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Omega-3-Fettsäuren | Heilpraktiker Ralf Meyer

Omega-3-Fettsäuren

Omega-3-Fettsäuren

Fettsäuren sind Bausteine natürlicher Fette und Öle. Sie bestehen meist aus einer unterschiedlich langen Molekülkette und können gesättigt oder ungesättigt sein. Je nach ihrer Länge werden sie eingeteilt in kurzkettige Fettsäuren (1 bis 8 Kohlenstoff-Atome), auch bekannt als „short chain fatty acids“ (SCFA); mittelkettige Fettsäuren (6 bis 12 Kohlenstoff-Atome) – auch bekannt als „middle chain fatty acids“ (MCFA) und langkettige Fettsäuren (13 bis 21 C-Atome) – auch bekannt als „long chain fatty acids“ (LCFA). Besonders lange Fettsäuren mit mehr als 22 Kohlenstoff-Atomen werden als „very long chain fatty acids“ (VLCFA) bezeichnet.

Zusätzlich werden Fettsäuren auch nach ihrem Sättigungsgrad unterteilt. Gesättigte Fettsäuren haben keine chemischen Doppelbindungen zwischen benachbarten Kohlenstoff-Atomen. Im Gegensatz dazu, haben ungesättigte Fettsäuren mindestens eine Doppelbindung. Man unterteilt sie in einfach und mehrfach ungesättigte Fettsäuren, die jeweils nur eine oder mehrere Doppelbindungen haben.

Zu den ungesättigten Fettsäuren gehören auch die lebenswichtigen langkettigen (16 – 24 Kohlenstoff-Atome) „Omega-n-Fettsäuren“, wobei das „n“ die Position der ersten Doppelbindung der Fettsäure angibt. Da sie vom „Omega-Ende“ ausgehend gezählt wird, werden diese Fettsäuren als „Omega-n-Fettsäuren“ bezeichnet. Dazu gehören:

  • Omega-3-Fettsäuren
    (Beispiele:
    alpha-Linolensäure
    Eicosatriensäure
    Eicosatetraensäure
    Eicosapentaensäure
    Roughaninsäure
    Stearidonsäure
    Heneicosapentaensäure
    Docosapentaensäure
    Docosahexaensäure
    Tetracosapentaensäure
    Tetracosahexaensäure)
  • Omega-6-Fettsäuren
    (Beispiele
    Arachidonsäure
    Linolsäure
    Docosadiensäure
    Docosatetraensäure
    Docosapentaensäure
    Gamma-Linolensäure
    Calendulasäure
    Eicosadiensäure
    Dihomogammalinolensäure
    Tetracosatetraensäure
    Tetracosapentaensäure)
  • Omega-9-Fettsäuren
    (Beispiele:
    Ölsäure
    Gondosäure
    Mead’sche Säure
    Erucasäure
    Nervonsäure
    Ximensäure)

Die meisten ungesättigten Fettsäuren sind nicht essentiell und können vom Körper selbst gebildet werden, aus gesättigten Fettsäuren, Glukose oder Aminosäuren. Manche ungesättigte Fettsäuren (z. B. alpha-Linolensäure (Omega-3) und Linolsäure (Omega-6) sind jedoch essentiell und müssen über die Nahrung aufgenommen werden. Diese Fettsäuren sind wichtige Bausteine von Zellmembranen und werden für die Regeneration, Reparatur und das Wachstum von Zellen benötigt. Gleichzeitig sind sie aber auch Ausgangsstoffe für die Bildung von Eicosanoiden als wichtigen Gewebshormonen (Leukotriene, Prostaglandine, Thromboxane und Prostacycline). Diese sind an zahlreichen Vorgängen im Körper beteiligt. Dazu gehören die Regulierung von Entzündungen und des Immunsystems, des Neurotransmitterstoffwechsels, der Blutgerinnung, sowie der Entwicklung von Gehirn und Nervensystem.

