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Krebs | Heilpraktiker Ralf Meyer

Krebs

Industriell veränderte Nahrung und Krebsrisiko

Die Daten der französischen NutriSanté-Studie wurden auch bezüglich des Krebsrisikos ausgewertet. Die Ergebnisse dieser großen prospektiven Studie mit 104.980 Teilnehmern zeigten, dass eine 10 %ige Erhöhung des Anteils an hochverarbeiteten Lebensmitteln in der Ernährung mit einer signifikanten Erhöhung des Gesamt- und Brustkrebsrisikos um mehr als 10 % verbunden ist. Sofern diese Ergebnisse in anderen Untersuchungen bestätigt werden, deuten sie darauf hin, dass der stark zunehmende Verzehr hochverarbeiteter Lebensmittel mit ein Grund für die vorausgesagte stark steigende Krebsbelastung sein kann.

 

Ernährung und Krebsprävention – Teil 2 – Ergebnisse des World Cancer Research Fund

Link

Seit Mitte der 1990er Jahre hat der Umfang der verfügbaren wissenschaftlichen Literatur im Bereich Ernährung, körperliche Aktivität, Körpergewicht und Krebsrisiko erheblich zugenommen. Das globale Netzwerk des World Cancer Research Fund (WCRF) ist Pionier in Forschung und Aufklärung zum Thema Ernährung, körperliche Aktivität und Krebsprävention. Das Netzwerk hat sich die besondere Verpflichtung gestellt, Empfehlungen zu formulieren, auf der Basis von zuverlässigsten wissenschaftlichen Methoden, und diese Empfehlungen in allgemein verständliche Botschaften umzusetzen, die wiederum als Entscheidungsgrundlage für jeden dienen sollen. Dabei werden höchste wissenschaftliche Standards angewendet, um Objektivität und Transparenz zu garantieren.

Krebsrisiko bei ausgewählten Krebsarten

Brust

Verringerung des Krebsrisikos

  • Verzehr von kohlenhydratarmem Gemüse (z. B. Karotten, Rüben, Pastinaken, Kohlrabi sowie grünes Blattgemüse (wie Spinat und Salat); Kohlgemüse, z. B. Brokkoli, Kohl); Lauchgemüse (Zwiebeln, Knoblauch und Lauch) – reduziert das
  • Risiko von Östrogenrezeptor-negativem (ER) Brustkrebs (schwache Hinweise).
    Lebensmitteln, die Carotinoide enthalten, könnten das Brustkrebsrisiko senken (schwache Hinweise).
  • Kalziumreiche Ernährung und der Konsum von Milchprodukten könnte das Risiko von prämenopausalem Brustkrebs verringern (schwache Hinweise)

Prostata

Erhöhung des Krebsrisikos

  • Übergewicht und Adipositas
  • Zu hoher Konsum von Milchprodukten und Calcium

Darm

Verringerung des Krebsrisikos

  • Verzehr von Vollkornprodukten, Ballaststoffen, Milchprodukten
  • Verzehr von Fisch
  • Vitamin C, Vitamin D, Multivitaminpräparate

Erhöhung des Krebsrisikos

  • Verzehr von rohem und verarbeitetem Fleisch, Konsum alkoholischer Getränke

Übergewicht und Adipositas

  • Zu geringer Verzehr von kohlenhydratarmem Gemüse (z. B. Karotten, Rüben, Pastinaken, Kohlrabi sowie grünes Blattgemüse (wie Spinat und Salat); Kohlgemüse, z. B. Brokkoli, Kohl); Lauchgemüse (Zwiebeln, Knoblauch und Lauch)
  • Zu geringer Obstkonsum

Lunge

Verringerung des Krebsrisikos

  • Verzehr von Lebensmitteln mit Retinol, Beta-Carotin oder Carotinoiden
  • Verzehr von Lebensmitteln mit hohem Isoflavongehalt (Soja, Tempeh, Tofu etc.)
  • Bei aktuellen oder früheren Rauchern: Obst und Gemüse
  • Bei aktuellen oder früheren Rauchern: Lebensmittel die Vitamin C enthalten

Erhöhung des Krebsrisikos

  • Trinken von Arsen-haltigem Wasser
  • Bei aktuellen oder früheren Rauchern: Hochdosis Beta-Carotin-NEM
  • Verzehr von rohem und verarbeitetem Fleisch
  • Konsum alkoholischer Getränke

Haut

Verringerung des Krebsrisikos

  • Kaffeekonsum (Melanom bei Frauen und Basalzellkarzinom bei Frauen und Männern)

Erhöhung des Krebsrisikos

  • Trinken von Arsen-haltigem Wasser
  • Konsum alkoholischer Getränke

Informationen zu allen Krebsarten

 

Ernährung und Krebsprävention – eine globale Perspektive – Ergebnisse des World Cancer Research Fund

Weltweit stellt Krebs nach Herz-Kreislauferkrankungen die zweithäufigste Todesursache an nichtinfektiösen Krankheiten dar. Dabei gilt Krebs gilt im Allgemeinen als weitgehend vermeidbare Krankheit, wenn auch eine genetische Veranlagung daran beteiligt sein kann. Unter den Faktoren, die die Entstehung von Krebs beeinflussen können, kommt der Ernährung besondere Bedeutung zu. Ihr Einfluss wird durch eine Reihe von aussagekräftigen Studien gestützt, dadurch bietet sie ein einfaches und preiswertes Mittel zur Prävention, welches jedermann zur Verfügung steht.

Bei Krebserkrankungen handelt es sich um eine Entgleisung der Zellteilung, die zu einem ungebremsten Zellwachstum führt. Es kommt zunächst zu Störungen und später zum Stillstand von Organfunktionen. In der Initiationsphase geht die Fähigkeit zur Regulierung des Zellwachstums verloren, in der Promotionsphase bildet sich ein krebsartiger Herd, der in der anschließenden Progressionsphase die zunehmende Entdifferenzierung der Zellen sowie Tumorinvasion und Metastasenbildung begünstigt. Dieser Prozess kann durch entsprechende Lebensweise, besonders durch eine präventive Ernährungsweise, in erheblichem Maße unterbunden werden. In unseren Lebensmitteln findet sich nämlich eine Vielzahl von Nähr- und Wirkstoffen, die diesen unheilvollen Ablauf unterbrechen können. Neben den in allen Lebensmitteln vorkommenden Vitaminen und Mineralstoffen sind es ausschließlich pflanzliche Lebensmittel, in denen die wichtigen Ballaststoffe und Tausende von sekundären Pflanzenstoffen mit gesundheitsfördernden Eigenschaften enthalten sind.

Seit Mitte der 1990er Jahre hat der Umfang der verfügbaren wissenschaftlichen Literatur im Bereich Ernährung, körperliche Aktivität, Körpergewicht und Krebsrisiko erheblich zugenommen. Das globale Netzwerk des World Cancer Research Fund (WCRF) ist Pionier in Forschung und Aufklärung zum Thema Ernährung, körperliche Aktivität und Krebsprävention. Das Netzwerk hat sich die besondere Verpflichtung gestellt, Empfehlungen auf der Basis von zuverlässigsten wissenschaftlichen Methoden zu formulieren und diese Empfehlungen in allgemein verständliche Botschaften umzusetzen, die wiederum als Entscheidungsgrundlage für jeden dienen sollen. Dabei werden höchste wissenschaftliche Standards angewendet, um Objektivität und Transparenz zu garantieren.


• Krebsrisiko und pflanzliche Lebensmittel

Solide Studienergebnisse liegen vor für folgende Aussagen:

  • Vollkorngetreide: VERRINGERT das Risiko von Darmkrebs
  • Ballaststoffhaltige Lebensmittel: VERRINGT das Risiko von Darmkrebs
  • Durch Pökeln konservierte Lebensmittel: ERHÖHT das Risiko von Magenkrebs
  • Durch Aflatoxine kontaminierte Lebensmittel: ERHÖHT das Risiko von Leberkrebs
  • Es ist unwahrscheinlich, dass Beta-Carotin in Lebensmitteln oder Nahrungsergänzungsmitteln einen wesentlichen Einfluss auf das Risiko von Prostatakrebs hat.

• Krebsrisiko und tierische Lebensmittel

Solide Studienergebnisse liegen vor für folgende Aussagen:

  • Rotes Fleisch: ERHÖHT das Risiko von Darmkrebs
  • Verarbeitetes Fleisch: ERHÖHT das Risiko von Darmkrebs
  • Milchprodukte: VERRINGT das Risiko von Darmkrebs
  • Gesalzener Fisch (nach in China üblicher Art): ERHÖHT das Risiko von Nasen-Rachen-Krebs.

Zusätzlich sind folgende Erklärungen der Experten relevant:

Wenn Sie rotes Fleisch essen, beschränken Sie den Verzehr auf etwa drei Portionen pro Woche. Drei Portionen entsprechen etwa 350 – 500 g wöchentlich an zubereitetem Fleisch (ca. 700 bis 750 Gramm rohes Fleisch). Verzehren Sie, wenn überhaupt, nur sehr wenig verarbeitetes Fleisch. Die angegebene Menge an rotem Fleisch wurde so gewählt, dass ein Gleichgewicht zwischen den Vorteilen des Verzehrs von rotem Fleisch (als Quelle wichtiger Makro- und Mikronährstoffe) und den Nachteilen (erhöhtes Risiko für Darmkrebs und andere nicht übertragbare Krankheiten) hergestellt wird. Fleisch ist eine wertvolle Quelle für Nährstoffe, insbesondere Eiweiß, Eisen, Zink und Vitamin B12. Der Verzehr von Fleisch ist jedoch kein wesentlicher Bestandteil einer gesunden Ernährung. Menschen, die sich für eine fleischlose Ernährung entscheiden, können durch eine sorgfältige Auswahl der Lebensmittel ausreichende Mengen dieser Nährstoffe erhalten. Aus einer Mischung aus Hülsenfrüchten und Getreide kann man ebenso mit ausreichend Protein versorgt werden. Eisen ist in vielen pflanzlichen Lebensmitteln enthalten, obwohl es weniger bioverfügbar ist als das im Fleisch.

Bei den Milchprodukten verhält es sich ähnlich, hier bestehen sowohl positive wie auch negative Aspekte. Einerseits gibt es überzeugende Nachweise, dass der Verzehr von Milchprodukten das Darmkrebsrisiko verringert. Andererseits kann der Konsum von Milchprodukten mit einem erhöhten Prostatakrebsrisiko einhergehen. Diese Beweise fielen allerdings unter den für eine (positive oder negative) Empfehlung erforderlichen Schwellenwert. Lesen Sie im nächsten Newsletter über Ernährungsempfehlungen zu einzelnen Krebsarten.

• Krebsrisiko und konservierte Lebensmittel

Lebensmittel können vor dem Verzehr auf verschiedene Weise konserviert und verarbeitet werden. Diese Methoden beeinflussen die chemische Zusammensetzung von Lebensmitteln sowie ihren Nährwert und ihr karzinogenes Potenzial. Verarbeitetes Fleisch bezieht sich im Allgemeinen auf Fleisch (in der Regel rotes Fleisch), das durch Salzen, Pökeln, Fermentierung, Räuchern oder andere Verfahren zur Geschmacksverstärkung oder Verbesserung der Konservierung verarbeitet wurde. Beispiele für verarbeitetes Fleisch sind Schinken, Salami, Speck, Pastrami und einige Wurstwaren. Dazu gehören Würste, Bratwürste, Chorizo, Würstchen und „Hot Dogs“, denen Nitrite oder Nitrate oder andere Konservierungsstoffe zugesetzt werden.

Solide Studienergebnisse liegen vor für folgende Aussagen:

  • Verarbeitetes Fleisch: ERHÖHT das Risiko von Darmkrebs
  • Durch Pökeln konservierte Lebensmittel: ERHÖHT das Risiko von Magenkrebs
  • Gesalzener Fisch (nach chinesischer Art): ERHÖHT das Risiko von nasopharyngealen Krebs.

• Krebsrisiko und nichtalkoholische Getränke

Solide Studienergebnisse liegen vor für folgende Aussagen:

  • Arsen im Trinkwasser: ERHÖHT das Risiko von Lungenkrebs, Blasenkrebs und Hautkrebs
  • Kaffee: VERRINGERT das Risiko von Leberkrebs und endometrialem Krebs
  • Mate-Tee, der nach traditioneller südamerikanischer Art brühend heiß getrunken wird: ERHÖHT das Risiko eines Ösophagus-Plattenepithelkarzinoms.

