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Curcumin | Heilpraktiker Ralf Meyer

Curcumin

Rheumatische Erkrankungen – Ernährung, Darmflora, Inflammation und IgG-Antikörper gegen Nahrungsmittel

Link 1  Es gibt viele Formen rheumatischer Erkrankungen, z. B. autoimmunbedingte entzündlich-rheumatische Erkrankungen, verschleißbedingte (degenerative) Arthrosen oder rheumatische Erkrankungen der Muskulatur und der Sehnen. Die rheumatoide Arthritis (RA), Psoriasis-Arthritis, Spondylitis ankylosans und juvenile idiopathische Arthritis sind chronische systemische immunologisch/entzündliche Autoimmunerkrankungen, denen ein komplexes Geschehen zwischen genetischer Prädisposition, Umweltfaktoren und Autoimmunität zugrunde liegt. Daher richtet sich die wissenschaftliche Aufmerksamkeit zunehmend auch auf die Betrachtung der Ernährung und der Darmbakterien in der ganzheitlichen und ursächlichen Behandlung dieser Krankheiten. Immer mehr Erkenntnisse sprechen dafür, diese Erkrankungen in einem integrierten und multidisziplinären Ansatz zu behandeln.

Studien belegen, wie die Ernährung die Immunantwort direkt beeinflusst und somit entzündliche Prozesse stimulieren oder hemmen könnte. Bestandteile aus der Nahrung interagieren mit der gastrointestinalen epithelialen Barriere, dem mukosalen Immunsystem und der mikrobiellen Darmflora. Interessanterweise gelingt es Patienten mit rheumatoider Arthritis nicht, das richtige Gleichgewicht zwischen „nützlichen“ und potenziell „schädlichen“ Bakterien aufrechtzuerhalten, was zu einer Reduktion der Bifidobakterien und einer Verstärkung der opportunistischen Bakterienarten (Enterobakterien und Staphylokokken) führt. Eine entscheidende Rolle wurde der erhöhten Konzentration von Prevotella copri zugeschrieben, was mit dem Ausbruch und der Schwere der RA-Erkrankung im Zusammenhang zu stehen scheint. Bei der RA hat sich gezeigt, dass die Verabreichung von Lactobacillus helveticus HY7801 (präklinische Untersuchungen) die Bildung entzündungshemmender Zytokine wie IL-10 stimuliert und damit die entzündliche Immunantwort sowie das Fortschreiten und den Schweregrad der Krankheit verringert. Man diskutiert, dass eine Dysbiose der Darmbakterien auch bei Patienten mit psoriatischer Arthritis bzw. systemischem Lupus erythematodes eine Rolle spielt, woraus sich ebenso therapeutische Ansätze zur Verbesserung des Krankheitsverlaufs ergeben könnten.

Bei rheumatischen Autoimmunerkrankungen steuert die Ernährung sowohl lokale als auch systemische Veränderungen im inflammatorischen Geschehen Link 1 | Link 2. Aus über 20-jähriger Erfahrung mit der Ernährungstherapie nach ProImmun M ist bekannt, dass der zeitlich begrenzte Ersatz reaktiver Lebensmittel durch verträgliche Lebensmittel zur Besserung bei ganz unterschiedlichen Erkrankungen oder Symptomen führt. Diese Erkenntnisse sind in unserer Anwendungsbeobachtung, aber auch im Buch „Lebensmittelintoleranzen – kann gesunde Nahrung krank machen?“ ausführlich dokumentiert. Vor einigen Jahren führte ProImmun eine Beobachtungsstudie durch, um Beweise für die Wirksamkeit der Ernährungstherapie nach ProImmun M bei Patienten mit sehr unterschiedlichen Erkrankungen zu sammeln, Darunter waren auch 149 Patienten die unter allgemeinen Gelenkbeschwerden litten. Nach einer mindestens 3-monatigen Ernährungstherapie gemäß den Vorgaben des Testbefundes, wurde bei 104 Patienten (70 %) eine Besserung festgestellt. Bei 42 Patienten (28 %) trat keine Besserung ein und 3 Patienten (2 %) gaben eine Verschlechterung ihrer Beschwerden an. Die Ergebnisse dieser Untersuchungen zeigen, dass eine individualisierte entzündungshemmende Ernährung als adjuvante Intervention in Betracht gezogen werden sollte, zumal sie sich positiv auf den Krankheitsverlauf auswirken kann.