Fetter Fisch, Nüsse, Avocados, Fleisch, Getreide und Kartoffeln sind die häufigsten Nahrungsquellen für ungesättigte Fettsäuren. Auch pflanzliche Öle sind gute Quellen ungesättigter Fettsäuren. Olivenöl besteht zu einem Großteil aus der einfach ungesättigten Ölsäure, enthält aber auch Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren (s. auch detailliertere Informationen in den folgenden Abschnitten).

Zu den wichtigsten Omega-3-Fettsäuren gehören die Eicosapentaensäure (EPA) und die Docosapentaensäure (DHA). Sie haben ein hohes therapeutisches und präventivmedizinisches Potenzial bei chronisch degenerativen, neuropsychiatrischen oder entzündlichen Erkrankungen, zum Beispiel Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Depressionen, ADHS, Alzheimer etc.). Dabei spielt das mit der Nahrung aufgenommene Verhältnis von Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren eine besonders große Rolle.

Die wesentlichen Funktionen der Eicosapentaensäure (EPA) und die Docosapentaensäure (DHA):

  • Als Bestandteil biologischer Membranen werden EPA und DHA zur Bildung weicher und geschmeidiger Zellmembranen (z. B Erythrozyten) und zur Bildung von Phospholipiden benötigt. Auch am Aufbau von Cardiolipin in der mitochondrialen Membran (s. auch unseren Newsletter vom 14. August 2020) sind EPA und DHA beteiligt.
  • Die antientzündliche Wirkung kommt mitunter dadurch zustande, dass EPA die Arachidonsäure kompetitiv vom Rezeptor verdrängt. Antiinflammatorische, antichemotaktische und antithrombogene Stoffe werden gebildet, der Transkriptionensfaktor NFκB (der bei Entzündungen eine wichtige Rolle spielt) wird gehemmt, Resolvine werden gebildet.
  • Neben entzündlichen Erkrankungen scheinen EPA und DHA sowie daraus gebildete Resolvine auch die Krebsprogression zu modulieren. Die Zufuhr von EPA und DHA wurde mit einer reduzierten Entzündung bei kolorektalem Krebs und einem günstigen Phänotyp bei Brustkrebs in Verbindung gebracht. Resolvine bieten ein vielversprechendes therapeutisches Potenzial, da sie die Entzündung mit minimalen Nebenwirkungen modulieren können, im Gegensatz zu den derzeit verfügbaren entzündungshemmenden Medikamenten.
  • EPA und DHA wirken auf die Endothelien der Gefäße, sie steigern die durch NO geförderte Entspannung der Gefäße, verhindern dass Monozyten und Granulozyten sich an Endothelien anlagern, reduzieren die Bildung proinflammatorischer Zytokine und verhindern die Freisetzung von Plättchen aktivierendem Faktor. Somit werden in den Gefäßen arteriosklerotische Plaques stabilisiert, Entzündungsmarker wie CRP oder E-Selectin werden reduziert.
  • Durch die antithrombotische und antiatherogene Wirkung von EPA und DHA kann im Herz-Kreislaufsystem nicht nur eine endothelschützende Wirkung zustande kommen, sondern auch ein kardioprotektiver und antiarrhythmischer Effekt (durch Regulierung von Ionenkanälen).
  • Man geht davon aus, dass die antiinflammatorischen Effekte von EPA und DHA durch Resolvine zustande kommen, als deren aktiven Metaboliten. Sie lassen akute Entzündung schneller abklingen und wurden klinisch mit der Auflösung einer akuten Nieren- oder Lungenverletzung und der Hemmung der Mikroglia-aktivierten Entzündung bei neurodegenerativen Erkrankungen in Verbindung gebracht.
  • Omega 3-Fettsäuren wirken positiv auf den Stoffwechsel der Blutfette, indem sie die Bildung der Triglyceride senken, sowie auch die Lioproteine von sehr geringer Dichte (VLDL). Sie bewirken eine leichte Erhöhung des HDL und eine moderate Senkung des LDL.
  • Eine positive Wirkung üben Omega-3-Fettsäuren auch auf die Entwicklung von Gehirn und Nervenzellen aus. Sie sind wichtig für die Intelligenz bzw. kognitive Leistungen, sowie die Bildung der Neurotransmitter Dopamin und Serotonin. Weiterhin unterstützen sie die Integrität der Blut-Hirn-Schranke, und fördern die Aufnahme und Verwertung von Glukose in den Nervenzellen.