• Krebsrisiko und alkoholische Getränke

Zur Krebsprävention ist es am besten, keinen Alkohol zu trinken. Es ist erwiesen, dass im Allgemeinen das Risiko vieler Krebserkrankungen umso höher ist, je mehr alkoholische Getränke konsumiert werden. Die Ausnahme ist Nierenkrebs, wo das Risiko bei bis zu zwei alkoholischen Getränken pro Tag geringer ist; bei mehr als zwei Getränken pro Tag ist das Risiko jedoch unklar. Bei einigen Krebsarten besteht ein erhöhtes Risiko unabhängig der konsumierten Alkoholmenge, während bei anderen Krebsarten das Risiko bei einem höheren Konsum von etwa zwei oder drei Getränken pro Tag (30 oder 45 Gramm Alkohol pro Tag) deutlich wird.

Es gibt auch andere Belege für alkoholische Getränke, die zwar begrenzt sind (entweder in der Menge oder durch methodische Mängel), aber auf ein erhöhtes Risiko für Lungen-, Bauchspeicheldrüsen- und Hautkrebs hindeuten. Hier sind weitere Untersuchungen erforderlich, daher hat das Gremium diese Erkenntnisse für Empfehlungen genutzt. Spielt die Art des alkoholischen Getränks eine Rolle? Die Experten sind der Ansicht, dass alkoholische Getränke unabhängig von der Art des konsumierten alkoholischen Getränks eine Ursache für verschiedene Krebsarten sind. Dies liegt daran, dass alle alkoholischen Getränke Ethanol als krebserregende Verbindung enthalten. Das Ausmaß, in dem alkoholische Getränke eine Ursache für verschiedene Krebsarten sind, hängt von der Menge und der Häufigkeit des Alkoholkonsums ab.

Solide Studienergebnisse liegen vor für folgende Aussagen:

  • Alkoholische Getränke: ERHÖHT das Risiko von Mund-, Rachen- und Kehlkopfkrebs, Speiseröhrenkrebs (Plattenepithelkarzinom), Brustkrebs (vor und nach der Menopause)
  • Zwei oder mehr alkoholische Getränke pro Tag (30 Gramm oder mehr): ERHÖHT das Risiko von Darmkrebs
  • Drei oder mehr alkoholische Getränke pro Tag (45 Gramm oder mehr): ERHÖHT das Risiko von Magenkrebs und Leberkrebs
  • Bis zu zwei alkoholische Getränke pro Tag (bis zu 30 Gramm): VERRINGERT das Risiko von Nierenkrebs.

• Krebsrisiko, glykämische Last und Nahrungsergänzung

Vitamine, Mineralien und Spurenelemente sind als Mikronährstoffe nicht nur in Nahrungsmitteln enthalten, sondern werden auch als Nahrungsergänzungsmittel angeboten. Manchmal werden sie in Dosen konsumiert, die weit über das hinausgehen, was bei einer typischen Ernährung aus der Nahrung aufgenommen wird. Die Empfehlungen der Expertenkommission zur Krebsprävention umfassen eine gesunde Ernährung, die Erhaltung eines gesunden Gewichts und körperliche Aktivität. Es sei besser, sich gesund zu ernähren, als sich zum Schutz vor Krebs allein auf Nahrungsergänzungsmittel zu verlassen.

Solide Studienergebnisse liegen vor für folgende Aussagen:

  • Der Konsum von Kalziumpräparaten: VERRINGERT das Risiko von Darmkrebs
  • Eine höhere glykämische Belastung der Nahrung: ERHÖHT das Risiko von Endometriumkrebs. Im Allgemeinen steigt das Risiko für Endometriumkrebs, je höher die glykämische Belastung in der Ernährung ist.
  • Der Konsum von hochdosierten Beta-Carotin-Zusätzen: ERHÖHT das Risiko von Lungenkrebs (bei Menschen, die rauchen oder Tabak geraucht haben)
  • Der Verzehr von Beta-Carotin in Nahrungsmitteln oder Nahrungsergänzungsmitteln hat wahrscheinlich keinen wesentlichen Einfluss auf das Risiko von Prostatakrebs.
  • Der Konsum von Beta-Carotin in Nahrungsergänzungsmitteln hat wahrscheinlich keinen wesentlichen Einfluss auf das Risiko von Hautkrebs (Nicht-Melanom).
  • Bei hochdosierten Beta-Carotin-Supplementen und Kalziumpräparaten können nur für die jeweils untersuchten Dosen Schlussfolgerungen gezogen werden.

 

Lebensmittelzusatzstoffe und Darmfunktion

Die Verwendung von Zusatzstoffen in der Lebensmittelverarbeitung ist durch spezifische Gesetze geregelt und muss in Europa von der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) genehmigt werden. Dabei handelt es sich um Stoffe, die bei der Lebensmittelherstellung verwendet werden, um deren Haltbarkeit zu verlängern oder Qualität und Geschmack bei industrieller Herstellung verbessern sollen. Sie werden als Stabilisatoren, Überzugs- oder Füllstoffe verwendet und ihr Vorhandensein in Lebensmitteln wird meist mit einer „E-Nummer“ angegeben. Es wird erwartet, dass der europäische Markt für Lebensmittelzusatzstoffe in den nächsten Jahrzehnten stark anwächst und eine Schlüsselrolle in der Lebensmittelindustrie einnehmen wird. Die meisten heute gebräuchlichen Lebensmittelzusatzstoffe wurden jedoch in den 70er und 80er Jahren nach mittlerweile überholten und als unzureichend geltenden Experimenten zugelassen. Diese veraltete Sicherheitsbewertung sowie die Zunahme des Marktvolumens von Lebensmittelzusatzstoffen legt eine erneute Bewertung der potentiell schädlichen Auswirkungen dieser Substanzen auf die menschliche Gesundheit nahe. Viele präklinische Studien haben in letzter Zeit den erhöhten und verlängerten Verzehr von Lebensmittelzusatzstoffen mit der Entwicklung und dem Fortschreiten verschiedener Formen von Colitis, Darmkrebs und dem metabolischen Syndrom in Verbindung gebracht.

Vielfältigste negative Auswirkungen der verschiedenen Substanzklassen auf den Darm sind nachgewiesen.

Hinweis:
Die Ergebnisse stammen überwiegend aus Tierversuchen, Konzentrationen sind in Klammern angegeben, sofern verfügbar

Emulgatoren

Dysbiose und metabolisches Syndrom
Reduzierte Darmtätigkeit und Colitis
Entzündung (1 % w/v)
Darmkrebs (1 % w/v)
Dysbiose mit Zunahme proinflammatorisch wirksamer Bakterien (1, 0,5, 0,25 oder 0,10 %)
Änderung des geschlechtsspezifischen Verhaltens
Neuronale Veränderungen.

Beschichtungs- und Verdickungsmittel

Nekrotisierende Enterokolitis bei Frühgeborenen (47 oder 55,2 g/L)
Beeinträchtigte Immunreaktion auf Salmonella-Infektion (5 % w/v)
Verminderte Schleimproduktion, erhöhte Anfälligkeit für Colitis, chronische Entzündung des Darmes (5 % w/v).

Künstliche Süßstoffe

Darmdysbiose und Glukoseintoleranz (Saccharin: 5 %; Sucralose 5 %; Aspartam: 4 %)
Veränderung der Darmflora und deren Stoffwechselprodukte; Leberentzündung. (0,1 mg/mL)
Veränderung der Darmflora und deren Stoffwechselprodukte mit Beeinträchtigung von Entgiftungsmechanismen der Leber (0,2 mg/20 µL)
Intestinale Dysbiose; erhöhte Sekretion von Cholesterin und Lipiden im Stuhl
Darmdysbiose und Darmentzündung; Vermehrung der Proteobakterien und erhöhte Aktivität der ilealen Myeloperoxidase (Enzym das bei Entzündungsprozessen eine Rolle spielt).

Farbstoffe

Erhöhte Zytokinproduktion und beeinträchtigte Phagozytenaktivität (50 µg/mL)
Darmentzündung und Dysbiose, ROS-Freisetzung, NLRP3 Entzündungsaktivierung und Freisetzung der proinflammatorisch wirksamen Zytokine IL-1β und IL-18
Erhöhte intestinale Permeabilität (10-50-500 mg/kg)
Akkumulation in Peyer’s Plaques; höhere Anzahl dendritischer Zellen und Abnahme der regulatorischen T-Zellen (10 mg/kg)
Beeinträchtigung der probiotischen Arten (Bifidobacterium und Lactobacillus)
Veränderung der bakteriellen Stoffwechselprodukte; Abnahme der Schleimproduktion
Entzündungsreaktion und Veränderung der Kryptenlänge des Dickdarms (2-10-50 mg/kg)
Erhöhte Nüchternblutzuckerwerte und Expression von Diabetes mellitus-bezogenen Genen bei schwangeren Versuchstieren (5 mg/kg)
Antimikrobiell wirksame Stoffe
Schäden an Mikrovilli und Drüsen des Darmes, Reduktion des Körpergewichts, Darmdysbiose (46-460-4600 ppb)
Entwicklung angstähnlicher Verhaltensweisen (3,6 mg/kg)
Darmdysbiose, chronisch schleichende Darmentzündung und Colitis-assoziierte Dickdarmkarzinogenese.

 

Entzündungshemmende Ernährung und Fatigue

Link 1 | Fatigue – man kennt sie bei allen Erkrankungen, die mit einer chronischen Inflammation einhergehen wie z. B. Krebs, entzündliche Darmerkrankungen, Fibromyalgie, multiple Sklerose und zahlreiche andere (Autoimmun)erkrankungen. Auch bei depressiven Patienten ist die Fatigue ein wichtiger Aspekt bei der ganzheitlichen Betrachtung der Erkrankung. Etwa 90 % der von diesen Erkrankungen betroffenen Patienten leiden auch unter Fatigue. Patienten mit Krebs sind besonders während und nach der schulmedizinischen Behandlung davon betroffen.

Fatigue ist eine überwältigende Müdigkeit, die weit über die nach körperlicher oder geistiger Anstrengung auftretende Erschöpfung hinausgeht und auch durch erholsamen Schlaf nicht beseitigt wird. Derartige Erschöpfungserscheinungen können zeitlich begrenzt auftreten oder in einen chronischen (> 6 Monate) Zustand übergehen. Aktuell geht man davon aus, dass ganz unterschiedliche Faktoren Link 1 | Link 2 an der Entstehung der Fatigue beteiligt sind. Bei dem chronische Fatigue-Syndrom (CFS), einer multisystemischen und komplexen Erkrankung mit enormen persönlichen, sozialen und beruflichen Langzeit-Einschränkungen treten gravierenden Merkmale einer fehlgeleiteten Immunregulation auf, z. B. Veränderungen des Immunglobulinspiegels, des Zytokinprofils, der Zusammensetzung von B- und T-Zellen und der natürlichen Killerzellen. Auffällige Nährstoffdefizite (Vitamin C, Vitamin B-Komplex, Natrium, Magnesium, Zink, Folsäure, L-Carnitin, L-Tryptophan, essentielle Fettsäuren und Coenzym Q10) sind ebenso maßgeblich am Ausbruch und Schweregrad des CFS beteiligt.

Ärzte der Charité-Universitätsmedizin in Berlin und des Deutschen Instituts für Ernährungsforschung in Potsdam sind nun der Frage nachgegangen, ob das bei der Fatigue beobachtete Entzündungsprofil durch eine entzündungshemmende Ernährung verbessert werden kann und welche Auswirkungen dies auf die Reduktion der Fatigue hat. Es wurden insgesamt 21 klinische Studien ausgewertet, um den Einfluss von entzündungshemmenden Nährstoffen, Lebensmitteln und Ernährungsformen auf Entzündungsmarker und die Fatigue bei verschiedenen Patientengruppen zu untersuchen.

Die wesentlichen Erkenntnisse zur ernährungsbasierten Behandlung der Fatigue

Einzelne Nährstoffe

• Omega3/Omega6
Omega-3-Fettsäuren reduzierten Fatigue bei Lungenkrebs-Patienten
Omega-6-Fettsäuren (und nicht Omega-3-Fettsäuren) reduzierten Fatigue und die Inflammationsmarker TNF-α und CRP bei Patientinnen mit Brustkrebs
Täglicher Konsum von Fischöl (1,98 g/Tag EPA und 1,32 g/Tag DHA) über einen Zeitraum von 6 Monaten reduzierte Fatigue bei Patienten mit Multipler Sklerose.

• Vitamin A
Bei Patienten mit multipler Sklerose reduzierte hochdosiertes Vitamin A die Ermüdungswerte nach 1-jähriger Intervention (25.000 internationale Einheiten (IU) Retinylpalmitat/Tag für 6 Monate, gefolgt von 10.000 IU/Tag für 6 Monate).