Entzündungshemmende und antioxidative Nährstoffe

Eine Ernährung auf der Basis von Obst, Gemüse und Vollkorn (unter Meidung von rotem und verarbeitetem Fleisch, raffiniertem Getreide und zugesetztem Zucker) ist präventiv wirksam bei vielen chronischen Krankheiten. Daher werden auch Rheumapatienten darauf basierende Ernährungsformen vorgeschlagen: die Mittelmeerdiät, lakto-ovo-vegetarische oder vegane Ernährungspläne Link 1 | Link 2.

  • Die Wirksamkeit der Mittelmeerdiät wurde durch eine Vielzahl von klinischen Studien bestätigt. Die Nurses‘ Health Study I und II, die zu den grössten Untersuchungen der Risikofaktoren für die wichtigsten chronischen Krankheiten bei Frauen gehören, bestätigte die positive Auswirkungen der Mittelmeerdiät auf die Schmerzlinderung.
  • Der langfristige Fischverzehr (mindestens einer Portion fetten Fisches pro Woche, z. B. Lachs, oder vier wöchentlichen Portionen eines mageren Fisches, z. B. Kabeljau) geht mit einem um 52 % verringerten Risiko für die Entwicklung einer RA einher.
  • Antioxidantien, die hauptsächlich in Obst (z. B. roten Früchten wie Blaubeeren, Himbeeren und Erdbeeren), Gemüse, Nüssen, Kakao und Getreide enthalten sind, wirken stark entzündungshemmend bei Patienten mit RA.
  • Eine vermehrte Zufuhr von Ballaststoffen reduziert den CRP-Wert als wesentlichen Biomarker rheumatischer Erkrankungen.
  • Curcumin unterdrückt die Entzündungskaskade, indem es den NF-κB-Signalweg und andere pro-inflammatorische Signalwege einschließlich der Cyclooxygenase (COX) 2 blockiert. Eine curcuminreiche Ernährung führte zur Verbesserung des gesamten Krankheitsverlaufs rheumatischer Erkrankungen.
  • Resveratrol scheint die Synovitis zu lindern, indem es auf die Infiltration von Entzündungszellen einwirkt, den oxidativen Stress reduziert und die Zellapoptose im Synovialgewebe induziert. In Tiermodellen unterdrückte Resveratrol die Vermehrung der Th-17 Zellen, verringerte die Serumspiegel des Rheumafaktors, der Matrix-Metalloproteinase 3 (MMP-3) und erhöhte anti-inflammatorische Mediatoren wie IL-10.

Phytotherapeutika in der Krebstherapie: Teil 2 – Curcumin

↗︎ Kurkuma ist eine wichtige Heilpflanze mit antioxidativen, entzündungshemmenden, antitumoralen, antiarthritischen, antiatherosklerotischen, antidepressiven, antidiabetischen, antimikrobiellen, Wundheilungs- und gedächtnisverstärkenden Wirkungen. ↗︎ In der traditionellen indischen Medizin wurde dieses Gewürz auch zur Behandlung verschiedener Erkrankungen wie gynäkologische Probleme, Magenbeschwerden, Lebererkrankungen, Infektionskrankheiten, Blutkrankheiten, Akne, Psoriasis, Dermatitis, Hautausschlag und andere chronische Erkrankungen verwendet. Curcumin wirkt chemopräventiv, chemosensibilisierend und radiosensibilisierend, und ist daher ein wichtiger Wirkstoff in der adjuvanten Krebstherapie (↗︎ Link 1 und ↗︎ Link 2).

Als Polyphenol mit „multi-tasking“-Eigenschaften wirkt Curcumin auf zahlreiche Moleküle (z. B. Transkriptionsfaktoren, Entzündungsmediatoren) und deren Signalwege ein, die mit verschiedenen chronischen Krankheiten in Verbindung stehen. In vielen neueren Studien wurde Curcumin als starker ↗︎ epigenetischer Regulator bei verschiedenen neurologischen Erkrankungen, Entzündungen, Diabetes und manchen Krebsarten beschrieben. Die antiinflammatorische Wirkung ergibt sich durch die Hemmung verschiedener Zytokine wie TNF-α, IL-1, IL-6, IL-8, IL-12, sowie entzündungsfördernder Enzyme und Transkriptionsfaktoren. Curcumin wirkt zudem synergistisch mit anderen pflanzlichen Wirkstoffen wie ↗︎ Resveratrol, Piperin, Catechine, Quercetin und Genistein.

