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Darmerkrankungen | Heilpraktiker Ralf Meyer

Darmerkrankungen

Darmflora und Depressionen: Inflammationsmarker und mitochondriale Schäden

Im Newsletter vom 28.4. haben wir den neuen Begriff des „Psychobioms“ vorgestellt, der für die Erkenntnis steht, dass das Konzept der Darm-Hirn-Achse um das Mikrobiom des Darmes erweitert werden muss, denn Darmbakterien beeinflussen die Psyche maßgeblich. Im heutigen Newsletter stellen wir Ihnen eine neue Studie vor, die der Frage nachging, in welcher Weise und über welche Mechanismen Darmbakterien die Stimmung steuern. Dabei erkannte man, dass auch die Mitochondrien des Dünndarmepithels von einer dysfunktionalen Darmflora betroffen sind.

Depressionen sind weit verbreitet und betreffen nach Angaben der WHO 350 Millionen Menschen weltweit. Etwa 800.000 Menschen sterben jährlich an einem depressionsbedingten Suizid. Verschiedene Faktoren scheinen das Risiko und die Neuroprogression einer depressiven Erkrankung zu erhöhen, wobei auch ein Zusammenhang mit systemischen Entzündungsreaktionen besteht. Dazu gehören: psychosozialer Stress, eine mangelhafte Ernährung, körperliche Inaktivität, Übergewicht, Rauchen, veränderte Permeabilität des Darmes, Schlaf- und Vitamin D-Mangel. Auch die Darm-Mikrobiota hat einen entscheidenden Einfluss auf das zentrale Nervensystem, denn Darmbakterien beeinflussen die Freisetzung von Neurotransmittern, und steuern somit die Darm-Hirn-Achse Link 1Link 2. Verschiedene Bakterienarten, z. B. Lactobacillus brevis, Lactobacillus rhamnosus, Lactobacillus paracasei, Lactococcus lactis, Lactobacillus plantarum oder Bifidobacterium dentium bilden den beruhigend wirkenden Neurotransmitter GABA (Gamma-Aminobuttersäure). GABA fördert die emotionale Stabilisierung und die Konzentration. Nervosität, rasende Gedanken und ein aufgeregtes Gemüt kommen zur Ruhe, und auch eine hohe Schlafqualität wird durch GABA als natürlichem Entspannungs- oder Anti-Stress-Mittel begünstigt. Störungen in der Signalübertragung des GABA-Rezeptors sind an Angstzuständen und Depressionen beteiligt. Daher besteht auch die Annahme, dass GABA sogar eine den Botenstoffen Serotonin und Norepinephrin übergeordnete Rolle spielen könnte.

Bei Patienten mit Depressionen wurde ein Ungleichgewicht der Darmmikrobiota festgestellt, eine starke Verringerung der Vielfalt und der Anzahl von Darmbakterien, die zudem mit der Schwere der Symptome im Verhältnis steht. Probiotika können Depressionen und Ängste signifikant reduzieren und die kognitive Leistung verbessern Link 1 | Link 2 | Link 3.

Aber in welcher Weise steuern die Darmbakterien das depressive Verhalten? Um dies herauszufinden haben chinesische Wissenschaftler bei Patienten mit Depressionen immunologische, neuroendokrine und mitochondriale Zusammenhänge mit der Darmflora untersucht.

Die Darmflora von schwer depressiven Patienten wurde mittels Fäkaltransplantation auf keimfreie Ratten übertragen, die selbst keinerlei Darmbakterien besaßen (tägliche Übertragung, 2 Wochen lang). Als Kontrolle wurde die Darmflora von psychisch gesunden Probanden in gleicher Weise auf andere keimfreie Ratten übertragen. Vier Wochen später wurden bei beiden Rattengruppen verschiedene Tests gemacht, um deren affektives Verhalten zu beobachten. Es stellte sich heraus, dass die Ratten mit der Darmflora der psychisch kranken Patienten ein depressionsähnliches Verhalten entwickelten, mit stärkerer Immobilität und sehr geringem Interesse an einer zuckerhaltigen Lösung.

Zusätzlich wurde im Hippocampus der Tiere die Konzentration verschiedener Neurotransmitter gemessen (Serotonin, Dopamin, Noradrenalin). Bei den Tieren mit der Mikrobiota der Depressiven ergaben sich niedrigere Werte. Dies bedeutet, dass die spezifische Darmflora von Depressiven auch zu einer geringeren Bildung wichtiger Neurotransmitter führt.

Es wurden auch die Serum-Konzentration von Corticosteron (CORT), Adrenocorticotropem Hormon (ACTH), und Corticotropin-releasing Hormon (CRH) gemessen. Hierbei stellte sich heraus, dass die Ratten mit der Darmflora depressiver Patienten wesentlich höhere Konzentrationen dieser Stoffe aufwiesen. Dies deutet darauf hin, dass eine „depressive“ Mikrobiota eine Hyperfunktion der Hypothalamus-Hypophysen-Nebennierenrinden-Achse verursacht.