• Vitamin D (Cholecalciferol)
Bei Patienten mit Systemischem Lupus erythematodes führte die Nahrungsergänzung mit Vitamin D (50,000 IU/Woche für einen Zeitraum von 24 Wochen) zur Besserung der Fatigue und auch der allgemeinen Symptomatik.

• Polyphenole
Epigallocatechingallat (EGCG) führte im Tierversuch zur Besserung der Fatigue.
In einer kleinen Studie mit 12 Blasenkrebs-Patienten wurde durch die tägliche Gabe von 450 oder 900 mg Isoquercetin über einen Zeitraum von 80 Tagen eine wesentliche Reduktion der Fatigue beobachtet.

• Aminosäuren/Peptide/Proteine
Mittels Carnitin wurde die Symptomatik von Patienten mit CFS wesentlich verbessert.

• Probiotika
Bei Patienten mit Reizdarmsyndrom führte die 8-wöchige Einnahme von Probiotika mit Bakterien der Gattungen Lactobacillus und Bifidobacterium zu einer Besserung der Fatigue. Anderweitige Untersuchungen bei weiteren Erkrankungen konnten diesen Effekt jedoch nicht bestätigen.

• Ginseng
Im Tierversuch wurde eine Verbesserung der durch Chemotherapie verursachten Fatigue nachgewiesen, sowie die Reduktion inflammatorischer Zytokine (TNF-α und IL-6).

• Ernährung
Frauen mit Brustkrebs, deren Ernährung viel Fisch, Vollwertgetreide und Gemüse (vor allem grünblättriges Gemüse und Tomaten), entzündungshemmende und antioxidative Inhaltsstoffe (z. B. Carotenoide, Omega-3-Fettsäuren, Vitamin A, Vitamin C) enthielt, litten weitaus weniger an Chemotherapie-verursachter Fatigue.
Eine “Leaky-gut-Diät” wurde konzipiert für Patienten mit Fatigue. Sie ist kohlenhydratarm, frei von Gluten und Milchprodukten und wird kombiniert, je nach Bedarf, mit entzündungshemmend und antioxidativ wirksamen Inhaltsstoffen, z. B. Glutamin, N-acetyl-L-cysteine, Zink, L-Carnitin, Coenzym Q10, Taurin, Curcumin oder Quercetin. Die Fatigue besserte sich bei 65 % der Patienten, die sich nach diesen Vorgaben ernährten.
Die mediterrane Ernährung kann bei krankheitsbedingter Fatigue zu einer Besserung beitragen, indem die inflammatorischen Last reduziert wird. Dabei normalisiert sich die Darmflora.

 

Licht, Schall und Krebszellen

Die meisten Krebs-Todesfälle entstehen durch Metastasierung als Folge der Ausbreitung von zirkulierenden Tumorzellen (CTC) vom Primärtumor auf lebenswichtige Organe. Bisher war es nicht möglich, solche frühen Marker einer fortschreitenden Erkrankung rechtzeitig zu erkennen oder sogar zu eliminieren. Einem Forschungsteam der Universität Arkansas ist es nun erstmalig gelungen, zirkulierende Krebszellen im Blut mittels eines nicht-invasiven Gerätes zu erkennen und abzutöten. Das ↗︎ „Cytophone“-Gerät verbindet Laser- und Ultraschalltechnologien und kann in Echtzeit-Zählung eine einzige zirkulierende Tumorzelle pro Liter Blut erkennen. Das ist 1.000-mal besser als bereits existierende Methoden.

Herkömmliche Nachweisverfahren haben leider eine begrenzte Empfindlichkeit und können seltene zirkulierende Tumorzellen in einem frühen, noch behandelbaren Krankheitsstadium übersehen. So könnte eine genaue Erkennung dieser Zellen bei der Vorhersage und der Beseitigung der Metastasierung helfen. Diese neue photoakustische Methode wurde für den ↗︎ Einsatz bei Melanompatienten entwickelt und kann sehr geringe Mengen an zirkulierenden Tumorzellen in nicht-invasiver Weise erkennen und sie mit Laserpulsen zerstören, was ein immenses therapeutisches Potenzial in sich birgt.

Die transkutane Abgabe von Laserpulsen über intakte Haut an ein Blutgefäß führt zur Erzeugung akustischer Wellen. Bei 19 gesunden Probanden wurden keine CTC-typischen Signale innerhalb festgelegter Schwellenwerte identifiziert, aber bei 27 von 28 Patienten mit Melanom zeigten sich Signale, die mit einzelnen oder gebündelten CTCs übereinstimmten. Die Nachweisgrenze lag bei 1 CTC/Liter Blut, das ist etwa 1.000-mal besser im Vergleich zu bereits existierenden Methoden. Das Cytophon konnte einzelne CTCs bei einer Konzentration von ≥1 CTC/ml innerhalb von 20 s nachweisen und auch CTC-Zellhaufen richtig identifizieren. Diese Daten deuten auf ein immenses Potenzial der neuartigen In-vivo-Blutuntersuchung hin für das frühe Melanomscreening, die Beurteilung des Wiederauftretens von Krankheiten und die Überwachung der physischen Zerstörung von CTCs.

 

Bayer verliert Prozess

Ein Ende beim Dauerthema Glyphosat ist nicht absehbar – ganz im Gegenteil! In einem wegweisenden US-Prozess um das umstrittene Unkrautvernichtungsmittel Glyphosat hat Bayer erneut eine herbe Niederlage erlitten. Das Bundesbezirksgericht in San Francisco hat entschieden, dass Monsanto für die Krebsrisiken seines Unkrautvernichters Roundup mit dem umstrittenen Wirkstoff Glyphosat haftbar ist. Die Jury kam zu dem Schluss, dass Roundup als wesentlicher Faktor für die Lymphdrüsenkrebserkrankung des 70-jährigen Klägers Edwin Hardeman einzustufen sei. Der Konzern wurde zu Schadenersatz in Höhe von 80 Millionen Dollar (71,4 Millionen Euro) verurteilt. Dieser Prozess könnte richtungsweisend für andere vor Gericht anhängige Klagen sein. Er brachte in den USA eine Klagewelle gegen Bayer ins Rollen, aktuell liegen etwa 11.000 Klagen vor. Die Kläger stützen sich dabei vor allem auf die Internationale Krebsforschungsagentur der Weltgesundheitsorganisation, die Monsantos Unkrautvernichter 2015 als „wahrscheinlich krebserregend“ für Menschen einstufte. Der Aktienkurs des Bayer-Konzerns fällt immer weiter und liegt mit 52 Milliarden Euro inzwischen deutlich unter den rund 56 Milliarden Euro, die Bayer für den Kauf von Monsanto bezahlte. Mitarbeiter sind von dem Wertverlust am stärksten betroffen, in Deutschland sollen 4.500 Arbeitsplätze abgebaut werden.

 

Stopp für das 5G-Mobilfunknetz in Deutschland

Mobilfunkanbieter arbeiten bereits an einem neuen Mobilfunkstandard der fünften Generation, der verkürzt 5G genannt wird. Hierfür sollen Frequenzen im Gigahertz-Bereich eingesetzt werden, teilweise weit über den bisher genutzten Frequenzbändern. Der neue Standard soll bisher ungeahnte Datenmengen übertragen können. Die 5G-Technik funktioniert nur über kurze Entfernungen und die vollständige Einführung wird in städtischen Gebieten zu Antennen im Abstand von 10 bis 12 Häusern führen. Durch den Ausbau von 5G wird die Exposition gegenüber elektromagnetischen Feldern im Hochfrequenzbereich (HF-EMF) stark erhöhen, indem es zu GSM, UMTS, LTE, WLAN, usw. hinzukommt, die bereits für die Telekommunikation genutzt werden. Es ist erwiesen, dass HF-EMF für Menschen und die Umwelt schädlich sind. Die Zwangsexposition wird somit immens erhöht.

↗︎ Unterzeichnen Sie hier die Petition gegen den 5G-Ausbau.

↗︎ Ein internationaler Appel von Wissenschaftlern und Ärzten aus mehr als 40 Ländern hat deren „ernsthafte Besorgnis“ hinsichtlich der allgegenwärtigen und zunehmenden Exposition gegenüber elektromagnetischen Feldern durch elektrische und kabellose Geräte geäußert. Zahlreiche aktuelle wissenschaftliche Veröffentlichungen hätten gezeigt, dass sich elektromagnetische Felder, selbst bei Intensitäten, die weit unterhalb der meisten internationalen und nationalen Grenzwerte liegen, auf lebende Organismen auswirken. Zu den Auswirkungen gehören ein erhöhtes Krebsrisiko, Zellstress, eine Zunahme schädlicher freier Radikaler, Genschäden, strukturelle und funktionelle Veränderungen im Fortpflanzungssystem, Lern- und Gedächtnisdefizite, neurologische Störungen sowie negative Auswirkungen auf das allgemeine Wohlbefinden bei Menschen. Schädigungen betreffen bei weitem nicht nur den Menschen. ↗︎ Eine zunehmende Anzahl wissenschaftlicher Arbeiten zeigen Schädigungen der menschlichen Gesundheit durch elektromagnetische Felder auf.

↗︎ Die weltweit größte Studie der Welt (25 Millionen UDS) zu diesem Thema des US-amerikanischen National Toxicology Program (NTP) zeigt eine statistisch deutliche Zunahme beim Auftreten von Gehirn- und Herzkrebs in Versuchstieren, die elektromagnetischen Feldern unterhalb der ICNIRP-Grenzwerte ausgesetzt waren (ICNIRP, International Commission on Non-Ionizing Radiation Protection = Internationale Kommission zum Schutz vor nicht-ionisierender Strahlung). Diese Grenzwerte gelten in den meisten Ländern. Diese Daten aus Tierversuchen untermauern die ↗︎ Ergebnisse in epidemiologischen Studien am Menschen zu hochfrequenter Strahlung und dem Hirntumorrisiko.

Weitere Infos zum Thema: 

↗︎ Gefahr: 5G-Strahlung: Wissenschaftler warnen vor dem neuen Mobilfunkstandard
5G-Ausbau: „Im Grunde ungeheuerlich!“ Diagnose:funk im Interview mit Prof. W. Thiede

Ärzte fordern Ausbaustopp für 5G

↗︎ Brief an Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur Scheuer
↗︎ Vimeo
↗︎ Kla.TV
↗︎ Ärztekammern fordern WLAN-Verbot an Kindergärten und Schulen

 

Phytotherapeutika in der Krebstherapie: Teil 2 – Curcumin

↗︎ Kurkuma ist eine wichtige Heilpflanze mit antioxidativen, entzündungshemmenden, antitumoralen, antiarthritischen, antiatherosklerotischen, antidepressiven, antidiabetischen, antimikrobiellen, Wundheilungs- und gedächtnisverstärkenden Wirkungen. ↗︎ In der traditionellen indischen Medizin wurde dieses Gewürz auch zur Behandlung verschiedener Erkrankungen wie gynäkologische Probleme, Magenbeschwerden, Lebererkrankungen, Infektionskrankheiten, Blutkrankheiten, Akne, Psoriasis, Dermatitis, Hautausschlag und andere chronische Erkrankungen verwendet. Curcumin wirkt chemopräventiv, chemosensibilisierend und radiosensibilisierend, und ist daher ein wichtiger Wirkstoff in der adjuvanten Krebstherapie (↗︎ Link 1 und ↗︎ Link 2).

Als Polyphenol mit „multi-tasking“-Eigenschaften wirkt Curcumin auf zahlreiche Moleküle (z. B. Transkriptionsfaktoren, Entzündungsmediatoren) und deren Signalwege ein, die mit verschiedenen chronischen Krankheiten in Verbindung stehen. In vielen neueren Studien wurde Curcumin als starker ↗︎ epigenetischer Regulator bei verschiedenen neurologischen Erkrankungen, Entzündungen, Diabetes und manchen Krebsarten beschrieben. Die antiinflammatorische Wirkung ergibt sich durch die Hemmung verschiedener Zytokine wie TNF-α, IL-1, IL-6, IL-8, IL-12, sowie entzündungsfördernder Enzyme und Transkriptionsfaktoren. Curcumin wirkt zudem synergistisch mit anderen pflanzlichen Wirkstoffen wie ↗︎ Resveratrol, Piperin, Catechine, Quercetin und Genistein.