Bisher wurde in etwa 100 klinischen Studien zur Wirksamkeit, Verträglichkeit und Sicherheit von Curcumin bei der Prävention und Behandlung verschiedener Erkrankungen durchgeführt. ↗︎ Hier finden Sie eine Übersicht aller abgeschlossenen und laufenden klinischen Studien zum Einsatz von Curcumin bei Krebs

Darmkrebs

Durch 30-tägige tägliche Einnahme von 4 g Curcumin kam es zu einer wesentlichen Reduktion von ↗︎ anormalen Kryptenherden.
Prostaglandin E2 (PGE2) ist ein wesentliches Prostaglandin, welches in das Entzündungsgeschehen involviert ist. Es erhöht die Gefäßpermeabilität (Gewebeschwellung), ist an der Entstehung der Rötung beteiligt und verstärkt den Schmerz. Eine tägliche Dosis von 3,6 g Curcumin führte, 1 Stunde nach Einnahme, zu einer 60 %-igen Reduktion des induzierbaren PGE2. ↗︎ Unerwünschte Reaktionen traten dabei nicht auf.
Auch bei fortgeschrittenem Darmkrebs wurde die PGE2-Freisetzung durch einen Curcuma-Extrakt ↗︎ wesentlich und in einer dosisabhängigen Weise reduziert.
Durch die Einnahme von Curcumin wurde die ↗︎ allgemeine Lebensqualität von Patienten mit Darmkrebs verbessert, indem bestimmte Signalwege aktiviert wurden, die zur Apoptose und zum Zelltod führten.

Hautkrebs

Topische Anwendung führte zu ↗︎ symptomatischer Verbesserung, Abnahme der Größe der Läsion, Reduktion von Schmerzen bei 70 % der 62 Patienten.

Gebärmutterhalskrebs

Curcumin hat ↗︎ präventive Eigenschaften gegenüber Gebärmutterhalskrebs in einer Dosis von 500 – 12.000 mg/Tag. Diese Dosierung war sicher und wurde gut vertragen.

Kopf-Hals-Tumoren

Curcumin ↗︎ verringerte proinflammatorische Zytokine wie z. B. IL-6, IL-8 und TNF-α im Speichel von Patienten mit Kopf-Hals-Tumoren.

Anderweitige Krebsarten

Curcumin zeigte im klinischen Bereich auch Potenzial gegen verschiedene andere Krebsarten. Eine Curcumin-haltige Formulierung mit verbesserter Bioverfügbarkeit wurde an Patienten mit verschiedenen soliden Tumoren (Brust, Leber, Magen, Lymphom, Prostata, Blase, Eileiter, Hoden) verabreicht. ↗︎ Durch die Supplementierung wurden systemische Entzündungsreaktionen unterdrückt und die Lebensqualität dieser Patienten signifikant verbessert. Auch bei metastasierten Gehirntumoren bei Kindern die mit Chemotheraqpie behandelt wurden, kam es durch die zusätzliche Einnahme von Curcumin zu einem ↗︎ besseren klinischen Ansprechen auf die Therapie. Curcumin ↗︎ verbesserte auch die Histologie prämaligner Läsionen bei verschiedenen Krebsarten (Blase, Magen, Darm, Gebärmutter).
Zur ↗︎ Verringerung der Nebenwirkungen von Chemo- und Strahlentherapie bei verschiedenen Krebsarten (Magen, Darm, Leber, Niere und Lunge) kann Curcumin erfolgreich eingesetzt werden.
Auch bei Patienten mit ↗︎ chronisch myeloischer Leukämie wurde durch die Verabreichung von Curcumin in der Adjuvanz die Prognose verbessert.

Durch Curcumin modulierte Krebs-assoziierte Ziele

Anmerkung Meyer, nicht Teil der hier genannten Publikationen:
Im Rahmen der Cellsymbiosistherapie® nach Dr. med. Heinrich Kremer, wird Curcumin in Kombination mit anderen Polyphenolen, Molybdän, Agaricus und Carnitin als Kombinationpräparation ernährungsadjuvant im Rahmen des Gesamtkonzepts der Cellsymbiosistherapie verwendet.

Artikel-Download (auf Englisch) (1,2MB/.pdf) ↑ weiter

Curcumin kann Metastasen reduzieren

Kommentar R. Meyer – nicht Bestandteil der untigen Publikation:
Im Rahmen des Gesamtkonzepts der Cellsymbiosistherapie® wird Curcumin in einer Kombinationspräparation bereits seit 2005 ernährungsadjuvant und individuell labordokumentiert verwendet (siehe auch unter Cellsymbiosistherapie -> Cellsymbiosistherapie – das Behandlungskonzept -> Zellversorgung).

Zum Artikel (auf Englisch): ↑ weiter