Folgende pflanzliche Öle sind besonders reich an Omega-3-Fettsäuren: Leinöl (56 – 71 %), Chiaöl (64 %), Hanföl (ca. 17 %), Walnussöl (ca. 13 %), Rapsöl (ca. 9 %) und Sojabohnenöl (ca. 8 %). Unter den tierischen Lebensmitteln sind Omega-3-Fettsäuren besonders in Lachs, Sardellen, Sardinen, Hering, Makrelen, und weißem Thunfisch enthalten. Fisch und Fischöle werden – auch aufgrund ihres Gehalts an Omega-3-Fettsäuren – mit verschiedenen gesundheitlichen Vorteilen gegen zahlreiche Zivilisationserkrankungen in Verbindung gebracht, einschließlich kardiovaskulärer Erkrankungen und Krebs. In einer groß angelegten Untersuchung wurden 89 klinische Studien zu den gesundheitlichen Ergebnissen des Fischkonsums untersucht. Der regelmäßige Verzehr von Fisch brachte eine Vielzahl gesundheitlicher Vorteile, mit der größten Risikoreduktion bei 2 bis 4 Portionen pro Woche. Jede Steigerung um etwa eine Portion/Woche reduzierte das Risiko koronarer Herzkrankheiten, kardiovaskulärer Erkrankungen, Gesamtmortalität, Schlaganfall, Myokardinfarkt, akutes Koronarsyndrom, Herzinsuffizienz, Magen-Darm-Krebs, metabolisches Syndrom, Demenz und Alzheimer-Krankheit um 2 bis 7 %. Günstige Assoziationen wurden auch für Krebserkrankungen, atopische Erkrankungen, Muskel- und Skelett-Erkrankungen, gastrointestinale Erkrankungen sowie Augenerkrankungen festgestellt.

Quellen:
Berg JM, Tymoczko JL, Stryer L. Stryer: Biochemie. 2018
Gröber U. Mikronährstoffe – Metabolic tuning – Prävention – Therapie. 2011. Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft, Stuttgart
Kuklinski, B. Lunteren I. Gesünder mit Mikronährstoffen – schützen Sie Ihre Zellen vor „Freien Radikalen“. 2016. Aurum Verlag
Meyer R. Chronisch gesund. 2009
Ross, A.C., Caballero B. Cousins, R. J., Tucker, K. L. & Ziegler, T. R. Modern Nutrition in Health and Disease. 2014. Wolters Kluwer
Kris-Etherton PM, Richter CK, Bowen KJ, Skulas-Ray AC, Jackson KH, Petersen KS, et al. Recent Clinical Trials Shed New Light on the Cardiovascular Benefits of Omega-3 Fatty Acids. Vol. 15, Methodist DeBakey cardiovascular journal. NLM (Medline); 2019. p. 171–8.
Cheng D, Lin L, Du R, Lu JL. Omega-3 fatty acids and cardiovascular diseases. Vol. 36, Journal of Shanghai Jiaotong University (Medical Science). Editorial Department of Journal of Shanghai Second Medical University; 2016. p. 1231–6.
Simopoulos AP. Omega-3 fatty acids in health and disease and in growth and development. Vol. 54, American Journal of Clinical Nutrition. 1991. p. 438–63.
Ajith TA. A Recent Update on the Effects of Omega-3 Fatty Acids in Alzheimer’s Disease. Curr Clin Pharmacol. 2018 Aug 25;13(4):252–60.
Wysoczański T, Sokoła-Wysoczańska E, Pękala J, Lochyński S, Czyż K, Bodkowski R, et al. Omega-3 Fatty Acids and their Role in Central Nervous System – A Review. Curr Med Chem. 2016 Jan 27;23(8):816–31.
Shahidi F, Ambigaipalan P. Omega-3 Polyunsaturated Fatty Acids and Their Health Benefits. Vol. 9, Annual Review of Food Science and Technology. Annual Reviews Inc.; 2018. p. 345–81.
Fabian CJ, Kimler BF, Hursting SD. Omega-3 fatty acids for breast cancer prevention and survivorship. Vol. 17, Breast Cancer Research. BioMed Central Ltd.; 2015.
Jeromson S, Gallagher IJ, Galloway SDR, Hamilton DL. Omega-3 fatty acids and skeletal muscle health. Vol. 13, Marine Drugs. MDPI AG; 2015. p. 6977–7004.
Tejada S, Martorell M, Capó X, A. Tur J, Pons A, Sureda A. Omega-3 Fatty Acids in the Management of Epilepsy. Curr Top Med Chem. 2016 Feb 9;16(17):1897–905.
Cholewski M, Tomczykowa M, Tomczyk M. A comprehensive review of chemistry, sources and bioavailability of omega-3 fatty acids. Vol. 10, Nutrients. MDPI AG; 2018.