Bisher wurde in etwa 100 klinischen Studien zur Wirksamkeit, Verträglichkeit und Sicherheit von Curcumin bei der Prävention und Behandlung verschiedener Erkrankungen durchgeführt. ↗︎ Hier finden Sie eine Übersicht aller abgeschlossenen und laufenden klinischen Studien zum Einsatz von Curcumin bei Krebs

Darmkrebs

Durch 30-tägige tägliche Einnahme von 4 g Curcumin kam es zu einer wesentlichen Reduktion von ↗︎ anormalen Kryptenherden.
Prostaglandin E2 (PGE2) ist ein wesentliches Prostaglandin, welches in das Entzündungsgeschehen involviert ist. Es erhöht die Gefäßpermeabilität (Gewebeschwellung), ist an der Entstehung der Rötung beteiligt und verstärkt den Schmerz. Eine tägliche Dosis von 3,6 g Curcumin führte, 1 Stunde nach Einnahme, zu einer 60 %-igen Reduktion des induzierbaren PGE2. ↗︎ Unerwünschte Reaktionen traten dabei nicht auf.
Auch bei fortgeschrittenem Darmkrebs wurde die PGE2-Freisetzung durch einen Curcuma-Extrakt ↗︎ wesentlich und in einer dosisabhängigen Weise reduziert.
Durch die Einnahme von Curcumin wurde die ↗︎ allgemeine Lebensqualität von Patienten mit Darmkrebs verbessert, indem bestimmte Signalwege aktiviert wurden, die zur Apoptose und zum Zelltod führten.

Hautkrebs

Topische Anwendung führte zu ↗︎ symptomatischer Verbesserung, Abnahme der Größe der Läsion, Reduktion von Schmerzen bei 70 % der 62 Patienten.

Gebärmutterhalskrebs

Curcumin hat ↗︎ präventive Eigenschaften gegenüber Gebärmutterhalskrebs in einer Dosis von 500 – 12.000 mg/Tag. Diese Dosierung war sicher und wurde gut vertragen.

Kopf-Hals-Tumoren

Curcumin ↗︎ verringerte proinflammatorische Zytokine wie z. B. IL-6, IL-8 und TNF-α im Speichel von Patienten mit Kopf-Hals-Tumoren.

Anderweitige Krebsarten

Curcumin zeigte im klinischen Bereich auch Potenzial gegen verschiedene andere Krebsarten. Eine Curcumin-haltige Formulierung mit verbesserter Bioverfügbarkeit wurde an Patienten mit verschiedenen soliden Tumoren (Brust, Leber, Magen, Lymphom, Prostata, Blase, Eileiter, Hoden) verabreicht. ↗︎ Durch die Supplementierung wurden systemische Entzündungsreaktionen unterdrückt und die Lebensqualität dieser Patienten signifikant verbessert. Auch bei metastasierten Gehirntumoren bei Kindern die mit Chemotheraqpie behandelt wurden, kam es durch die zusätzliche Einnahme von Curcumin zu einem ↗︎ besseren klinischen Ansprechen auf die Therapie. Curcumin ↗︎ verbesserte auch die Histologie prämaligner Läsionen bei verschiedenen Krebsarten (Blase, Magen, Darm, Gebärmutter).
Zur ↗︎ Verringerung der Nebenwirkungen von Chemo- und Strahlentherapie bei verschiedenen Krebsarten (Magen, Darm, Leber, Niere und Lunge) kann Curcumin erfolgreich eingesetzt werden.
Auch bei Patienten mit ↗︎ chronisch myeloischer Leukämie wurde durch die Verabreichung von Curcumin in der Adjuvanz die Prognose verbessert.

Pflanzenschutz, Glyphosat und andere Pestizide

Forschern der niederländischen Universität Wageningen kritisieren, dass die EU kein Konzept hat, um die Risiken von Rückständen aus Pflanzenschutzmitteln bzw. deren Mischungen im Boden zu minimieren. Untersuchungen der holländischen Wissenschaftler zeigten, dass landwirtschaftliche Böden in der EU meist verschiedene Mischungen von Pflanzenschutzmitteln enthalten. In elf EU-Ländern wurden 317 Bodenproben auf jeweils 76 Rückstände von Pflanzenschutzmitteln getestet. Von den Bodenproben enthielten mehr als 80 Prozent Rückstände. In 58 Prozent der Böden wurde mehr als ein Rückstand gefunden. Es wurden 166 verschiedene Kombinationen von Pflanzenschutzmitteln gefunden. Der bekannte Wirkstoff Glyphosat kam in den Cocktails am häufigsten vor, weiter das Insektizid DDT und seine Metaboliten sowie die Breitbandfungizide Boscalid, Epoxiconazol und Tebuconazol.

↗︎ Anfang November wurde die Studie über Pestizidrückstände in europäischen landwirtschaftlichen Böden veröffentlicht.

Zwar übertrafen die Messwerte nur vereinzelt die jeweiligen Grenzwerte. Es ist jedoch völlig unbekannt, wie die giftigen Mischungen aus Pflanzenschutzrückständen auf die Bodenorganismen wirken, und letztendlich auch auf unsere Gesundheit.

↗︎ In Deutschland soll der Einsatz von Glyphosat langfristig verboten werden. Das Umweltministerium plant nun strengere Regeln auf Bundesebene, Landwirte sollen etwa einen Teil ihrer Flächen pestizidfrei halten müssen, 10 % ihres Bodens sollen als Brache oder Blühfläche freigehalten werden. In der Nähe ökologisch sensibler Gebiete soll Glyphosat nicht mehr verwendet werden und ein ↗︎ generelles Verbot für den Einsatz von Glyphosat ist ab 2023 geplant.
Die Bayer-AG, die vor kurzem den Agrarriesen Monsanto übernommen hat, behauptete in der Vergangenheit wiederholt, dass rund 800 wissenschaftliche Studien beweisen, es gäbe keinen Zusammenhang zwischen Glyphosat und Krebs. Nun wurde von einer Recherche der Tageszeitung taz gezeigt: ↗︎ Diese Zahl hat der Konzern frei erfunden!
Es liegen nur etwa 50 Studien vor, die sich überhaupt dem Thema Glyphosat und Krebs widmen. Und in einigen davon können ExpertInnen durchaus Hinweise auf ein Krebsrisiko erkennen.

 

Hormonverändernde Pestizide im Körper jeder zweiten Person nachgewiesen

Experten gehen davon aus, dass von den etwa 85.000 bekannten synthetischen Chemikalien etwa 1.000 sogenannte endokrine Disruptoren sein könnten. Es handelt sich dabei um Stoffe, die schon in geringsten Mengen tiefgreifende Veränderung des menschlichen Hormonsystems bewirken und z. B. an der Entstehung von Brust- und Protatakrebs, Unfruchtbarkeit, Diabetes mellitus, kardiovaskulären Erkrankungen, Schilddrüsenerkrankungen sowie neurologischen, neurodegenerativen und psychischen Erkrankungen beim Menschen beteiligt sind.

Im Sommer 2018 wurde eine Studie in sechs EU-Mitgliedsländern durchgeführt, bei der verschiedene Pestizide mit endokriner Wirkung in den Haar-Proben von 148 Freiwilligen getestet wurden. Im Haar von 60 % der Probanden wurden endokrin wirkende Pestizide nachgewiesen!

Endokrine Disruptoren sind Bestandteile von vielen synthetisch hergestellten Produkten. Materialien aus Plastik (z. B. Kinderspielzeug, Plastikflaschen, Plastikboxen oder Kosmetikflaschen), Auskleidungen von Tetrapaks und Dosen, Elektronikartikel, Baustoffe, Kosmetikprodukte, Textilien sowie in der Industrie verwendete Löse- und Schmiermittel sind besonders belastet. Endokrine Disruptoren sind aber auch in zahlreichen, auch in der EU zugelassenen, Pestiziden vorhanden. Durch das landwirtschaftliche Ausbringen dieser Pestizide auf Felder werden sie in Boden und Gewässern angereichert, gelangen in die Nahrungskette.

Sven Giegold, der Sprecher der deutschen Grünen im Europäischen Parlament und Mit-Organisator des Haartestes beschreibt die Ergebnisse:
„Die Ergebnisse sind alarmierend. In 60 Prozent der Proben wurden eindeutige Rückstände von hormonverändernden Pestiziden gefunden. Jede zweite Testperson hat substantielle Mengen endokrine Disruptoren im Körper. Die Ergebnisse müssen ein Weckruf sein, das Zulassungsverfahren für Pestizide zu verschärfen. Alle Studien müssen öffentlich werden, auch wenn die Ergebnisse des Agrarchemieherstellern nicht passen. Hormonverändernde Substanzen müssen überall aus der Landwirtschaft verschwinden.

Es ist erschreckend, dass wir nicht mehr selbst nicht in der Hand haben, was in unseren Köper gelangt. Es scheint als kann niemand mehr den Ackergiften entkommen. Unser Test zeigt, dass es keine Rolle spielt, wie nah eine Person an landwirtschaftlichen Flächen wohnt: Menschen aus Stadt und Land sind gleichermaßen betroffen. Die Pestizide werden vermutlich über die Nahrung und das Trinkwasser aufgenommen oder im heimischen Garten eingesetzt. Ein weiteres Ergebnis: Das Alter spielt kaum eine Rolle, vom Kleinkind bis zum 70-Jährigen sind alle betroffenen. Das ist gerade angesichts der nachgewiesenen Auswirkungen auf Entwicklungsprozesse bei Kindern äußerst bedenklich. In Deutschland sieht die Situation nur leicht besser aus: Von den 34 Proben aus Deutschland waren in knapp der Hälfte hormonverändernde Pestizide nachweisbar. Auch in Deutschland sind Stadt und Land und alle Altersgruppen betroffen.

Mit am häufigsten haben wir das Pestizid Chlorpyrifos in den Proben gefunden. Die Zulassung von Chlorpyrifos wurde erst kürzlich von den EU-Landwirtschaftsministern für ein Jahr verlängert, trotz der starken Anzeichen für eine Beeinträchung der Gehirnentwicklung von Kindern. Gemäß der EU-Pestizidverordnung dürften solche hormonverändernden Pestizide in der EU gar nicht mehr zugelassen werden. Die Hersteller nutzen aber eine Reihe von Ausnahmen, um dieses Verbot zu umgehen. Denn wenn nur wenige Menschen diesen Stoffen ausgesetzt sein werden, dürfen sie trotzdem auf den europäischen Markt. Unsere Pilot-Studie zeigt jetzt: Die Belastung der Bevölkerung ist in keiner Weise zu vernachlässigen, wie die Ausnahmeregelung vorschreibt. Jede und jeder zweite ist in unserer Studie hormonverändernden Pestiziden ausgesetzt.

Wir fordern, dass hormonveränderende Stoffe ohne Ausnahmen sofort vom Markt genommen werden. Der Schutz der Bevölkerung muss über kurzfristigen Industrieinteressen stehen. Die Abstimmung des Abschlussberichts des PEST-Sonderausschusses im Europaparlament ist die nächste Chance, eine Reform der Zulassungsverfahren im Interesse der Verbraucher durchzusetzen. Missliebige Untersuchungsergebnisse müssen generell veröffentlicht werden. Die Geheimhaltung wissenschaftlicher Ergebnisse durch die Chmiekonzerne muss aufhören.”

Meldung und Link zur Verbreitung der Nachricht über soziale Netzwerke

Alle Ergebnisse des Haartestes

Phytotherapeutika in der Krebstherapie: Teil 1 – Resveratrol

In tausenden von Studien wurden bereits die antikanzerogene Aktivität von pflanzlichen Inhaltsstoffen dokumentiertet. Die Meinungen über den klinischen Einsatz sind jedoch kontrovers, was vor allem daran liegt, dass es bisher nur wenige Studien zur tatsächlichen klinischen Anwendbarkeit von pflanzlichen Inhaltsstoffen bei der Krebsbehandlung gibt.