Zahlreiche Zytokine wurden in beiden Tiergruppen untersucht, um die durch eine „depressive“ Mikrobiota verursachten Änderungen zu erfassen. Dabei stellte sich heraus, dass bei den Ratten mit der „depressiven“ Darmflora ein stärkerer Anstieg der proinflammatorisch wirksamen Zytokine (TNFα, IL-6, IL-1 und IFN-γ) zu verzeichnen war, während die antiinflammatorisch wirksamen Zytokine IL-4 und IL10 niedriger waren im Vergleich zu den Ratten mit gesunder Darmflora.

Zusätzlich untersuchte man die Struktur der Mitochondrien in den Zellen des Dünndarmepithels mittels Elektronenmikroskopie. Im Dünndarm der Ratten mit der Mikrobiota depressiver Patienten waren die Mitochondrien der Epithelzellen beschädigt, und auch weitere zelluläre Strukturen zeigten Veränderungen. Diese dysfunktionalen Zellen könnten an der Entstehung eines „Leaky gut“ beteiligt sein, oder als inflammatorischer „Brandbeschleuniger“ wirken.

All diese Ergebnisse belegen den wichtigen Einfluss der Darmbakterien auf neuroendokrine, immunologische und mitochondriale Signalwege. Sie sind ebenso eine wissenschaftliche Erklärung für den Erfolg integrativer therapeutischer Behandlungen, bei denen sowohl die Wiederherstellung der Darmflora/Darmfunktion berücksichtigt wird, bei gleichzeitiger Regeneration mitochondrialer Funktion.

 

Lebensmittelzusatzstoffe und Darmfunktion

Die Verwendung von Zusatzstoffen in der Lebensmittelverarbeitung ist durch spezifische Gesetze geregelt und muss in Europa von der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) genehmigt werden. Dabei handelt es sich um Stoffe, die bei der Lebensmittelherstellung verwendet werden, um deren Haltbarkeit zu verlängern oder Qualität und Geschmack bei industrieller Herstellung verbessern sollen. Sie werden als Stabilisatoren, Überzugs- oder Füllstoffe verwendet und ihr Vorhandensein in Lebensmitteln wird meist mit einer „E-Nummer“ angegeben. Es wird erwartet, dass der europäische Markt für Lebensmittelzusatzstoffe in den nächsten Jahrzehnten stark anwächst und eine Schlüsselrolle in der Lebensmittelindustrie einnehmen wird. Die meisten heute gebräuchlichen Lebensmittelzusatzstoffe wurden jedoch in den 70er und 80er Jahren nach mittlerweile überholten und als unzureichend geltenden Experimenten zugelassen. Diese veraltete Sicherheitsbewertung sowie die Zunahme des Marktvolumens von Lebensmittelzusatzstoffen legt eine erneute Bewertung der potentiell schädlichen Auswirkungen dieser Substanzen auf die menschliche Gesundheit nahe. Viele präklinische Studien haben in letzter Zeit den erhöhten und verlängerten Verzehr von Lebensmittelzusatzstoffen mit der Entwicklung und dem Fortschreiten verschiedener Formen von Colitis, Darmkrebs und dem metabolischen Syndrom in Verbindung gebracht.

Vielfältigste negative Auswirkungen der verschiedenen Substanzklassen auf den Darm sind nachgewiesen.

Hinweis:
Die Ergebnisse stammen überwiegend aus Tierversuchen, Konzentrationen sind in Klammern angegeben, sofern verfügbar

Emulgatoren

Dysbiose und metabolisches Syndrom
Reduzierte Darmtätigkeit und Colitis
Entzündung (1 % w/v)
Darmkrebs (1 % w/v)
Dysbiose mit Zunahme proinflammatorisch wirksamer Bakterien (1, 0,5, 0,25 oder 0,10 %)
Änderung des geschlechtsspezifischen Verhaltens
Neuronale Veränderungen.

Beschichtungs- und Verdickungsmittel

Nekrotisierende Enterokolitis bei Frühgeborenen (47 oder 55,2 g/L)
Beeinträchtigte Immunreaktion auf Salmonella-Infektion (5 % w/v)
Verminderte Schleimproduktion, erhöhte Anfälligkeit für Colitis, chronische Entzündung des Darmes (5 % w/v).

Künstliche Süßstoffe

Darmdysbiose und Glukoseintoleranz (Saccharin: 5 %; Sucralose 5 %; Aspartam: 4 %)
Veränderung der Darmflora und deren Stoffwechselprodukte; Leberentzündung. (0,1 mg/mL)
Veränderung der Darmflora und deren Stoffwechselprodukte mit Beeinträchtigung von Entgiftungsmechanismen der Leber (0,2 mg/20 µL)
Intestinale Dysbiose; erhöhte Sekretion von Cholesterin und Lipiden im Stuhl
Darmdysbiose und Darmentzündung; Vermehrung der Proteobakterien und erhöhte Aktivität der ilealen Myeloperoxidase (Enzym das bei Entzündungsprozessen eine Rolle spielt).