Omega-3-Fettsäuren bei hohem Triglyceridspiegel

Hypertriglyceridämie (Triglyceride 200 – 499 mg/dL) kommt in der westlichen Welt immer häufiger vor. Auch die Prävalenz schwerwiegender Erhöhungen (Triglyceride ≥ 500 mg/dL) steigt stetig an, was auf die weltweite Zunahme von Adipositas/ Diabetes/ metabolischem Syndrom zurückgeführt wird. In einer aktuellen Stellungnahme der American Heart Association wird empfohlen, Patienten mit Hypertriglyceridämie Omega-3-Fettsäuren zu verordnen. Die Empfehlung basiert auf den Daten der REDUCE-IT-Studie, in der mit hochdosierter Eicosapentaensäure (EPA) das kardiovaskuläre Risiko von Patienten mit erhöhten Triglyceriden um 25 % gesenkt wurde. Eine Monotherapie mit Omega-3-Fettsäuren könnte demnach bei Patienten mit einfacher Hypertriglyceridämie (Triglyceride 200 – 499 mg/dL) ausreichen, unter täglicher Dosierung von 4 g Omega-3-Fettsäuren. Bei Patienten mit stark erhöhten Spiegeln (Triglyceride ≥ 500 mg/dL) konnten die Werte um über 30 % gesenkt werden, aber weitere Medikamente sind ggf. noch notwendig. Der Bericht kommt zu dem Ergebnis, dass die Verschreibung von Omega-3-Fettsäuren in einer Dosis von 4 g/Tag eine effektive und sichere Option zur Reduzierung von erhöhten Triglyceridwerten ist, entweder als Monotherapie oder als Ergänzung zu anderen lipidsenkenden Mitteln. Vor einer Verordnung von Omega-3-Fettsäuren sollten allerdings alle Ursachen der Hypertriglyceridämie untersucht werden, und dazu gehören auch ernährungsrelevante Maßnahmen.

 

Entzündungshemmende Ernährung und Fatigue

Link 1 | Fatigue – man kennt sie bei allen Erkrankungen, die mit einer chronischen Inflammation einhergehen wie z. B. Krebs, entzündliche Darmerkrankungen, Fibromyalgie, multiple Sklerose und zahlreiche andere (Autoimmun)erkrankungen. Auch bei depressiven Patienten ist die Fatigue ein wichtiger Aspekt bei der ganzheitlichen Betrachtung der Erkrankung. Etwa 90 % der von diesen Erkrankungen betroffenen Patienten leiden auch unter Fatigue. Patienten mit Krebs sind besonders während und nach der schulmedizinischen Behandlung davon betroffen.

Fatigue ist eine überwältigende Müdigkeit, die weit über die nach körperlicher oder geistiger Anstrengung auftretende Erschöpfung hinausgeht und auch durch erholsamen Schlaf nicht beseitigt wird. Derartige Erschöpfungserscheinungen können zeitlich begrenzt auftreten oder in einen chronischen (> 6 Monate) Zustand übergehen. Aktuell geht man davon aus, dass ganz unterschiedliche Faktoren Link 1 | Link 2 an der Entstehung der Fatigue beteiligt sind. Bei dem chronische Fatigue-Syndrom (CFS), einer multisystemischen und komplexen Erkrankung mit enormen persönlichen, sozialen und beruflichen Langzeit-Einschränkungen treten gravierenden Merkmale einer fehlgeleiteten Immunregulation auf, z. B. Veränderungen des Immunglobulinspiegels, des Zytokinprofils, der Zusammensetzung von B- und T-Zellen und der natürlichen Killerzellen. Auffällige Nährstoffdefizite (Vitamin C, Vitamin B-Komplex, Natrium, Magnesium, Zink, Folsäure, L-Carnitin, L-Tryptophan, essentielle Fettsäuren und Coenzym Q10) sind ebenso maßgeblich am Ausbruch und Schweregrad des CFS beteiligt.