Polyphenole spielen für Pflanzen eine zentrale Rolle. Aufgrund ihrer antimikrobiellen und antioxidativen Aktivitäten schützen diese Inhaltsstoffe die Pflanzen vor Konkurrenten, Pflanzenfressern, Krankheitserregern, UV-Strahlung und anderen Stressfaktoren. Resveratrol ist eines der bekanntesten Polyphenole, als Inhaltsstoff von roten Trauben, aber auch als beliebtes Nahrungsergänzungsmittel. Klinische Studien zum Einsatz von Resveratrol bei Krebserkrankungen wurden hauptsächlich bei kolorektalen Karzinomen durchgeführt – sie belegen eine gewisse Wirksamkeit:

  1. Patienten mit kolorektalem Krebs und Lebermetastasen, die einer Hepatektomie unterzogen werden sollten, erhielten über 14 Tage eine Resveratrol-Dosis (mikronisiertes Resveratrol) von 5 g/Tag. Danach wurde in dem metastasierten Lebergewebe ein signifikanter Anstieg (ca. 40 %) eines Apoptose-Markers festgestellt, Hinweis auf einen vermehrt stattfindenden Zelltod im kranken Gewebe. L. M. Howells et al. ↑ Phase I randomised double-blind pilot study of micronized resveratrol (SRT501) in patients with hepatic metastases – safety, pharmacokinetics and pharmacodynamics. Cancer Prev Res. 2011 4(9): 1419–1425.
  2. Zwanzig Patienten mit kolorektalem Karzinom wurden präoperativ acht tägliche Resveratrol-Dosen von 0,5 oder 1,0 g verabreicht. Dadurch nahm die Proliferation der Tumorzellen um 5 % ab. Die Ergebnisse legen nahe, dass tägliche Resveratrol-Dosen von 0,5 oder 1,0 g ausreichen, um antikanzerogene Wirkungen auszulösen. Patel KR et al. ↑ Clinical pharmacology of resveratrol and its metabolites in colorectal cancer patients. Cancer Res. 2010 Oct 1;70(19):7392-9.
  3. Bei Frauen mit erhöhtem Brustkrebsrisiko führte trans-Resveratrol (10 mg oder 100 mg pro Tag, über einen Zeitraum von 12 Wochen) zu einer verstärkten Expression von Tumorsupressorgenen, die unkontrollierte Zellteilungen und somit das Tumorwachstum verhindern. Zhu, W. et al., 2012. ↑ Trans‐resveratrol alters mammary promoter hypermethylation in women at increased risk for breast cancer.  Nutrition and Cancer, 64(3), 393–400.

Hier finden Sie eine Übersicht aller abgeschlossenen und aktiven Studien zum Einsatz von Resveratrol bei Krebs.

Blaubeerextrakt – ein Adjuvanz für die Strahlentherapie bei Zervixkarzinom?

Eine der häufigsten Todesursachen bei Frauen weltweit ist der Gebärmutterhalskrebs. Im fortgeschrittenen Stadium wird eine Kombination Strahlen- und Chemotherapie eingesetzt, die jedoch mit sehr starken Nebenwirkungen verbunden ist. Die Wirksamkeit dieses Ansatzes wird zudem eingeschränkt durch die Neigung von Krebszellen, Resistenzen gegen Chemotherapeutika zu bilden. Daher besteht ein dringender Bedarf an neuen Behandlungsmöglichkeiten. Neuere Studien haben den Einsatz von diätetischen Maßnahmen und pflanzlichen Inhaltsstoffen im Kampf gegen den Krebs untersucht. Sie belegen eine Wirkung auf die Verringerung der Karzinome, der Initiierung des gezielten Zelltodes sowie die Reduktion von Rezidiven. In einer kürzlich publizierten In-vitro-Studie wurde gezeigt, dass ein Blaubeerextrakt Krebszellen für die Strahlentherapie sensibilisiert und die Selbstzerstörung der Zellen fördert.

Bei dem experimentellen Ansatz wurden Zellkulturen des Zervixkarzinoms verwendet. Ein Teil der Zellen wurde nur mit Strahlentherapie behandelt, ein anderer Teil mit der Kombination aus Strahlentherapie und einem Blaubeerextrakt. Dabei wurde festgestellt, dass diese Kombination zu synergistischen Effekten führt. Die Versuche ergaben, dass Blaubeerextrakt zu einer Hemmung des Wachstums von Krebszellen führt (reduzierte Proliferation durch Hemmung von Cyclin D und Cyclin E) und Krebszellen absterben durch die Förderung der Apoptose (programmierter Zelltod) durch erhöhte Aktivität der Caspase 3 und Begünstigung des TRIAL Signalweges (Tumor Necrosis Factor Related Apoptosis Inducing Ligand). Die In-vitro-Ergebnisse legen nahe, dass Blaubeerextrakte ein mögliches Adjuvanz für die Strahlentherapie sein könnten. Bevor die beschriebenen Ergebnisse auf den Menschen übertragen werden können, sind jedoch weitere Tierversuche und auch klinische Studien notwendig. ↑ weiter

Strahlentherapie: Krebsstammzellen und Metastasierung

Krebsstammzellen („cancer stem cells", CSCs oder Tumorstammzellen) werden heute für das Wachstum und erneute Auftreten von Tumoren verantwortlich gemacht. Bei der Krebsentstehung sind die CSCs von großer Bedeutung. Sie stellen eine kleine Zellgruppe dar, die in heterogenen Tumoren vorkommt und möglicherweise für das Tumorwachstum verantwortlich ist. Nach dem Krebsstammzell-Konzept besteht ein bösartiger Tumor aus sehr unterschiedlichen Zellen und ist kein einheitliches Gewebe mit identisch mutierten Zellen. Stammzellen und CSCs haben viele gemeinsame Eigenschaften. Sie können sich aus sich selbst heraus erneuern und sind praktisch unsterblich. Sie können unterschiedliche Zelltypen aus sich hervorgehen lassen, und sie sind imstande, im Organismus zu wandern. Die gleichen Eigenschaften, die Stammzellen zu einem Quell des Lebens machen, lassen Krebsstammzellen zur Quelle des Todes werden.

Auch wenn vermutlich nicht alle Tumorarten aus CSCs entstehen, so konnten sie doch mittlerweile in den unterschiedlichsten Tumoren (z. B. Hirntumore, Brustkrebs, hepatozelluläre Karzinome, Pankreaskarzinome, kolorektale Karzinome, Kopf-Hals-Tumore etc.) nachgewiesen werden. Zudem gibt es immer mehr Hinweise darauf, dass sie gegen Therapien resistent sind, und so zu Rückfällen und Metastasen führen. Andere Krebszellen machen zwar den Großteil der Masse maligner Tumoren aus, tragen jedoch bei weitem nicht im selben Maße zur Bösartigkeit der Erkrankung bei. Diese Resistenz könnte erklären, warum nach einer solchen Therapie Tumoren zuerst verschwinden, jedoch später oft erneut auftreten, denn eine einzige überlebende Krebsstammzelle reicht aus, um einen Tumor wieder auftreten zu lassen.

Die Strahlentherapie gilt seit über 100 Jahren als eine der am weitesten verbreiteten Behandlungen bei Krebserkrankungen. Mit der Entwicklung fortschrittlicher Bestrahlungstechniken ist die Strahlentherapie zu einer wirksamen Behandlung von Krebserkrankungen geworden. Bei zahlreichen Patienten die eine Strahlentherapie erhalten haben, kommt es jedoch im weiteren Verlauf zur Strahlenresistenz und einem Rezidiv mit Metastasierung des Tumors (1 – 3). Auch die Strahlenresistenz von Krebs ist auf die Existenz intrinsischer CSCs zurückzuführen. Nicht–CSCs gelten als strahlungsempfindlich und damit als leicht zu töten. Neuere Studien haben jedoch ergeben, dass unter den Bedingungen von strahlungsinduziertem Stress bei den strahlungsempfindlichen nicht–CSCs eine zelluläre „Umprogrammierung“ stattfinden kann, wodurch diese Zellen die Eigenschaften von CSCs erlangen, einschließlich einer hohen Resistenz gegen Strahlentherapie. Dies beweist, dass Strahlentherapie direkt zur Erzeugung neuartiger CSCs aus nicht-CSCs führen kann. Zudem deuten die Ergebnisse neuerer Forschungsarbeiten darauf hin, dass neben intrinsischen CSCs auch nicht-CSCs zum Rückfall und zur Metastasierung nach der Umwandlung in CSCs beitragen können (Abbildung).

CSC

Die strahlungsinduzierte Erzeugung von CSCs trägt zum Rückfall und zur Metastasierung von Krebs bei. Die Mehrzahl der nicht–CSCs wird nach Bestrahlung über verschiedene Mechanismen wie der zellulären oder mitotischen Apoptose geschädigt und abgetötet. CSCs sind eine kleine, aber strahlenresistente Zellgruppe, die in heterogenen malignen Tumoren vorkommt. Unter strahleninduzierten Stressbedingungen überleben CSCs nach Bestrahlung; zusätzlich kann es bei einer kleinen Anzahl von nicht-CSCs durch Bestrahlung zu einer Dedifferenzierung kommen, bei dem Zellen ihre Zelltyp-spezifischen Eigenschaften verlieren. Die neu erzeugten CSCs tragen zusammen mit den bereits vorhandenen intrinsischen CSCs später zum Rückfall und zur Metastasierung von Krebs bei (1 – 3).

Im Jahr 2012 zeigten Lagadec und Kollegen (1) von der California-Universität zum ersten Mal, dass die Bestrahlung an der Induktion stammzellähnlicher Eigenschaften in nicht-CSCs beteiligt war. Die Anzahl der Zellen mit stammzellenähnlichen Eigenschaften war dabei abhängig von der Strahlungsdosis. Dies wurde sowohl mit verschiedenen nicht-CSC Zelllinien bewiesen, wie auch mit nicht-CSCs die aus Brustkrebstumoren von vier verschiedenen Patienten isoliert wurden. Die durch Strahlung induzierten CSCs (iCSCs) waren in beeindruckender Weise den Brustkrebsstammzellen ähnlich, die in den ursprünglichen Tumoren vorkamen. Die Wissenschaftler fanden zudem heraus das die iCSCs eine 30-fach erhöhte Fähigkeit zur Tumorbildung hatten im Vergleich zu den nicht bestrahlten Brustkrebszellen von denen sie abstammten. Die genauen Mechanismen dieser Umwandlung einer nicht-CSC in eine CSC sind bisher noch unbekannt.

Ein charakteristisches Kennzeichen der CSCs ist eine erhöhte intrazelluläre Bildung des Enzyms Alkohol-Dehydrogenase (ALDH1). ALDH1 ist ein entgiftendes Enzym, das für die Oxidation von Retinol zu Retinsäure verantwortlich ist, die für die frühe Differenzierung von Stammzellen unerlässlich ist. In einer epidemiologischen Studie an Dänen wurde gezeigt, dass Menschen, die aufgrund einer Alkoholabhängigkeit Disulfiram einnahmen, seltener an Brust- oder Prostatakrebs erkrankten. In Tierversuchen bzw. in Zellkulturen wurde dann auch nachgewiesen, dass Tumorzellen der männlichen Prostata durch Disulfiram gehemmt werden, wobei die Tumorwachstumsrate um bis zu 40 % im Mäusemodell gehemmt wurde (4), eine vollständige Reduzierung konnte jedoch nicht beobachtet werden (5). Disulfiram wirkte auch auf Brustkrebs-Zellkulturen, Tumorzellen des nicht-kleinzelligem Lungenkrebs und beim Glioblastom. Apoptotische Prozesse konnten durch Disulfiram in Brustkrebs-Zellkulturen ausgelöst werden, nicht jedoch in normalen Brustkrebs-Zellen (5 – 7). Erhöhte ALDH1-Aktivität wurde in Brustkrebs-Stammzellen gefunden und kann als Indikator für eine schlechte Prognose dienen. Wang und Kollegen vom Massachusetts General Hospital und Harvard Medical School (8) zeigten 2014 dass die Bildung von durch Strahlung induzierten CSCs (iCSCs) auch mit einer erhöhten Tendenz zu Lungenmetastasen einhergeht. Diese Forschungsgruppe konnte zeigen dass die Bildung derartiger Zellen durch die kombinierte Gabe von Kupfer und Disulfiram (einem Arzneistoff der die ALDH1 hemmt und der zur Unterstützung der Abstinenz-Therapie bei Alkoholabhängigkeit angewendet wird) verhindert werden konnte. Der Disulfiram- / Kupfer-Komplex zeigte im Tierversuch einen effektiven Apoptose-induzierenden Effekt. Wenn Mäuse mit Brustkrebs mittels Strahlentherapie in Kombination mit Disulfiram / Kupfer behandelt wurden, kam es zu einer 79 %-igen Wachstumshemmung des Primärtumors und einer 90 %-igen Hemmung bei der Bildung von Lungenmetastasen, im Vergleich zu den bestrahlten Kontrolltieren die keine Gabe von Disulfiram / Kupfer erhielten. Es kam auch zu einer geringeren Expression des NF-KB-Signalweges und damit zu einer Verringerung der Strahlenresistenz, d. h. besseres Ansprechen auf die Strahlentherapie (9). Bisher wurde, nach unserem aktuellen Kenntnisstand, erst eine klinische Studie mit 40 Patienten durchgeführt, die an nicht-kleinzelligem Lungenkrebs erkrankt waren. Eine Gruppe erhielt zusätzlich zur Chemotherapie Disulfiram, während die zweite Patientengruppe nur mit Chemotherapie behandelt wurde. In der Gruppe mit Disulfiram kam es zu einer Erhöhung der mittleren Überlebensdauer von 7,1 auf 10 Monate (10).
Demnach handelt es sich hier um Ergebnisse, die im Tierversuch zunächst viel versprechend erschienen, im klinischen Versuch war jedoch die mittlere Überlebensdauer nicht wesentlich erhöht.

