert. Jetzt muss getestet werden, ob das auch beim Menschen klappt. ↑ weiter

Neue Studie überrascht Allergologen

Berlin – Die Ergebnisse der sogenannten LEAP-Studie („Learning Early About Peanut“) stellen Routinen in der Allergologie infrage. Darauf hat die Gesellschaft für Pädiatrische Allergologie und Umweltmedizin (GPA) hingewiesen.
 
Über Jahrzehnte hinweg lautete die Empfehlung von Allergologen, hoch allergie­aus­lösende Nahrungsmittel wie Erdnüsse zur Vorbeugung von Nahrungsmittelallergien zu meiden. Die Empfehlung galt besonders für Säuglinge und Kinder mit einem erhöhten familiären Allergierisiko. Die Studie zeigte nun, dass die frühe Einführung von Erdnüssen in die Säuglingsernährung zwischen dem vollendeten vierten und elften Lebensmonat zu einer deutlichen Reduzierung der Häufigkeit von Erdnussallergien führen kann. ↑ weiter

Molekulare Andockstelle eines Bakteriengifts identifiziert

Das Darmbakterium Clostridium difficile kann mithilfe seiner Giftstoffe schwere Durchfälle und lebensbedrohliche Darmentzündungen hervorrufen. Die Freiburger Pharmakologen und Toxikologen Prof. Dr. Dr. Klaus Aktories und Privatdozent Dr. Panagiotis Papatheodorou haben die molekulare Andockstelle identifiziert, die dafür verantwortlich ist, dass ein bestimmtes C. difficile-Toxin an seinen Rezeptor auf der Membran von Zellen der Darmschleimhaut bindet. Der Rezeptor befördert den Giftstoff wie ein Fahrstuhl ins Zellinnere, wo das Toxin seine tödliche Wirkung entfaltet. "Bakterien werden zunehmend resistent gegenüber Antibiotika. Neue Therapiekonzepte sind daher erforderlich, die nicht mehr primär auf die Bakterien ausgerichtet sind", sagt Aktories. "Das Ziel sollte zukünftig sein, zusätzlich das toxische Potenzial ihrer Giftstoffe zu reduzieren." Die Forschungsergebnisse haben die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in der Fachzeitschrift Journal of Biological Chemistry veröffentlicht. ↑ weiter

 

Fettleibigkeit: Chronische Dünndarm-Entzündung und Kolonisierung des Jejunum-Epithels durch T-Zellen

Forscher haben nachgewiesen, dass schwere Adipositas mit Entzündungen des Dünndarms und einer Stärkung der Immunabwehr in diesem Bereich einhergehen, wodurch sich die Krankheit verschlimmert. Die Forscher haben Jejunum-Proben von 185 Patienten mit schwerer Adipositas und von 33 Personen mit Normalgewicht studiert. Das Jejunum ist ein Teil des Dünndarms, der eine wichtige Rolle bei der Aufnahme von Lipiden und Kohlenhydraten spielt. ↑ weiter

Darmbakterien kooperieren, wenn das Leben hart wird

Forscher des Luxembourg Centre for Systems Biomedicine (LCSB) der Universität Luxemburg haben mit Hilfe von Computer-Modellierungen herausgefunden, wie Darmbakterien auf Veränderungen in ihrer Umgebung – etwa Abnahme des Sauerstoffgehalts oder des Nahrungsangebots – reagieren: Mikroorganismen, die sonst konkurrieren oder sich sogar gegenseitig verdrängen, können unter veränderten Lebensbedingungen auf einen kooperativen Lebensstil umschalten: Sie produzieren dann Substanzen, die anderen Arten das Leben erleichtern und ihnen sogar beim Überleben helfen. So stabilisiert sich die gesamte Lebensgemeinschaft – und passt sich gemeinsam erfolgreich der neuen Situation an. ↑ weiter

Aminosäure hilft bei Karies und Zahnfleischbluten

Proteinogenes L-Arginin stoppt Entwicklung von Zahnbelag nachhaltig

Ann Arbor (pte003/08.05.2015/06:10) – Die in vielen Lebensmitteln natürlich vorkommende Aminosäure könnte Millionen von Menschen dabei helfen, Karies oder Zahnfleischkrankheiten zu vermeiden, wie Forscher der University of Michigan http://umich.edu herausgefunden haben. Obwohl noch einige Versuche und Studien notwendig und geplant sind, geben sich die Wissenschaftler zuversichtlich. ↑ weiter

 

Unser Ur-Urahn war ein Archaeon

Alle unsere Zellen sind nach dem gleichen Prinzip aufgebaut: Sie besitzen einen Zellkern und verschiedene Organellen, die jeweils verschiedene Zellprozesse übernehmen. Wie aber diese eukaryotischen Zellen einst entstanden sind und wer ihre Vorfahren waren, ist rätselhaft. Jetzt jedoch liefert ein Überraschungsfund aus der Tiefsee mögliche Antworten. An einem unterseeischen Schlot entdeckten Forscher Organismen, die die nächsten Verwandten aller Eukaryoten sind. Es handelt sich um winzige Einzeller aus der Domäne der Archaea. ↑ weiter

Mikrobiom: Artenreichtum dank Isolation

Der Mensch teilt seinen Körper mit einem Kollektiv kleinster Lebewesen. Die Mikroben-WG des modernen Weltbürgers ist jedoch vergleichsweise klein. Unsere Vorfahren beherbergten wohl weitaus mehr Bakterienarten, wie nun ein Blick in das Mikrobiom von seit Jahrtausenden isoliert lebenden Indianern zeigt. ↑ weiter

Zusammenhang Autismus, Darmflora und Ernährung

Am Freitag, dem 28.3.2015 abends gab es auf Arte einen wirklich interessanten Bericht über die Zusammenhänge von Autismus, Darmflora und Ernährung. Es geht um die Veränderung der Darmflora nach Antibiose, Clostridien, Propionsäure und deren Wirkung im Gehirnstoffwechsel, Probiotika, milch-, gluten- und maisfreie/  sojafreie Ernährung und dass es den Kindern damit besser geht.