Ärzte der Charité-Universitätsmedizin in Berlin und des Deutschen Instituts für Ernährungsforschung in Potsdam sind nun der Frage nachgegangen, ob das bei der Fatigue beobachtete Entzündungsprofil durch eine entzündungshemmende Ernährung verbessert werden kann und welche Auswirkungen dies auf die Reduktion der Fatigue hat. Es wurden insgesamt 21 klinische Studien ausgewertet, um den Einfluss von entzündungshemmenden Nährstoffen, Lebensmitteln und Ernährungsformen auf Entzündungsmarker und die Fatigue bei verschiedenen Patientengruppen zu untersuchen.

Die wesentlichen Erkenntnisse zur ernährungsbasierten Behandlung der Fatigue

Einzelne Nährstoffe

• Omega3/Omega6
Omega-3-Fettsäuren reduzierten Fatigue bei Lungenkrebs-Patienten
Omega-6-Fettsäuren (und nicht Omega-3-Fettsäuren) reduzierten Fatigue und die Inflammationsmarker TNF-α und CRP bei Patientinnen mit Brustkrebs
Täglicher Konsum von Fischöl (1,98 g/Tag EPA und 1,32 g/Tag DHA) über einen Zeitraum von 6 Monaten reduzierte Fatigue bei Patienten mit Multipler Sklerose.

• Vitamin A
Bei Patienten mit multipler Sklerose reduzierte hochdosiertes Vitamin A die Ermüdungswerte nach 1-jähriger Intervention (25.000 internationale Einheiten (IU) Retinylpalmitat/Tag für 6 Monate, gefolgt von 10.000 IU/Tag für 6 Monate).

• Vitamin D (Cholecalciferol)
Bei Patienten mit Systemischem Lupus erythematodes führte die Nahrungsergänzung mit Vitamin D (50,000 IU/Woche für einen Zeitraum von 24 Wochen) zur Besserung der Fatigue und auch der allgemeinen Symptomatik.

• Polyphenole
Epigallocatechingallat (EGCG) führte im Tierversuch zur Besserung der Fatigue.
In einer kleinen Studie mit 12 Blasenkrebs-Patienten wurde durch die tägliche Gabe von 450 oder 900 mg Isoquercetin über einen Zeitraum von 80 Tagen eine wesentliche Reduktion der Fatigue beobachtet.

• Aminosäuren/Peptide/Proteine
Mittels Carnitin wurde die Symptomatik von Patienten mit CFS wesentlich verbessert.

• Probiotika
Bei Patienten mit Reizdarmsyndrom führte die 8-wöchige Einnahme von Probiotika mit Bakterien der Gattungen Lactobacillus und Bifidobacterium zu einer Besserung der Fatigue. Anderweitige Untersuchungen bei weiteren Erkrankungen konnten diesen Effekt jedoch nicht bestätigen.

• Ginseng
Im Tierversuch wurde eine Verbesserung der durch Chemotherapie verursachten Fatigue nachgewiesen, sowie die Reduktion inflammatorischer Zytokine (TNF-α und IL-6).