Kommentar Ralf Meyer:

Mit diesen aktuellen Belegen wurde gezeigt, dass mit der Intensität der "Strahlentherapie" auch das Ausmaß der Bildung von therapieresistenten und hochmalignen Tumorstammzellen aus zuvor leichter behandelbaren Tumorzellen provoziert wird. Dies bedeutet, aus meiner Sicht, im Falle eines Rezidivs den sicheren Tod des Patienten, es sei denn, eine neue oder alteffektive Therapie wird eingesetzt, wie auch immer diese aussehen mag. Evolutionsbiologisch ist dieser obige Effekt allerdings einfach wie logisch nachvollziehbar und so sehe ich die künftige sinnvolle Herangehensweise dieser Erkrankungen auch in deren Prävention unter Berücksichtigung natur- und evolutionsgesetzkonformer Ernährungs- und Lebensweise.

1.     Lagadec C, Vlashi E, Della Donna L, Dekmezian C, Pajonk F. ↑ Radiation-Induced Reprogramming of Breast Cancer Cells. Stem Cells. 2012 May;30(5):833–44.
2.     Li F, Zhou K, Gao L, Zhang B, Li W, Yan W, et al. ↑ Radiation induces the generation of cancer stem cells: A novel mechanism for cancer radioresistance. Oncol Lett. 2016 Nov;12(5):3059–65.
3.     Ghisolfi L, Keates AC, Hu X, Lee D, Li CJ. ↑ Ionizing Radiation Induces Stemness in Cancer Cells. Yamashita T, editor. PLoS One. 2012 Aug 21;7(8):e43628.
4.     Iljin K, Ketola K, Vainio P, Halonen P, Kohonen P, Fey V, et al. ↑ High-throughput cell-based screening of 4910 known drugs and drug-like small molecules identifies disulfiram as an inhibitor of prostate cancer cell growth. Clin Cancer Res. 2009 Oct 1;15(19):6070–8.
5.     Chen D, Cui QC, Yang H, Dou QP. ↑ Disulfiram, a clinically used anti-alcoholism drug and copper-binding agent, induces apoptotic cell death in breast cancer cultures and xenografts via inhibition of the proteasome activity. Cancer Res. 2006 Nov 1;66(21):10425–33.
6.     Duan L, Shen H, Zhao G, Yang R, Cai X, Zhang L, et al. ↑ Inhibitory effect of Disulfiram/copper complex on non-small cell lung cancer cells. Biochem Biophys Res Commun. 2014 Apr 18;446(4):1010–6.
7.     Triscott J, Rose Pambid M, Dunn SE. ↑ Concise review: bullseye: targeting cancer stem cells to improve the treatment of gliomas by repurposing disulfiram. Stem Cells. 2015 Apr;33(4):1042–6.
8.     Wang Y, Li W, Patel SS, Cong J, Zhang N, Sabbatino F, et al. ↑ Blocking the formation of radiation-induced breast cancer stem cells. Oncotarget. 2014 Jun 15;5(11):3743–55.
9.     Yang Y, Zhang K, Wang Y, Li M, Sun X, Liang Z, et al. ↑ Disulfiram chelated with copper promotes apoptosis in human breast cancer cells by impairing the mitochondria functions. Scanning. 2016 Nov;38(6):825–36.
10.     Askgaard G, Friis S, Hallas J, Thygesen LC, Pottegård A. ↑ Use of disulfiram and risk of cancer. Eur J Cancer Prev. 2014;23(3):225–32.

 

IgG-basierte Eliminationsdiät zur Gewichtsreduktion bei Patienten, die durch eine herkömmliche Diät kein Gewicht verlieren

Die Zahl der fettleibigen Menschen steigt weltweit und mittlerweile wurden die Maßnahmen gegen Adipositas für gescheitert erklärt. Ein härteres Durchgreifen ist dringend notwendig, denn der Kampf gegen Übergewicht kommt nur langsam voran. Auch die Zahl der übergewichtigen Kinder ist in den vergangenen 30 Jahren drastisch angestiegen. Kinder in den USA wiegen im Durchschnitt fünf Kilogramm mehr als ihre Altersgenossen vor dreißig Jahren, sie nehmen täglich 200 Kilokalorien mehr zu sich. Übergewicht und Fettleibigkeit bergen eine enorme Belastung der Gesundheitsausgaben für die Gesellschaft, zumal es sich um einen erheblichen Risikofaktor für viele chronische Krankheiten handelt, z. B. Herz-Kreislauf-, Verdauungs-, Atmungs- und Hormonsystems (z. B. Bluthochdruck, Typ-II-Diabetes mellitus, koronare Herzkrankheit, Osteoarthritis, Gallenblasenstörungen, Reflux, Krebs (Brust-, Prostata-, Dickdarm-, Endometrium, etc.), Schlafapnoe und Krankheiten, die mit respiratorischer Insuffizienz zusammenhängen). Fettleibigkeit steht ursächlich im Zusammenhang mit niedriggradigen chronisch-inflammatorischen Reaktionen im weißen Fettgewebe, die mit der Aktivierung des Immunsystems einhergehen. Lebensmittel-Intoleranz ist möglicherweise auch der Grund dafür, weshalb manche Patienten mit einer üblichen Diät nur wenig Gewicht verlieren können.

In der Studie von Onmus et al. (2016) mit 82 Patienten (18 bis 65 Jahre, BMI ≥ 25) wurde der Frage nachgegangen, ob eine IgG-basierte Eliminationsdiät den Gewichtsverlust bei übergewichtigen Patienten unterstützt, die durch eine konventionelle Kalorienrestriktions-Diät kein Gewicht verlieren konnten. Bei allen Patienten wurde ein IgG-basierter Lebensmitteltoleranztest durchgeführt. Die Hälfte der Patienten erhielten danach eine Eliminationsdiät, die auf den festgestellten Nahrungsmittelunverträglichkeiten beruhte, während sich die andere Hälfte der Patienten an ihre konventionelle Diät hielt, in Kombination mit körperlicher Aktivität. Alle Patienten wurden von einem Ernährungsberater unterstützt. Die Ergebnisse wurden nach 6-monatiger Diät erfasst.

Ergebnisse:
Durchschnittswerte von 42 Patienten die eine IgG-basierte Eliminationsdiät erhielten (nach 6 Monaten):
Gewichtsverlust:     – 8,5 kg
Fettverlust:     – 4,9 kg
BMI:         – 2,8
Triglyzeride:     – 28 mg/dl

Durchschnittswerte von 40 Patienten die eine konventionelle kalorienreduzierte Diät erhielten (nach 6 Monaten):
Gewichtsverlust:     – 0,8 kg
Fettverlust:     – 0,5 kg
BMI:     – 0,7
Triglyzeride:     – 7 mg/dl

Somit wurde in dieser Studie gezeigt, dass Übergewichtige, die durch eine kalorienreduzierte Diät nicht Gewicht verlieren können, durch eine IgG-basierte Eliminationsdiät sowohl Fett als auch Gewicht verlieren. Dabei wurde auch der Triglyceridspiegel signifikant reduziert.

Quelle:
Onmus, Meltem Yaman, Elif Cakirca Avcu, and Ali Saklamaz. 2016. “The Effect of Elimination Diet on Weight and Metabolic Parameters of Overweight or Obese Patients Who Have Food Intolerance.” Journal of Food and Nutrition Research 4(1):1–5.

Zur ausführlichen Studie (auf Englisch):
http://pubs.sciepub.com/jfnr/4/1/1

DNA-Zytometrie – Eine umstrittene prognostische Methode?

Im BPS-Magazin 1/2008 angekündigt und jetzt veröffentlicht – der Bericht über eine gemeinsame Aktion von sechs an Prostatakrebs erkrankten Männern. Sie unterzogen sich einer Feinnadelaspirationsbiopsie (FNAB), durchgeführt von Dr. Herbert Bliemeister, Urologe. Biopsiert wurde mit jeweils 3 oder auch 4 Einstichen und fächerförmiger Punktatgewinnung… ↑ weiter

Impfstoff gegen Gebärmutterhalskrebs – Marketing um jeden Preis

Mit einer ebenso subtilen wie agressiven Kampagne haben die Pharmafirmen ihre Impfstoffe in den Markt gedrückt

Deutschlands Gesundheitswissenschaften sind weiblich. Mehr als 90 % der Studierenden im Fach Public Health sind Frauen. So fiel der Herr in Schlips und Kragen auf, der sich in der Fachhochschule Fulda unter die Studentinnen gemischt hatte… ↑ weiter

Vitamin B3-Derivat beugt Hautkrebs in Studie vor

Sydney – Die Einnahme von Nicotinamid, dem Amid der Nicotinsäure (Niacin, Vitamin B3), hat in einer randomisierten klinischen Studie die Häufigkeit von nicht-melanotischen Hauttumoren und aktinischen Keratosen vermindert. Das rezeptfreie Mittel erwies sich der Publikation im New England Journal of Medicine (2015; 373: 1618-1626) zufolge als gut verträglich. ↑ weiter

Starke Kalorienzufuhr begünstigt Tumorausbreitung

Korrelationen bestätigt – Kernrezeptoren im Fokus neuester Forschung

Mitarbeiter der Associazione Italiana per la Ricerca sul Cancro http://airc.it haben bisher nicht erforschte Zusammenhänge zwischen menschlichen Ernährungsgewohnheiten und der Entstehung von Krebs aufgedeckt.
Einzelheiten wurden während der kürzlich in Venedig abgehaltenen Weltkonferenz "The future of Science" erläutert. ↑ weiter

Krebsstammzellen im Visier

Schon seit Längerem spekulieren Forscher über Krebsstammzellen als "Wurzel" von Tumorerkrankungen. Neue Ergebnisse untermauern am Beispiel von Hirn-, Haut- und Darmtumoren, dass diese Zellen tatsächlich eine entscheidende Rolle spielen.

Sie können sich den Artikel aus "Spektrum der Wissenschaft" als PDF zum Preis von 1,49 EUR herunterladen: ↑ weiter

Stoffwechsel­krankheit Darmkrebs: Studie sieht Einfluss von Fettzellen

Potsdam-Rehbrücke – HDL-Cholesterin, Adiponectin und lösliche Leptin-Rezeptoren erklären einer Studie im International Journal of Cancer (2014; 134: 612-21) zufolge etwa die Hälfte aller übergewichtsbedingten Erkrankungen am Kolonkarzinom. 
Die Ernährungswissenschaftler betrachten das Krebsleiden deshalb als „Stoffwechsel­krankheit“. ↑ weiter

Ernährung und Krebsrisiko

In seinem Beitrag "Die Angst isst mit", der auch am 23. Januar 2014 in der Printausgabe der Süddeutschen Zeitung erschienen war, beleuchtet der Medizinjournalist Werner Bartens kritisch die Sicht der Zusammenhänge von Krebs und Ernährung. ↑ weiter

Schwedische Studie bestätigt 7-fach erhöhtes Tumorrisiko bei Handynutzung

Forscher fordern WHO-Eingruppierung in "Krebs erregend"
"Die schwedische Gruppe um Professor Hardell wertete neueste Daten zur Wirkung von Handystrahlung auf das Gehirn aus. Sie ergaben ein bis zu 7,7 fach erhöhtes Gehirntumorrisiko bei einer Langzeitnutzung von Handys und DECT-Telefonen von mehr als 20 Jahren. Dieses Ergebnis bestätigt nicht nur die WHO-Einstufung der nichtionisierenden Strahlung als "möglicherweise Krebs erregend" (Stufe 2B) vom Mai 2011." (auf Englisch) ↑ weiter

Handystrahlung und Brustkrebs 3

Und auch auf den aktuellen Artikel der Zeitschrift „Die Zeitenschrift“ möchte ich aufmerksam machen. Über wirkliche Vorsorge bei Brustkrebs wird berichtet und vor Metallbügel-BH´s gewarnt. Das machen wir übrigens schon seit Jahren im Rahmen unserer Vortragsveranstaltungen und demonstrieren auch die Erhöhung der Strahlung durch die Antenne (Metallbügel) am wasserreichen Brustdrüsengewebe: ↑ weiter

Kupfer im Trinkwasser fördert Tumorwachstum

Geringere Mengen des Metalls im Körper könnten Krebs-Therapie verstärken
Das Metall Kupfer beschleunigt das Wachstum von Krebszellen. Dies zeigt eine Studie von Lausanner Forschern auf. Reduzierten sie den Kupfergehalt im Trinkwasser, verlangsamte sich bei Mäusen das Tumorwachstum. Die Wissenschaftler hoffen, künftig Tumore "aushungern" zu können.