Farbstoffe

Erhöhte Zytokinproduktion und beeinträchtigte Phagozytenaktivität (50 µg/mL)
Darmentzündung und Dysbiose, ROS-Freisetzung, NLRP3 Entzündungsaktivierung und Freisetzung der proinflammatorisch wirksamen Zytokine IL-1β und IL-18
Erhöhte intestinale Permeabilität (10-50-500 mg/kg)
Akkumulation in Peyer’s Plaques; höhere Anzahl dendritischer Zellen und Abnahme der regulatorischen T-Zellen (10 mg/kg)
Beeinträchtigung der probiotischen Arten (Bifidobacterium und Lactobacillus)
Veränderung der bakteriellen Stoffwechselprodukte; Abnahme der Schleimproduktion
Entzündungsreaktion und Veränderung der Kryptenlänge des Dickdarms (2-10-50 mg/kg)
Erhöhte Nüchternblutzuckerwerte und Expression von Diabetes mellitus-bezogenen Genen bei schwangeren Versuchstieren (5 mg/kg)
Antimikrobiell wirksame Stoffe
Schäden an Mikrovilli und Drüsen des Darmes, Reduktion des Körpergewichts, Darmdysbiose (46-460-4600 ppb)
Entwicklung angstähnlicher Verhaltensweisen (3,6 mg/kg)
Darmdysbiose, chronisch schleichende Darmentzündung und Colitis-assoziierte Dickdarmkarzinogenese.

 

IgG, Probiotika, Reizdarm und Migräne

Es wird geschätzt, dass In Deutschland etwa acht Millionen Menschen an Migräne leiden, die meist im Alter zwischen 25 und 45 Jahren auftritt und eher Frauen betrifft. Die gegenwärtigen medikamentösen Therapien werden oftmals nicht vertragen, wodurch in der klinischen Praxis ein großer Bedarf an alternativen Ansätzen für die Akut- und prophylaktische Behandlung besteht. Der Zusammenhang zwischen der Ernährung und der Kopfschmerz-Symptomatik ist seit vielen Jahren bekannt. Bis zu 50 % der Patienten geben ein oder mehrere Lebensmittel als Migräne-auslösenden Trigger an, wobei oftmals Schokolade, Käse, Wein, Tomaten, Nüsse, oder durch Mikroorganismen vergorene Lebensmittel (z. B. Brot, Wein, Bier etc.) nicht vertragen werden.

Es ist auch seit vielen Jahren bekannt, dass Migräne-Patienten häufig auch am Reizdarmsyndrom leiden. Beide Erkrankungen ähneln sich, was das Fehlen eindeutiger organischer Ursachen, Periodizität der Schmerzen, Triggerfaktoren und andere Komorbiditäten betrifft. Migränepatienten haben – im Vergleich zu Gesunden – eine 2-fach erhöhte Wahrscheinlichkeit, an einem Reizdarmsyndrom zu erkranken. Auch vom Reizdarmsyndrom (RDS) sind überwiegend die Frauen betroffen, die allgemeine Prävalenz in Deutschland liegt bei ca. 10 – 12 %. Typisch für das RDS sind periodisch auftretenden Bauchschmerzen im Zusammenhang mit Diarrhoe und/oder Obstipation, ohne dass organische oder biochemische Anomalien vorliegen. Neben der Schleimhautentzündung ist die Neuroinflammation wahrscheinlich an der Entstehung des RDS über die „Darm-Hirn-Achse“ beteiligt, was auch die Ähnlichkeiten beider Erkrankungen erklären könnte. Die entzündlichen Vorgänge führen zu veränderten Signalwegen. Dadurch wird das proinflammatorische Geschehen begünstigt, sowie auch die Hypothalamus-Hypophysen-Nebennierenrinden-Achse fehlgesteuert. Sie ist Hauptteil jenes Hormonsystems, das Reaktionen auf Stress kontrolliert und viele Prozesse im Körper reguliert, einschließlich Verdauung, Immunsystem, Stimmung, Gefühle und Sexualität. Dazu gehören auch Funktionen, die über Serotonin vermittelt werden. Dies würde auch erklären, weshalb RDS-Patienten häufiger an Depressionen leiden.

In früheren Newslettern haben wir über die positiven Wirkungen einer IgG-basierten Eliminationsdiät bei Patienten mit Migräne oder Reizdarm berichtet. Wie verhält es sich aber bei Patienten, die sowohl an Reizdarm als auch an Migräne leiden? Bereits vor 10 Jahren konnte in einer klinischen Studie mit 21 Reizdarm-Patienten, die auch an Migräne litten, gezeigt werden, dass der Ausschluss IgG-positiv getesteter Lebensmittel zur Besserung aller Symptome führte. Eine wesentliche Verringerung der Reizdarmbeschwerden (schmerzhafte Blähungen) und Migräneanfälle (Anzahl, Stärke, Dauer, Medikation) wurde festgestellt. Die Patienten berichteten auch von einer wesentlichen Verbesserung ihrer allgemeinen Lebensqualität.

In einer neu veröffentlichten Studie aus China wurde nun der gleichen Fragestellung nachgegangen. Zusätzlich zur IgG-basierten Ernährung wurde aber ein Teil der 60 Patienten mit Präbiotika versorgt und die Serotoninspiegel wurden im Verlauf der geänderten Ernährung untersucht.