• Ernährung
Frauen mit Brustkrebs, deren Ernährung viel Fisch, Vollwertgetreide und Gemüse (vor allem grünblättriges Gemüse und Tomaten), entzündungshemmende und antioxidative Inhaltsstoffe (z. B. Carotenoide, Omega-3-Fettsäuren, Vitamin A, Vitamin C) enthielt, litten weitaus weniger an Chemotherapie-verursachter Fatigue.
Eine “Leaky-gut-Diät” wurde konzipiert für Patienten mit Fatigue. Sie ist kohlenhydratarm, frei von Gluten und Milchprodukten und wird kombiniert, je nach Bedarf, mit entzündungshemmend und antioxidativ wirksamen Inhaltsstoffen, z. B. Glutamin, N-acetyl-L-cysteine, Zink, L-Carnitin, Coenzym Q10, Taurin, Curcumin oder Quercetin. Die Fatigue besserte sich bei 65 % der Patienten, die sich nach diesen Vorgaben ernährten.
Die mediterrane Ernährung kann bei krankheitsbedingter Fatigue zu einer Besserung beitragen, indem die inflammatorischen Last reduziert wird. Dabei normalisiert sich die Darmflora.

 

Ernährungsempfehlungen zur Prävention von Depressionen

Mehr als 350 Millionen Menschen weltweit sind derzeit von Depressionen betroffen. Die Erkrankung an sich stellt eine große finanzielle Belastung für das Gesundheitssystem dar, berücksichtigt man auch die Kosten für Prävention und Verzögerung des Fortschreitens dieser Erkrankung. Verschiedene Forschungsarbeiten der vergangenen Jahre haben gezeigt, dass das Risiko an einer Depression zu erkranken, beeinflusst werden kann durch eine gesunde Ernährung, den bevorzugten Konsum von mehrfach ungesättigten Fettsäuren, Vitamin B6; Folsäure, Antioxidantien und Zink. Trotzdem gibt es bislang noch keine allgemein anerkannten generellen Ernährungsempfehlungen zur Prävention/ Behandlung von Depressionen. Eine internationale Gruppe von Experten hat daher die aktuelle Studienlage analysiert und fünf Empfehlungen ausgesprochen:

  1. Folgen Sie „traditionellen“ Ernährungsweisen wie der mediterranen, norwegischen oder japanischen Diät. Die verfügbaren Beweise deuten darauf hin, dass traditionelle Ernährungsgewohnheiten für eine positive psychische Gesundheit vorteilhaft sind.
  2. Erhöhen Sie den Verzehr von Obst, Gemüse, Hülsenfrüchten, Vollkorngetreide, Nüssen und Samen. Diese Nahrungsmittel sollten den Hauptteil der Ernährung bilden, da sie eine hohe Nährstoffdichte haben, einen hohen Gehalt an pflanzlichen Fasern und einen niedrigen Gehalt an gesättigten und Trans-Fettsäuren.
  3. Achten Sie auf einen häufigen Verzehr von Lebensmitteln, die reich an Omega-3-Fettsäuren sind. Fisch ist eine der Hauptquellen von Omega-3 Fettsäuren, und ein höherer Fischkonsum ist mit einem reduzierten Depressionsrisiko verbunden.
  4. Begrenzen Sie Ihre Aufnahme von verarbeiteten Lebensmitteln, Fastfood, Bäckereiprodukten und Süßigkeiten. Diese Lebensmittel haben einen hohen Gehalt an Trans-Fettsäuren, gesättigten Fettsäuren, raffinierten Kohlenhydraten und Zuckerzusatzstoffe. Sie haben wenig Ballaststoffe und einen zu hohen Nährstoffgehalt. In Beobachtungsstudien konnte ein hohes Risiko für Depressionen nachgewiesen werden wenn derartige Lebensmittel bevorzugt konsumiert worden.
  5. Ersetzen Sie ungesunde Lebensmittel mit gesunden nahrhaften Lebensmitteln. Gesunde Nahrungsmittel (z. B. Früchte, Gemüse, Vollkorngetreide und Fisch) und ungesunde Nahrungsmittel (z. B. Süßigkeiten, Softdrinks, Gebratenes, raffiniertes Getreide und verarbeitetes Fleisch) sind unabhängige Prädiktoren für geringere bzw. höhere depressive Symptomatik.