Laut der Studie von Douglas Hanahan von der ETH Lausanne (EPFL) und Kollegen wachsen Tumoren bei Mäusen schon bei Kupfermengen rascher, wie sie im Trinkwasser zugelassen sind. Die Versuchstiere waren gentechnisch so verändert, dass sie Bauchspeicheldrüsenkrebs entwickelten. "Wir waren höchst erstaunt, dass schon eine kleine Menge zusätzliches Kupfer im Trinkwasser das Wachstum der Tumoren beschleunigte", erklärt Erstautorin Seiko Ishida. (tha)
Quelle: PNAS Early Edition (abstract)

Zur Studie (auf Englisch): ↑ weiter

Hormonartige Stoffe in Kosmetika, Krebs und globale Bedrohung

Kommentar Ralf Meyer (nicht Bestandteil der Publikation):
Die Vermeidung von Kosmetika mit hormonähnlichen Inhaltstoffen ist seit 2004 Bestandteil des Cellsymbiosistherapiekonzepts nach Dr. med. Heinrich Kremer und seit 2000 Empfehlung des ITN (internationales Therapeutennetzwerk).
Siehe Buch Chronisch gesund – Prinzipien einer Gesundheitspraxis von Ralf Meyer. Weitere Informationen zu desem Buch unter:

http://heilpraktiker-medienshop.de/Buecher/196/Chronisch-gesund-Prinzipien-einer-Gesundheitspraxis

Zum Artikel: ↑ weiter

US-amerikanische Internisten warnen vor PSA-Screening

Das Guideline-Komitee des American College of Physicians (ACP) (Berufsvereinigung von Internisten) hat die Guidelines amerikanischer Präventologen, Urologen und der Krebs-Gesellschaft ausgewertet und sind zu dem Schluss gekommen:

„… die Chancen [aufgrund eines PSA-Testes] Schaden zu erleiden sind größer als die Chancen davon zu profitieren…“

Deshalb empfehlen sie:

„Ärzte sollten Männer im Alter von 50 bis 69 Jahren über die begrenzten Vorteile und erheblichen möglichen Schäden durch Prostatakrebs-Screening informieren. Die Entscheidung für ein Screening sollten Patienten und Ärzte  auf die Präferenzen, Prostata-Krebs-Risiko, Gesundheit und Lebenserwartung des Patienten stützen.

Ärzte sollten nicht mittels PSA-Wert-Bestimmung nach Prostatakrebs suchen, solange Patienten nach einer Diskussion darüber keine klare Präferenz für das Screening zum Ausdruck bringen.

Ärzte sollten keine PSA-Untersuchung bei Männern mit einem durchschnittlichen Risiko durchführen, die jünger als 50 Jahre oder älter als 69 Jahre sind oder bei Männern mit einer Lebenserwartung von weniger als 10 bis 15 Jahren.“ (Übersetzung von uns)

Summaries for Patients | 21 May 2013

Ann Intern Med. 2013;158(10):I-28. doi:10.7326/0003-4819-158-10-201305210-00634

Den ganzen Text (in Englisch) finden Sie hier: ↑ weiter

Curcumin kann Metastasen reduzieren

Kommentar R. Meyer – nicht Bestandteil der untigen Publikation:
Im Rahmen des Gesamtkonzepts der Cellsymbiosistherapie® wird Curcumin in einer Kombinationspräparation bereits seit 2005 ernährungsadjuvant und individuell labordokumentiert verwendet (siehe auch unter Cellsymbiosistherapie -> Cellsymbiosistherapie – das Behandlungskonzept -> Zellversorgung).

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US-Studie: Chemotherapie könnte kontraproduktiv wirken

"Die Behandlung von Krebserkrankungen mit Chemotherapie kann laut einer US-Studie kontraproduktiv wirken. In gesunden Zellen werde bei einer Chemotherapie möglicherweise die Produktion des gefährlichen Proteins WNT16B angeregt, das den Krebszellen beim Überleben helfe, heißt es in der Studie vom Fred-Hutchinson-Krebsforschungszentrum in Seattle.
 
Die Forscher machten ihre "völlig unerwartete" Entdeckung, als sie der Frage nachgingen, warum Krebszellen außerhalb des menschlichen Körpers viel leichter abzutöten sind als im Körper. Dazu überprüften sie die Wirkung der Chemotherapie bei Männern mit Prostatakrebs. Sie stellten fest, dass bei gesunden Zellen das Erbgut (DNA) geschädigt wurde. Dabei spielte das Protein WNT16B eine entscheidende Rolle, das von gesunden Zellen ausgestoßen und von den Krebszellen absorbiert wurde".

Meldung des Fred Hutchinson Cancer Research Centers (auf Englisch): ↑ weiter

Die häufigste vermeidbare Ursache für Brustkrebs?

Das Vermeiden unnötiger Thorax-CTs könnte auch das Brustkrebsrisiko senken.

Die häufigste vermeidbare Ursache für Brustkrebs? Nach einer Untersuchung des US-amerikanischen Institute of Medicine (IOM) gibt es zwei Umweltfaktoren, die die Entstehung von Brustkrebs besonders fördern: die Einnahme einer kombinierten Hormonersatztherapie und die Exposition gegenüber ionisierender Strahlung. Ein hohes Präventionspotenzial sehen die IOM-Experten vor allem in der Beschränkung von computertomografischen Untersuchungen.
Das unabhängig arbeitende IOM hat den Einfluss der Umwelt auf das Brustkrebsrisiko nach den Maßgaben der evidenzbasierten Medizin untersucht. Der 467 Seiten starke Ergebnisbericht mit dem Titel „Breast Cancer and the Environment: A Life Course Approach“ wurde bereits Ende letzten Jahres veröffentlicht. Die Kernbotschaften sind jetzt in den „Archives of Internal Medicine“ zusammengefasst. Für eine Vielzahl der üblichen Verdächtigen konnte interessanterweise kein eindeutiger Zusammenhang mit dem Brustkrebsrisiko nachgewiesen werden. Dazu gehörten in Konsumgütern enthaltene Chemikalien wie Bisphenol A und Phthalate, Industriechemikalien wie Benzol und Ethylenoxid sowie das Pestizid DDT. Allerdings räumt das IOM ein, dass für viele dieser Substanzen die Datenlage noch zu dünn ist, um solide Schlüsse zu ziehen.

USA: Jährlich 2000 Mammakarzinome durch CT?
Gemäß dem IOM-Bericht ist daher das Vermeiden von unnötiger Strahlenbelastung durch computertomografische Untersuchungen einer der wichtigsten Schritte, die Frauen unternehmen können, um ihr Brustkrebsrisiko zu senken. Die Strahlenbelastung bei einer Thorax-CT ist 100- bis 500-mal so hoch wie bei einer konventionellen Röntgen-Thorax-Untersuchung. Das IOM schätzt, dass in den USA pro Jahr 2800 Brustkrebsfälle auf das Konto ionisierender Strahlung gehen, davon etwa 1900 auf das von Computertomografien. Dies sei zwar nur ein kleiner Anteil der Brustkrebsfälle, aber insofern bedeutend, weil viele von ihnen vermeidbar seien. Selbst nach Aussagen führender Radiologen seien mehr als 30% der bildgebenden Untersuchungen nicht notwendig. Darüber hinaus kann das Brustkrebsrisiko laut IOM-Bericht in bescheidenem Maße auch durch den Lebensstil modifiziert werden. Frauen, die nur wenig Alkohol trinken, ein gesundes Körpergewicht halten und nicht rauchen, erkranken seltener an Brustkrebs.

JOURNAL ONKOLOGIE – Brokkoli-Wirkstoffe Sulforaphan und Quercetin unterstützen Krebstherapie

Inhaltsstoffe aus Brokkoli und verwandtem Gemüse hemmen das Krebswachstum und verstärken die Wirkung von Chemotherapien. Das zeigte Ingrid Herr vom Universitätsklinikum Heidelberg und Deutschen Krebsforschungszentrum in mehreren experimentellen Studien und ist dafür nun mit dem Sebastian-Kneipp-Preis 2012 ausgezeichnet worden. Der mit 10.000 Euro dotierte Preis, den die Sebastian-Kneipp-Stiftung jährlich verleiht, würdigt in diesem Jahr Untersuchungen über die vorbeugenden und therapeutischen Wirkungen von Nahrungsstoffen bzw. sekundären Pflanzenstoffen bei Krebserkrankungen.

QUELLE: journalonko.de
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Abnehmen bremst krebsfördernde Entzündungen

Übergewicht begünstigt Entzündungen, die als krebsfördernd gelten. Gemeinsam mit amerikanischen Kollegen untersuchte Cornelia Ulrich aus dem Deutschen Krebsforschungszentrum und dem NCT Heidelberg an übergewichtigen Frauen, ob sich die Entzündungswerte durch Sport und/oder Kalorienreduktion reduzieren lassen.

QUELLE: www.journalmed.de
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Krebszellen zeigen erschreckende Vielfalt

Forscher haben einzelne Krebszellen aus dem Blut von Brustkrebs-Patientinnen untersucht. Ihr Ergebnis: Sie unterscheiden sich genetisch stark voneinander. Das könnte erklären, warum manche Betroffene trotz Chemotherapie Metastasen entwickeln.

QUELLE: www.spiegel.de
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Bewegung senkt Darmkrebsrisiko

Darmkrebs gehört zu den häufigsten Tumorerkrankungen in Deutschland. Experten machen Bewegungsarmut und Übergewicht für die hohen Erkrankungszahlen – jährlich erkranken rund 38.300 Männer und
31.100 Frauen – mitverantwortlich.

QUELLE: aerztezeitung.de
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Übergewicht ist ein Motor für Krebserkrankungen

Über die genauen Mechanismen rätseln Wissenschaftler – dennoch wird immer deutlicher: Übergewicht und Fettleibigkeit erhöhen das Krebsrisiko.

Fettleibigkeit kann nach Ansicht von Wissenschaftlern das Krebsrisiko erhöhen. "Es wird immer deutlicher, dass die Adipositas ein sehr starker Promotor von Krebserkrankungen ist", sagte der Ernährungsmediziner Hans Hauner auf dem Jahreskongress der Deutschen Gesellschaft für Ernährung. "Nicht nur Dickdarmkrebs, sondern auch Brustkrebs werden von Adipositas begünstigt. Die Mechanismen sind nicht ganz klar."

QUELLE: welt.de
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Welche Ernährung die Tumorentstehung beeinflusst

Unser Essen hat Einfluss auf das Darmkrebsrisiko: Gewisse Nahrungsmittel schaden eindeutig – darunter manche Fleischarten. Andere Stoffe können schützen. Was Obst und Gemüse bewirken, ist unklar.

QUELLE: focus.de
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Darmkrebs bleibt Nummer 2 der Krebstodesursachen

Die neueste Todesursachenstatistik des Statistischen Bundesamtes, die vom Deutschen Ärzteblatt und anderen Medien übernommen wurde, erweckt den Eindruck einer Erfolgsgeschichte, die so leider nicht stimmt. Die Todesfälle durch Darmkrebs sind 2010 keineswegs zurückgegangen, und unter den Krebstodesursachen belegt diese Tumorform nach wie vor Platz 2.

QUELLE: journalmed.de
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Zahl der Krebserkrankungen steigt an

Nach einer aktuellen Schätzung des Robert-Koch-Instituts (RKI) erkrankten im Jahr 2008 rund 470.000 Menschen an Krebs. Das sind 70.000 bis 80.000 mehr als noch zehn Jahre zuvor. Für dieses Jahr rechnet das Institut mit knapp 490.000 Erkrankungen. Gleichzeitig ist der Anteil der Todesfälle weiter gesunken.

Hauptgrund für den Anstieg ist laut RKI die zunehmende Zahl älterer Menschen. Die meisten Krebserkrankungen treten in höherem Alter auf. Hochgerechnet auf 2012 leben in Deutschland somit etwa 1,2 Millionen Menschen, bei denen innerhalb der letzten fünf Jahre die Diagnose Krebs gestellt wurde.

QUELLE: deutsche-apotheker-zeitung.de
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Übergewicht bald Krebsrisiko Nummer eins?

Übergewicht spielt eine immer größere Rolle bei der Entstehung von Krebs.

Die zu vielen Pfunde könnten sogar dem Rauchen den Rang als Risikofaktor Nummer eins ablaufen, wie das Deutsche Krebsforschungszentrum (DKFZ) anlässlich des Weltkrebstages am 4. Februar mitteilte.

QUELLE: aerztezeitung.de
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Jeder Vierte in Deutschland stirbt an Krebs

In Deutschland stirbt jeder Vierte an Krebs. Im Jahr 2010 waren Krebserkrankungen die Ursache für den Tod von 218.889 Menschen, davon 118.202 Männer und 100.687 Frauen.

