ADHS

IgG-Eliminationsdiät und ADHS bei Kindern

Kleine ADHS-Patienten im Alter von 4 – 8 Jahren, wurden auf 2 Gruppen (mit jeweils 50 Kindern) aufgeteilt. Die Kinder der Gruppe 1 erhielten über einen Zeitraum von 5 Wochen eine IgG-basierte Eliminationsdiät, die auf ihren individuellen Testergebnissen basierte. Die 50 Kinder der 2. Gruppe (Kontrollgruppe) wurden mit einer „gesunden Ernährung“ versorgt. Wenn nach 5 Wochen bei einem Kind durch die Ernährungsumstellung (IgG-basiert) eine 40 %-ige Verbesserung festgestellt wurde, sind dem Ernährungsplan entweder hoch- oder niedrig reaktive Lebensmittel zugesetzt worden. Über Fragebögen wurde dann das Verhalten der Kinder zu Beginn der Eliminationsdiät, nach 5 Wochen und nach Einführung der reaktiven Lebensmittel erhoben und verglichen.

In der INCA-Studie hatte die eingeschränkte Eliminationsdiät bei 32 (64 %) von 50 Kindern eine signifikante positive Wirkung auf die ADHS-Symptome. Außer der ADHS-Symptomatik nahmen auch Trotzverhalten und Autoritätsabwehr ab. Die Gesamt-IgE-Spiegel waren nur bei einigen Kindern erhöht, sowohl bei Kindern, die auf die Diät ansprachen, wie auch bei Kindern, die nicht ansprachen. Dies deutet darauf hin, dass der zugrunde liegende Mechanismus der Nahrungsmittelsensitivität bei ADHS nicht allergisch ist. In der zweiten Phase der Studie wurden einige der vorher eliminierten Nahrungsmittel zur Ernährung der Kinder, die auf die Diät ansprachen, hinzugefügt. Die Wiedereinführung von Nahrungsmitteln führte zu einem signifikanten Verhaltensrückfall bei Patienten die vorher auf die IgG-Diät ansprachen. Obwohl die Wiedereinführung reaktiver Lebensmittel nur 6 verschiedene, jeweils individuell ausgewählte Lebensmitteln betraf, gab es bei 63 % der Kinder einen erheblichen Rückfall im Verhalten. Dies war unabhängig davon, ob es sich bei der Wiedereinführung reaktiver Lebensmittel um stark reaktive oder kaum reaktive Nahrungsmittel handelte.
Die Ergebnisse sind ein Beleg für die klinisch relevanten positiven Effekte einer Eliminationsdiät auf ADHS und oppositionellem Verhalten wie Trotzverhalten und Autoritätsabwehr. Die Autoren sind der Ansicht, dass eine derartige diätetische Intervention bei allen Kindern mit ADHS in Betracht gezogen werden sollte.