Dietary recommendations for the prevention of depression

Omega-3 essenziell für die Entwicklung des Gehirns bei Kindern

Die Forschung über Omega-3 in der Schwangerschaft und bei Neugeborenen wurde von der Bill & Melinda Gates Foundation gefördert, veröffentlicht im Journal der Federation of American Societies for Experimental Biology (FASEB) im letzten Monat. Die Studie konkludierte, dass Omega-3 Supplemente in der Schwangerschaft und bei Neugeborenen das neurale System des Kindes verbesserten (in Englisch). ↑ weiter

Omega-3-Fettsäuren wirken nachweislich positiv auf das alternde Gehirn

In der 6-monatigen Studie der Charité Berlin wurden die Effekte von Omega-3 Fettsäuren auf die Erinnerungsfähigkeit von gesunden älteren Menschen untersucht. Die Ergebnisse waren so positiv signifikant und eindeutig, dass die Zusammenfassung der Studie natürliche Omega-3 Fettsäuren für die Vorbeugung von Alzheimer-Demenz empfiehlt. ↑ weiter

Fischöl beugt Psychosen vor

Wien – Fischöl-Kapseln mit Omega-3-Fettsäuren haben möglicherweise eine vorbeugende Wirkung gegen die Schizophrenie. In einer randomisierten Studie in den Archives of General Psychiatry (2010; 67: 146-154) wurde in einer Hoch-Risiko-Gruppe das Risiko einer manifesten Psychose deutlich vermindert. ↑ weiter

Wirkung der Omega-3-Fettsäuren bei Depressionen alleine und als Ergänzung zu Antidepressiva sinnvoll

Eine Metanalyse der Universität Amsterdam hat unter 1.955 untersuchten Studien 13 taugliche gefunden, die mit ausreichend hohen Omega-3-Fettsäuredosierungen und Laboruntersuchungen die Wirkung im Hinblick auf Depressionen belegen konnten. Immerhin beträgt die Gruppe der untersuchten Probanden 1.233 Personen, so dass die Statistik hier doch aussagekräftig sein dürfte. Die Wirkung kommt den Antidepressiva gleich, eine Kombination ermöglicht noch eine Steigerung und aufmerksame Leser wissen schon, dass man das Ergebnis mit optimierten Vitamin-D-Spiegeln noch einmal verbessern kann. Veröffentlicht wurde es in der Translational Psychiatry (Studien auf Englisch).

Studie 1
Studie 2
Studie 3

Omega-3 fatty acids

No type of fat has been getting more recent publicity than omega-3s, and you're very likely to have seen TV ads or heard radio infomercials about this unique type of fat. However, much of the omega-3 publicity you've heard has probably been focused on dietary supplements rather than food. In this profile, we'll provide you with a fresh look at omega-3s from the perspective of food and the best ways to balance your meal plan for strong omega-3 support. ↑ weiter

Omega-3-Fettsäuren schützen das Herzgewebe nach einem Herzinfarkt

Viele meinen, das Leben nach einem Herzinfarkt sei beschwerlich und voller gesundheitlicher Probleme, aber wie eine neue Studie des American College of Cardiology (ACC) zeigt, muss das nicht unbedingt stimmen. Wie die Studie ergab, trägt die Einnahme von Omega-3-Fettsäuren zum Erhalt der Herzgesundheit bei. ↑ weiter

Omega-3-Fette können Schlaganfall-Schäden signifikant reduzieren Verbesserte Gehirnfunktion bei Erwachsenen und Kindern mit Omega-3-Ergänzung

Neue Nachweise zeigen, dass die mehrfach ungesättigten Omega-3-Fettsäuren (PUFAs) namens DHA und EPA, die man in Meerestieren und Fischölen findet, die Schäden nach einem Schlaganfall in einem Maus-Modell deutlich reduzieren können, wenn sie direkt danach verabreicht werden. Darüber hinaus demonstrieren DHA und eine weitere PUFA einen positiven Effekt auf die neurokognitiven Funktionen bei Kindern. Diese Ergebnisse und noch weitere wurden vom 29. bis 30. Juni auf dem 11. Kongress der International Society for the Study of Fatty Acids and Lipids (ISSFAL; Internationale Gesellschaft zur Erforschung von Fettsäuren und Lipiden) in Stockholm präsentiert. ↑ weiter