Zunächst wurden bei allen 60 Patienten die IgG-Reaktionen auf 266 Lebensmittel untersucht. Alle Patienten litten an Reizdarm und Migräne. Dann wurden die Patienten in drei Gruppen eingeteilt. Die Teilnehmer der ersten Gruppe befolgten eine IgG-basierte Ernährung, während die zweite Gruppe nur Probiotika erhielt. Die Patienten der 3. Gruppe ernährten sich gemäß ihres IgG-Tests und nahmen zusätzlich Probiotika ein.

Im Verlauf der folgenden 14 Wochen wurden Migräne- und Darmsymptomatik sowie die Medikamenteneinnahme aufgezeichnet. Die Serotoninspiegel wurden zu Beginn der Studie, nach 7 Wochen und nach 14 Wochen gemessen. Es verbesserte sich sowohl die Migränesymptomatik (Anzahl der Migränetage pro 7 Wochen und MIDAS score), sowie auch die Reizdarmbeschwerden (abdominelle Blähung und Stuhlgewohnheiten). Durch die zusätzliche Gabe von Probiotika stellte sich die Besserung der Migräne-Symptomatik schneller ein. Mit der Ernährungsumstellung alleine wurde erst nach 14 Wochen diejenige Besserung erzielt, die durch zusätzliche Gabe von Probiotika bereits nach 7 Wochen auftrat. Bei der Gruppe, die nur Probiotika nahm, stellte sich keine Besserung ein. Generell nahmen die Migräne-Patienten sehr viel weniger rezeptfreie Medikamente ein, die Triptan-Dosis wurde jedoch kaum reduziert (möglicherweise bedingt durch Triptan-Abhängigkeit). Die Linderung der Reizdarm-Symptomatik war nicht so ausgeprägt; die besten Ergebnisse wurden erneut durch eine Kombination der Ernährung nach IgG-Test und Einnahme von Probiotika erzielt. Probiotika alleine erbrachten auch hier keine positiven Ergebnisse im zeitlichen Verlauf. Bei Patienten die sich gemäß ihres IgG-Ernährungsplans ernährten und zusätzlich Probiotika nahmen, stieg der Serotoninspiegel im Verlauf der Therapie an. Daher befürworten die Autoren die Ernährungsumstellung gemäß individueller IgG-Testung in Kombination mit Probiotika bei dieser Erkrankung.

 

Artensterben im Darm?

In den vergangenen Jahrzehnten verzeichnet die Medizin eine dramatische Zunahme bei metabolischen, immunologischen und psychischen Erkrankungen wie Adipositas, Diabetes, Asthma, Allergien, entzündliche Darmerkrankungen, Depressionen und Autismus. Neben den gesundheitlichen Auswirkungen birgt dies enorme Kosten weltweit. Die jährlichen weltweiten Gesundheitskosten wegen ↗︎ Übergewicht belaufen sich aktuell auf 2.000 Milliarden $, und ↗︎ Diabetes kostet weltweit 1.300 Milliarden $ pro Jahr.

Handelt es sich dabei um einzelne Erkrankungen oder kann es sein, dass es gemeinsame Ursachen gibt? Amerikanische Wissenschaftler vertreten die Ansicht, dass die Änderungen der Darmflora – eine ↗︎ massive Verringerung der Artenvielfalt –, die mit der Industrialisierung einherging, ursächlich mit der explosionsartigen Zunahme der so genannten Zivilisationserkrankungen im Zusammenhang steht. Die Veränderungen beinhalten tatsächlich den Verlust unseres mikrobiellen Erbes, welches wir im Laufe von Millionen von Jahren der Evolution erworben haben. Diese Nachricht wurde in den Zeitschriften ↗︎ „Science“  und ↗︎ „Nature“  veröffentlicht, die zu den weltweit wichtigsten wissenschaftlichen Fachzeitschriften gehören.

Zu den Mikrobiota, die in und auf unserem Körper leben, gehören Bakterien, Viren und Pilze. Sie beeinflussen wesentliche Körperfunktionen wie Nahrungsaufnahme, Immunität, Durchlässigkeit des Darmes, hormonelle Aktivität, und die Neurochemie des Gehirns. In Tierversuchen wurde gezeigt, dass Störungen der Darmflora in jungen Lebensjahren zu häufigeren Erkrankungen wie Übergewicht, Diabetes und Asthma im späteren Leben ↗︎ Link 1 | ↗︎ Link 2 | ↗︎ Link 3 führt.

Die Industrialisierung hängt mit einer wesentlichen Verringerung der Gesamtheit der Mikrobiota zusammen. Die Artenvielfalt der Darmbakterien von amerikanischen Indianern ist doppelt so hoch ↗︎ Link 1 | ↗︎ Link 2 wie die der gesunden US-Amerikaner.

Werden die vom „Artensterben“ betroffenen Darmbakterien in urbanen Metropolen und stark industrialisierten Gegenden benötigt, um die Gesundheit zu erhalten und zahlreiche Krankheiten zu verhindern? Vieles deutet darauf hin, dass es tatsächlich so ist. Neue Untersuchungen werden auch unsere Ernährungsgewohnheiten unter die Lupe nehmen, denn wenn Darmbakterien richtig gefüttert werden, ↗︎ leben wir nicht nur gesünder, sondern auch länger.