Es kommen die Mütter betroffener Kinder, kanadische, schwedische, norwegische und englische Forscher zu Wort. Die Botschaft ist, dass Autismus nicht mehr nur als unheilbare Störung des Nervensystems betrachtet werden darf, sondern mit richtiger Ernährung und Behandlung durchaus veränderbar bis heilbar ist.

Entweder auf Arte Mediathek oder nebenstehender Link. ↑ weiter

Liebe Grüße
Christine A.

Neonicotinoide

Einige Pestizide, insbesondere Imidachloprid, Tiamethoxam oder Clothianidin aus der Gruppe der Neonicotinoide sollen maßgeblich zum Bienensterben beitragen und töten auch andere Nützlinge. ↑ weiter

Das entsprechende Video kann man sich hier ansehen. ↑ weiter

Oder hier der Link zum runterladen und speichern. ↑ weiter

Hör‘ auf deinen Bauch

Neue Forschungen zeigen: Die Bakterien im menschlichen Darm bestimmen unser Leben mit. Sie können dick oder schlank machen, beeinflussen Gesundheit und Psyche.
So nutzen wir die heimlichen Herrscher für uns. ↑ weiter

Anmerkung

Die folgende Information ist nicht Teil obiger Publikation.

Im Rahmen der Cellsymbiosistherapie® nach Dr. med. Heinrich Kremer werden u. a. Darmbakterien seit 2004 labordokumentiert eingesetzt als einer der Bestandteile dieses aus meiner Beobachtung heraus oftmals erfolgreichen multikausalen Diagnose- und Therapiekonzepts.
Zahlreiche dieser Behandlungserfolge werden mittels Behandlungsdokumentationen und im Rahmen einer mittlerweile über 10-jährigen Multi-Praxisstudie erfasst.
Von Beginn an war es das Ziel der CST u. a. ein nicht-toxisches, ethisches, ökonomisches, ökologisches wie therapeutisch nachhaltig effizientes Diagnose- und Therapiekonzept zu entwickeln.

Weitere Informationen zu den ernährungsadjuvant eingesetzten Darmbakterien finden Sie ↑ hier und ↑ hier.

Nähere Informationen dazu finden Sie in der „Bibliothek“ dieser Webseite in den Publikationen „Ralf Meyer, ↑ Chronisch gesund – Prinzipien einer Gesundheitspraxiserhalten, das Originalkonzept der Cellsymbiosistherapie® nach Dr. med. Heinrich Kremer und labordokumentierte Langzeitbehandlungsberichte Cellsymbiosistherapie® nach Dr. med. Heinrich Kremer, Ergebnisse einer 10-Jahres-Multipraxisstudie, ↑ Band 1 und 2.

Der Darm denkt mit: Intelligenter durch Bacteroides

Hannover – Die Redewendung „eine Entscheidung aus dem Bauch heraus treffen“ könnte durch Studienergebnisse des neu geschaffenen Max-Planck-Instituts für gastrointestinale Kybernetik in Hannover eine neue Bedeutung erlangen. Die Forscher haben bei Darmbakterien Synapsen-ähnliche Verbindungen entdeckt, die neuronale Netzwerke ausbilden. Epidemiologische Studien zeigen, dass die Zusammensetzung der Darmflora den Intelligenzquotienten beeinflussen kann. ↑ weiter

Anmerkung

Die folgende Information ist nicht Teil obiger Publikation.

Im Rahmen der Cellsymbiosistherapie® nach Dr. med. Heinrich Kremer werden u.a. Darmbakterien seit 2004 labordokumentiert eingesetzt als einer der Bestandteile dieses aus meiner Beobachtung heraus oftmals erfolgreichen multikausalen Diagnose- und Therapiekonzepts.
Zahlreiche dieser Behandlungserfolge werden mittels Behandlungsdokumentationen und im Rahmen einer mittlerweile über 10-jährigen Multi-Praxisstudie erfasst.

Von Beginn an war es das Ziel der CST u. a. ein nicht-toxisches, ethisches, ökonomisches, ökologisches wie therapeutisch nachhaltig effizientes Diagnose- und Therapiekonzept zu entwickeln.

Weitere Informationen zu den ernährungsadjuvant eingesetzten Darmbakterien finden Sie ↑ hier und ↑ hier.

Nähere Informationen dazu finden Sie in der „Bibliothek“ dieser Webseite in den Publikationen „Ralf Meyer, ↑ Chronisch gesund – Prinzipien einer Gesundheitspraxiserhalten, das Originalkonzept der Cellsymbiosistherapie® nach Dr. med. Heinrich Kremer und labordokumentierte Langzeitbehandlungsberichte Cellsymbiosistherapie® nach Dr. med. Heinrich Kremer, Ergebnisse einer 10-Jahres-Multipraxisstudie, ↑ Band 1 und Band 2.