QUELLE: aerztezeitung.de
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Krebsstammzellen: Die tödlichen Schläfer im Blut

Warum bilden sich bei Krebs in manchen Fällen trotz Chemotherapie neue Metastasen? Auf diese Frage haben Heidelberger Forscher jetzt eine Antwort gefunden. Des Rätsels Lösung: Krebsstammzellen, die im Tiefschlaf sind.

Erstmals ist es Heidelberger Wissenschaftlern gelungen, zirkulierende Tumorzellen im Blut zu identifizieren, die Stammzellcharakter haben und die Metastasen in den Knochen und in der Leber auslösen.

QUELLE: aerztezeitung.de
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Vitamin D zur Darmkrebs-Prävention?

Hohe Vitamin-D-Spiegel sind offenbar vor allem dann mit einem niedrigeren Darmkrebsrisiko assoziiert, wenn zugleich unter anderem auch die Plasmaspiegel des C-Peptids, ein Marker für die Insulinproduktion, erhöht sind. Für Empfehlungen zur Prävention ist es allerdings noch zu früh.

Den Zusammenhang zwischen dem Risiko, an Darmkrebs zu erkranken, und den Plasmaspiegeln von Vitamin D, C-Peptid sowie dem Quotienten aus IGF-1 (insulin-like growth factor) und dem IGF-bindenden Protein IGFBP-3 haben jetzt US-Forscher genauer untersucht (PLoS ONE 6(12): e28520).

Sie werteten dazu die Daten von Teilnehmern der Health Professional Follow up Study (HPFS) und der Nurses‘ Health Study (NHS) aus. Die für die statistische Auswertung verwendeten Daten stammten von 499 an Darmkrebs erkrankten und 992 Studienteilnehmern ohne Krebserkrankung.

QUELLE: aerztezeitung.de
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Hodgkin-Lymphom: Verzicht auf Strahlentherapie wäre möglich

Im Frühstadium des Morbus Hodgkin ist heute eine Heilung allein mit einer Chemotherapie möglich. Der Verzicht auf die begleitende Strahlentherapie verbessert laut einer Studie im New England Journal of Medicine (2011; doi: 10.1056/NEJMoa1111961) sogar das Langzeitüberleben, da es seltener zu Sekundärkarzinomen kommt. Kardiale Komplikationen waren unter alleiniger Chemotherapie ebenfalls seltener.

Eine ausgedehnte Strahlentherapie hat vor 20 Jahren erstmals eine Heilung des Morbus Hodgkin im Frühstadium ermöglicht. Später wurde entdeckt, dass die Kombination mit einer Chemotherapie eine Reduktion der Strahlendosis erlaubt, ohne die Heilungschancen zu gefährden, die heute bei etwa 90 Prozent liegen.

QUELLE: aerzteblatt.de
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40 Prozent aller Krebserkrankungen vermeidbar

London – Etwa 40 Prozent aller Krebser­krankungen lassen sich auf einen ungesunden Lebensstil oder Umweltfaktoren zurückführen, rechnen Epidemiologen der Stiftung Cancer Research UK in einem Supplement des British Journal of Cancer vor. Allein ein Drittel aller Krebserkrankungen würden durch Rauchen, ungesunde Ernährung, Alkohol und Übergewicht verursacht.

QUELLE: aerzteblatt.de
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Fischöl bremst Prostatakrebs aus

Ändern Männer mit Prostatakrebs ihre Ernährung und konsumieren mehr Omega-3-Fettsäuren, bremst dies das Wachstum der Tumorzellen.

LOS ANGELES (mut). Mit einer ungewöhnlichen Studie haben US-Forscher aus Los Angeles nachgewiesen, dass die Ernährung das Teilungsverhalten von Prostata-Tumorzellen beeinflusst.

Ein Team um Dr. William Aronson hat 55 Männer mit Prostatakarzinom vier bis sechs Wochen vor der Entfernung der Drüse unterschiedliche Mahlzeiten aufgetischt.

QUELLE: Aerztezeitung.de
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USA schaffen umstrittenen Prostata-Test ab

Gefährliche Medizin? Mit dem sogenannten PSA-Test wollen Ärzte Prostatakrebs entdecken. Doch das Verfahren gilt als unsicher, gesunde Männer werden irrtümlich operiert. Die US-Regierung will jetzt die Kostenübernahme ganz abschaffen. Deutschen Urologen geht dieser Vorstoß aber zu weit.

QUELLE: Spiegel Online
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Vitamin D hilft gegen Chemotherapieinduzierte Toxizität

Neuer Ansatz zur Behandlung von Nebenwirkungen

Hintergrund und Fragestellung: Zytostatika sind in erster Linie hämatotoxisch, aber auch Nebenwirkungen auf Haut, Schleimhäute und das Geschmacksempfinden können die Patienten erheblich belasten. Docetaxel ist ein bekannter Auslöser kutaner Nebenwirkungen [1], und eine Geschmacksstörung (Dysgeusie) wird in den Fachinformationen von Docetaxel und Oxaliplatin als
„sehr häufig“ eingestuft (> 10 % der Patienten). Eine befriedigende Behandlung dieser Nebenwirkungen existiert nicht [4, 6], und in ausgeprägten Fällen kann eine Unterbrechung der Chemotherapie erforderlich sein.

Die in diesem Anhang beschriebene Publikation bestätigt, dass Vitamin D die Toxizität (Giftigkeit) der Chemoanwendungen reduziert.
Herzlichen dank für die zur Verfügungstellung an Herrn Dr. Wiechert.

Im Rahmen des Gesamtkonzeptes der Cellsymbiosistherapie nach Dr. med. Heinrich Kremer wird u.a. empfohlen, individuell Vitamin-D-Spiegel zu erfassen und Vitamin-D-Defizite labordokumentiert auszugleichen. Dies gilt auch für alle anderen essenziellen Mikro/Makronährstoffe wie Spurenelemente, Mineralstoffe, Vitamine, Aminosäuren etc.

Rat suchenden Patienten wird auf Anfrage ein nach den Leitlinien der Cellsymbiosistherapie behandelnder Therapeut aus deren Umgebung vermittelt. (Cellsymbiosistherapeuten).

Ausbildung und Zertifizierung in Cellsymbiosistherapie siehe Akademie/Seminare dieser Webseite und unter ↑ www.cst-akademie.de

Brustkrebs: Schlechte Prognose bei Vitamin-D-Mangel

Frauen mit niedrigem Vitamin-D-Plasma-Spiegel haben bei Brustkrebs ein erhöhtes Risiko für Fernmetastasen

NEU-ISENBURG (ikr). In einer prospektiven Kohortenstudie wurden insgesamt 512 Frauen mit einem Mammakarzinom im Frühstadium untersucht (In/Fo/Onkologie 2009, 12 (8): 18). Aus den Blutproben bei der Erstdiagnose wurden unter anderen die 25-Hydroxyvitamin-D-Spiegel bestimmt. Die Frauen waren im Durchschnitt 50 Jahre alt. 192 Frauen hatten einen Vitamin-D-Mangel (unter 50 nmol/l) und 197 Frauen einen verringerten Vitamin-D-Spiegel (50 bis 72 nmol/l). Einen ausreichenden Vitamin-D-Spiegel (über 72 nmol/l) hatten nur 123 der
Studienteilnehmerinnen. Frauen mit höhergradigen Brusttumoren (G3) hatten signifikant niedrigere Vitamin-D-Spiegel als Frauen mit G1-Tumoren. 116 der 512 Frauen erlebten während der medial 11,6-jährigen Beobachtungszeit eine Fernmetastasierung. 106 Frauen starben in diesem Zeitraum.

Der Vitamin-D-Spiegel war ein signifikanter Prädiktor sowohl für das fernmetastasierungsfreie Überleben als auch für das Gesamtüberleben. Bei Frauen mit einem verminderten Vitamin-D-Spiegel war das Risiko für eine Fernmetastasierung nahezu verdoppelt im Vergleich zu Frauen mit ausreichender Vitamin-D-Versorgung. Und die Sterberate war 1,73-fach erhöht. Die schlechte Prognose bei zu niedrigem Vitamin-D-Spiegel war unabhängig von Faktoren Alter, Body Mass Index (BMI), Tumorstadium. Und bei der Adjustierung auf Lymphknotenstatus und Östrogenrezeptorstatus wurde die Signifikanz nur knapp verfehlt.

Anmerkung Herr Meyer (nicht Teil obiger Publikation):
Im Rahmen des Gesamtdiagnose- und therapiekonzeptes der Cellsymbiosistherapie nach Dr. med. Heinrich Kremer wird generell empfohlen, individuell den Vitamin-D3-Spiegel labordokumentiert zu bestimmen und auszugleichen. Im Falle der CST geschieht dies u.a. durch die ernährungsadjuvante Substitution von Pro Vita D3, 1 bis 3 Kapseln täglich und Pro Q10, 1 bis 3 Kapseln täglich, je nach Laborbefund.“

Brustkrebs: Schlechte Prognose bei Vitamin-D-Mangel

Frauen mit niedrigem Vitamin-D-Plasma-Spiegel haben bei Brustkrebs ein erhöhtes Risiko für Fernmetastasen.

In einer prospektiven Kohortenstudie wurden insgesamt 512 Frauen mit einem Mammakarzinom im Frühstadium untersucht (In/Fo/Onkologie 2009, 12 (8): 18). Aus den Blutproben bei der Erstdiagnose wurden unter anderen die 25-Hydroxyvitamin-D-Spiegel bestimmt. Die Frauen waren im Durchschnitt 50 Jahre alt. 192 Frauen hatten einen Vitamin-D-Mangel (unter 50 nmol/l) und 197 Frauen einen verringerten Vitamin-D-Spiegel (50 bis 72 nmol/l). Einen ausreichenden Vitamin-D-Spiegel (über 72 nmol/l) hatten nur 123 der Studienteilnehmerinnen. Frauen mit höhergradigen Brusttumoren (G3) hatten signifikant niedrigere Vitamin-D-Spiegel als Frauen mit G1-Tumoren. 116 der 512 Frauen erlebten während der medial 11,6-jährigen Beobachtungszeit eine Fernmetastasierung. 106 Frauen starben in diesem Zeitraum.

Der Vitamin-D-Spiegel war ein signifikanter Prädiktor sowohl für das fernmetastasierungsfreie Überleben als auch für das Gesamtüberleben. Bei Frauen mit einem verminderten Vitamin-D-Spiegel war das Risiko für eine Fernmetastasierung nahezu verdoppelt im Vergleich zu Frauen mit ausreichender Vitamin-D-Versorgung. Und die Sterberate war 1,73-fach erhöht. Die schlechte Prognose bei zu niedrigem Vitamin-D-Spiegel war unabhängig von Faktoren Alter, Body Mass Index (BMI), Tumorstadium. Und bei der Adjustierung auf Lymphknotenstatus und Östrogenrezeptorstatus wurde die Signifikanz nur knapp verfehlt.

Anmerkung Ralf Meyer (nicht Teil obiger Publikation):
Im Rahmen des Gesamtdiagnose- und therapiekonzeptes der Cellsymbiosistherapie nach Dr. med. Heinrich Kremer wird generell empfohlen, individuell den Vitamin-D3-Spiegel labordokumentiert zu bestimmen und auszugleichen. Im Falle der CST geschieht dies u.a. durch die ernährungsadjuvante Substitution von Pro Vita D3, 1 bis 3 Kapseln täglich und Pro Q10, 1 bis 3 Kapseln täglich, je nach Laborbefund.

Übergewicht größter vermeidbarer Risikofaktor für Brustkrebs

Ein hoher Hormonspiegel nach den Wechseljahren erhöht das Risiko, an Brustkrebs zu erkranken. Britische Forscher behaupten nun:
Übergewicht ist der größte Risikofaktor für Brustkrebs bei älteren Frauen. Denn je mehr Körperfett eine Frau hat, desto mehr weibliche Sexualhormone werden gebildet. In einer Studie zeigten die Forscher, dass drei Hauptfaktoren den Hormonspiegel und damit das Risiko, an Brustkrebs zu erkranken, erhöhen.

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Lohnt sich Vorsorge gegen Prostatakrebs nicht?

Tendenz fallend – so muss wohl der Nutzen von Prostata-Checks derzeit eingeschätzt werden. Aktueller Anlass: eine Studie aus Stockholm, die sich über 20 Jahre erstreckte.

Fürs Screening auf Prostatakrebs lässt sich mal ein Vorteil fürs Überleben dokumentieren, mal keiner. Einen neuen Beitrag, den eine ungewöhnlich lange Beobachtungszeit auszeichnet, liefern schwedische Forscher. Das Resultat ist enttäuschend.

Quelle: aerztezeitung.de

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