 

Ernährung gemäß IgG-Test bei Morbus Crohn, Colitis ulcerosa, Übergewicht

Colitis ulcerosa

• Der Ausschluss von Lebensmitteln auf Basis von IgG-Antikörpern lindert Symptome bei Colitis ulcerosa: Eine prospektive Studie. ↗︎ Link

Morbus Crohn

• Lebensmittelspezifische IgG-Antikörper sind in den Seren von Patienten mit Morbus Crohn stark erhöht und sind klinisch relevant für die Pathogenese dieser Erkrankung. ↗︎ Link

• Patienten mit Morbus Crohn haben eine deutlich erhöhte IgG-Immunantwort auf Lebensmittelantigene, im Vergleich zu Patienten mit Colitis ulcerosa und gesunden Probanden. ↗︎ Link

• Patienten mit Morbus Crohn haben stärkere Imunantworten auf Lebensmittelantigene. Die Anzahl der IgG-positiven Lebensmittel erwies sich als ein diagnostischer Marker für Morbus Crohn. Die darauf basierende Ernährung könnte dabei helfen, die Krankheit in Remission zu halten. ↗︎ Link

• Bei Patienten mit Morbus Crohn besteht eine höhere Prävalenz von IgG-Antikörpern gegen Lebensmitteln, im Vergleich zu Gesunden. Im Tierversuch wurde nachgewiesen, dass die Darmentzündung über Lebensmittelantigene mittels CD4(+) T-Zell-Hyperaktivierung induziert und durch die Eliminierung von Lebensmittelantigenen gelindert wird. Es ist wahrscheinlich, dass diese IgG-vermittelte Immunreaktion gegen Nahrungsmittel auch bei Patienten mit Colitis ulcerosa wirksam ist und zur Pathogenese der Erkrankung beiträgt. ↗︎ Link

• Höhere Titer der Anti-Saccharomyces cerevisiae-Antikörper IgA und IgG sind mit einer aggressiveren Morbus Crohn-Symptomatik verbunden. ↗︎ Link

• Die Provokation mit IgG-reaktiven Lebensmitteln kann die Symptomatik bei Patienten mit Morbus Crohn verschlechtern. ↗︎ Link

• Eine adjuvante Ausschlussdiät von IgG4-reaktiven Lebensmitteln kann die Lebensqualität und die Symptome bei Patienten mit Morbus Crohn verbessern. ↗︎ Link

• Eine IgG-basierte Eliminationsdiät führte zu einer Verringerung der täglichen Stuhlfrequenz, Bauchschmerzen traten nur noch reduziert auf und die Patienten berichteten von einer allgemeinen Verbesserung ihrer Lebensqualität. ↗︎ Link

Übergewicht

• Bei übergewichtigen Jugendlichen besteht eine starke Erhöhung der gegen Nahrungsmittel gebildeten IgG-Antikörper, die mit systemischen Entzündungsmarkern einhergeht. ↗︎ Link

• Durch die Meidung von IgG-vermittelten reaktiven Lebensmittel war innerhalb von 90 Tagen eine durchschnittliche Gewichtsreduktion von etwa 5 kg feststellbar, bei gleichzeitigem Anstieg aller Indikatoren der Lebensqualität. ↗︎ Link

• Eine IgG-basierte Eliminationsdiät unterstützt den Gewichtsverlust bei übergewichtigen Patienten, die durch eine konventionelle Diät mit Kalorienrestriktion kein Gewicht verloren. Nach 6-monatiger IgG-Eliminationsdiät lag der durchschnittliche Gewichtsverlust bei 8,5 kg, durch die konventionelle kalorienreduzierte Diät lag die durchschnittliche Abnahme bei nur 0,8 kg. ↗︎ Link

 

Internationaler Tag der entzündlichen Darmerkrankungen

Etwa 10 Millionen Menschen weltweit leiden an den entzündlichen Darmerkrankungen Morbus Crohn und Colitis ulcerosa. Am 19.5.2019 findet der internationale Tag der entzündlichen Darmerkrankungen statt – ↗︎ „World Inflammatory Bowel Disease Day“. Diese Initiative wird von Patientenorganisationen aus über 50 Ländern auf fünf Kontinenten durchgeführt, um die Öffentlichkeit über diese Erkrankungen zu informieren. Der ↗︎ Europäische Adipositas-Tag ist eine internationale Kampagne zur Verbesserung von Prävention und Therapie der Adipositas, und findet am 18.5.2019 mit zahlreichen Aktivitäten in vielen Ländern statt.

Wie wirkt Gyphosat auf Mitochondrien?

Der Pharma-Riese Bayer kommt nicht mehr zur Ruhe seit der Übernahme des Gentechnikriesen Monsanto. Aktuell füllt der Konzern seine Verteidigungskasse für die drohenden ↗︎ Klagen gegen den Unkrautvernichter Glyphosat. Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) hat sich bei ihrer Bewertung, ob Glyphosat Krebs verursacht oder nicht, allein auf Industrie-Studien gestützt und dabei mehrere Hinweise auf Krebsgefahr in ↗︎ anderweitigen Studien übersehen. In den Daten die durch die Industrie zur Verfügung gestellt wurden ist von einer Krebsgefahr nichts zu lesen.
Der im Herbizid Roundup® enthaltene Wirkstoff Glyphosat ist mit Hilfsstoffen gemischt, wobei Art und Zusammensetzung dieser Zusatzstoffe stets Geschäftsgeheimnis sind. In einer Studie wurde gezeigt, dass die Mischungen Wirkstoff/ Hilfsstoffe bis zu 1.000 Mal toxischer sind als die Wirkstoffe alleine. ↗︎ Roundup war 125 Mal toxischer als Glyphosat alleine ohne Zusatzstoffe.
Aktuell beruht die Berechnung der erlaubten Tagesdosis (ADI, Acceptable Daily Intake), die bei lebenslanger täglicher Einnahme als „medizinisch unbedenklich“ betrachtet wird, nur auf den Toxizitätsdaten des Wirkstoffes (Glyphosat) alleine. Diese ↗︎ Inkonsistenz zwischen wissenschaftlichen Tatsachen und Behauptungen der Industrie ist den immensen wirtschaftlichen Interessen zuzuschreiben, die die Ermittlung gesundheitlicher Risiken fälschen und ↗︎ gesundheitspolitische Entscheidungen verzögern.
Folgende Daten bestätigen die durch Glyphosat bzw. Roundup verursachten mitochondrialen Schäden bzw. Dysfunktionen als relevante zelluläre Reaktion:
• Die mitochondriale Toxizität von Glyphosat beruht sehr wahrscheinlich auf einer direkten ↗︎ Bindung des Glyphosats an die Cytochrom c-Oxidase, welche dem Komplex IV der mitochondrialen Atmungskette entspricht. Die Zusatzstoffe ermöglichen den Durchtritt von Glyphosat durch die Membranen von Zellen und Mitochondrien, wodurch die Wirkung um ein Vielfaches verstärkt wird.
• ↗︎ Glyphosat hemmt die mitochondrialen Komplexe II und III und verursacht auch ein Anschwellen der Mitochondrien.
• Glyphosat, in Kombination mit Hilfsstoffen, welche für eine optimale Benetzung und Haftung von Herbiziden und Insektiziden auf der Oberfläche von Pflanzenblättern sorgen und als Zusatzstoffe in Roundup enthalten sind, führt zu ↗︎ mitochondrialer Apoptose und Nekrose.
• ↗︎  In Tierversuchen (Zebrafisch) wurde nachgewiesen, dass Glyphosat neurotoxisch wirkt. Gehirnzellen wurden in ihrer Lebensfähigkeit beeinträchtigt und Verhaltensstörungen der Tiere konnten auch beobachtet werden. Mitochondriale Komplexe wurden gehemmt, die Genexpression mitochondrialer Enzyme verändert, und eine vermehrte Bildung reaktiver Sauerstoffspezies gefördert. Sehr ähnliche Ergebnisse wurden auch in anderen Tiermodellen gefunden, z. B. dem↗︎ Fadenwurm Caenorhabditis elegans oder in ↗︎ Zellkulturen.
Wenn Mitochondrien geschädigt werden, trägt der globale, systemische intrazelluläre Energiemangel dazu bei, dass ↗︎ Organe und Organsysteme in zunehmenden Maße in ihrer Funktion beeinträchtigt werden und schließlich versagen: Gehirn, Herz, Leber, Skelettmuskulatur, Niere, endokrines System oder Atmungssystem. Beispiele mitochondrialer Dysfunktionen sind: Verlust der motorischen Kontrolle, Muskelschwäche und Muskelschmerzen, Magen-Darm-Erkrankungen, Gedeihstörungen, Herzerkrankungen, Lebererkrankungen, Diabetes, Pankreasinsuffizienz, respiratorische Komplikationen, Krampfanfälle, visuelle oder Hörprobleme, Laktatazidose, Entwicklungsverzögerungen und Infektionsanfälligkeit.
Denken Sie daher immer daran, Ihre Patienten über die immense Bedeutung von ökologisch produzierter Nahrung aufzuklären. Auch das ist ein wesentlicher Aspekt moderner Ernährungstherapien wie z. B. Pro Immun M.

Erhöhte IgG-Werte bei Patienten mit schweren Depressionen oder Reizdarmsyndrom

Es gibt immer mehr Hinweise zur Pathogenese des Reizdarmsyndroms (IBS) mit IgG-vermittelten Reaktionen auf Nahrungsmittelproteine. Ein Zusammenhang zwischen IgG-vermittelten Unverträglichkeiten und der Pathogenese der schweren depressiven Störung (MDD) wurde erst kürzlich vorgeschlagen. Heute stellen wir Ihnen die Ergebnisse einer neuen Studie vor, bei der erstmals die IgG-Werte von Patienten mit schweren depressiven Störungen untersucht wurden (erschienen im April in der Zeitschrift „Nutrients“).

Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass eine IgG-bedingte Unverträglichkeit von Lebensmitteln bzw. Lebensmittelproteinen ein ganz wichtiger Mechanismus sein kann, der zur Immunaktivierung und chronischer Inflammation führt, charakteristisch für schwere Depressionen. Diese Überlegung ist zwar ursächlich (noch) nicht bewiesen, aber im Falle des Reizdarmsyndroms werden IgG-basierte Eliminationsdiäten befürwortet (s. dazu auch unseren Artikel vom 14.9.2017) – „…In diesen Fällen kann, insbesondere, wenn die Symptomatik nicht auf die etablierte Pharmakotherapie anspricht, für einen begrenzten Zeitraum die Elimination von Nahrungsmitteln, die zu erhöhten IgG-Titern führen, versucht werden…“. Klinische Studien, die den Erfolg der Eliminationsdiät bei Patienten mit schwere Depressionen belegen, werden hoffentlich bald erscheinen…

Die Serum-IgG-Werte (gegen 39 Lebensmittelantigene) wurden bei drei Patientengruppen untersucht und verglichen:
Gruppe 1: 22 Patienten mit schweren Depressionen
Gruppe 2: 22 Patienten mit Reizdarmsyndrom
Gruppe 3: 21 gesunde Probanden

Von einer IgG-Lebensmittel-Hyperreaktivität wurde ausgegangen, sofern der durchschnittliche IgG-Titer über 7,5 µg/ml lag. Folgende Werte wurden für die 3 Gruppen festgestellt:
Gruppe 1: 64 % der Patienten hatten durchschnittliche IgG-Titer über 7,5 µg/ml
Gruppe 2: 46 % der Patienten hatten durchschnittliche IgG-Titer über 7,5 µg/ml
Gruppe 3: 19 % der Patienten hatten durchschnittliche IgG-Titer über 7,5 µg/ml
Unverträglichkeiten gegenüber Gluten, Knoblauch und Sellerie war bei der Gruppe der depressiven Patienten besonders häufig, im Vergleich zu den gesunden Probanden. Die Gluten-Unverträglichkeiten waren bei den depressiven Patienten wesentlich stärker ausgeprägt als bei den Patienten mit Reizdarmsyndrom.

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Erfolgreiche Behandlung von Morbus Crohn durch eine IgG4-Eliminationsdiät

Ergebnisse einer randomisierten, kontrollierten Studie
 
Im St George's Hospital (London) wurde im Rahmen einer doppelblinden randomisierten Placebo-kontrollierten Studie die Wirksamkeit der IgG4-basierten Eliminationsdiät zur Verbesserung der Lebensqualität bei Patienten mit Morbus Crohn überprüft. Dazu wurden bei 96 Patienten mit Morbus Crohn (Morbus Crohn-Aktivitätsindex (CDAI) von 80 – 400) die IgG4-Titer gegen 16 Lebensmittel getestet. Bei der „echten“ Diät-Gruppe wurden jeweils 4 Lebensmittel mit den höchsten Antikörper-Titer für 4 Wochen ausgeschlossen. In der Placebo-Gruppe erfolgte der Ausschluss von jeweils 4 Lebensmitteln mit den niedrigsten Antikörper-Titern. Die Lebensqualität wurde mit dem „Short Inflammatory Bowel Disease Questionnaire (SIBDQ)“-Fragebogen erfasst, jeweils zu Beginn und auch am Ende der 4-wöchigen Karenzzeit. Als weitere Parameter der Symptomatik wurden folgende Parameter erfasst: Klinischer Aktivitätsindex bei Morbus Crohn (Crohn's Disease Activity Index, CDAI), Harvey Bradshaw Index, C-reaktives Protein und fäkales Calprotectin.

Bei 96 Patienten wurde der IgG4-Test durchgeführt und 76 Patienten schlossen die Studie ab. In der „echten“ Diätgruppe waren Milch, Rindfleisch, Schweinefleisch und Eier die reaktivsten Nahrungsmittel. Durch die vierwöchige Elimination reaktiver Lebensmittel wurde bei dieser Patientengruppe eine signifikante Verbesserung der Lebensqualität festgestellt („Short Inflammatory Bowel Disease Questionnaire“-Fragebogen: Verbesserung um 3,05 Punkte (0,01 – 6,11; p < 0,05); Crohn's Disease Activity Index, CDAI: Verbesserung um 41 Punkte (10,4 – 71,5; p = 0,009). Daraus schlussfolgern die Autoren, dass eine IgG4-basierte Eliminationsdiät adjuvant die Lebensqualität und Symptomatik bei Patienten mit Morbus Crohn verbessert.

Treatment of Crohn’s Disease with an IgG4-Guided Exclusion Diet: A Randomized Controlled Trial

Molekulare Andockstelle eines Bakteriengifts identifiziert

Das Darmbakterium Clostridium difficile kann mithilfe seiner Giftstoffe schwere Durchfälle und lebensbedrohliche Darmentzündungen hervorrufen. Die Freiburger Pharmakologen und Toxikologen Prof. Dr. Dr. Klaus Aktories und Privatdozent Dr. Panagiotis Papatheodorou haben die molekulare Andockstelle identifiziert, die dafür verantwortlich ist, dass ein bestimmtes C. difficile-Toxin an seinen Rezeptor auf der Membran von Zellen der Darmschleimhaut bindet. Der Rezeptor befördert den Giftstoff wie ein Fahrstuhl ins Zellinnere, wo das Toxin seine tödliche Wirkung entfaltet. "Bakterien werden zunehmend resistent gegenüber Antibiotika. Neue Therapiekonzepte sind daher erforderlich, die nicht mehr primär auf die Bakterien ausgerichtet sind", sagt Aktories. "Das Ziel sollte zukünftig sein, zusätzlich das toxische Potenzial ihrer Giftstoffe zu reduzieren." Die Forschungsergebnisse haben die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in der Fachzeitschrift Journal of Biological Chemistry veröffentlicht. ↑ weiter

 

Vitamin D zur Darmkrebs-Prävention?

Hohe Vitamin-D-Spiegel sind offenbar vor allem dann mit einem niedrigeren Darmkrebsrisiko assoziiert, wenn zugleich unter anderem auch die Plasmaspiegel des C-Peptids, ein Marker für die Insulinproduktion, erhöht sind. Für Empfehlungen zur Prävention ist es allerdings noch zu früh.

Den Zusammenhang zwischen dem Risiko, an Darmkrebs zu erkranken, und den Plasmaspiegeln von Vitamin D, C-Peptid sowie dem Quotienten aus IGF-1 (insulin-like growth factor) und dem IGF-bindenden Protein IGFBP-3 haben jetzt US-Forscher genauer untersucht (PLoS ONE 6(12): e28520).

Sie werteten dazu die Daten von Teilnehmern der Health Professional Follow up Study (HPFS) und der Nurses‘ Health Study (NHS) aus. Die für die statistische Auswertung verwendeten Daten stammten von 499 an Darmkrebs erkrankten und 992 Studienteilnehmern ohne Krebserkrankung.

QUELLE: aerztezeitung.de
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Curcumin for inflammatory bowel disease: a review of human studies

Anmerkung Ralf Meyer, nicht Teil obiger Publikation:

Im Rahmen des diagnostischen und therapeutischen Gesamtkonzeptes der Cellsymbiosistherapie® nach Dr. med. Heinrich Kremer wird neben einer antiinflammatorischen Ernährungstherapie (z.B. nach Pro Immun M) u.a. empfohlen, entzündungsfördernde Krankheitsursachen labormedizinisch zu erfassen und therapeutisch zu kurieren.
Dafür geeignete Laboruntersuchungen koennen z.B. sein M2Pk, LDH-Isoenzyme, CRP, Typ-1-Zytokine (Interleukin 12, 1beta, Interleutkin 6).
M2PK- und/oder LDH-Isoenzymerhöhungen (speziell LDH 4- und/oder LDH-5) können Hinweise auf gestörte Mitochondrienfunktion darstellen.
Mitochondrienfunktionsstörungen und Inflammationsprozesse werden – im Rahmen des Gesamttherapie- und -diagnosekonzeptes der Cellsymbiosistherapie nach Dr. med. Heinrich Kremer – versucht u.a. ernährungsadjuvant und laborkontrolliert (Überprüfung therapeuticher Effizienz) begleitend mit u.a.Polyphenol-, Isoprenoidkombinationen zu unterstützen. (Z.B. ↑ Pro Sirtusan, ↑ Pro Curmin complete 2, ↑ Pro Sanatox, ↑ Pro Dialvit 44).

 

Lesen Sie den vollständigen Artikel auf: pubmed.gov ↑ weiter

USA schaffen umstrittenen Prostata-Test ab

Gefährliche Medizin? Mit dem sogenannten PSA-Test wollen Ärzte Prostatakrebs entdecken. Doch das Verfahren gilt als unsicher, gesunde Männer werden irrtümlich operiert. Die US-Regierung will jetzt die Kostenübernahme ganz abschaffen. Deutschen Urologen geht dieser Vorstoß aber zu weit.

QUELLE: Spiegel Online
Lesen Sie den vollständigen Artikel auf: spiegel.de ↑ weiter

Entsteht Angst im Darm und nicht im Kopf?

Kanadische Forscher fanden Beweise im Rahmen von Tierversuchen, dass die Darmflora chemische Prozesse im Gehirn und damit das Verhalten beeinflussen kann.
Mäuse, deren Darmflora mit Antibiotika zerstört wurde, zeigen unvorsichtiges und ängstliches Verhalten (Gastroenterology online).
Im Gehirn dieser Mäuse wurde vermehrt der so genannte "brain derived neurotrophic factor" (BDNF) isoliert, der mit Depressionen und Angststörungen in Verbindung steht.
Menschen mit entzündlichen Darmerkrankungen leiden oft an Angstzuständen, Depressionen und einigen psychiatrischen Störungen wie late onset Autismus, so die Forscher.

Anmerkung HP Meyer (nicht Teil der obigen Publikation) :
Im Rahmen des Gesamttherapiekonzeptes der Cellsymbiosistherapie nach Dr. med. Heinrich Kremer werden seit 2004 ernährungsadjuvant wie laborkontrolliert vitale, vermehrungsfähige, hoch dosierte Darmsymbionten eingesetzt.

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