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Übergewicht | Heilpraktiker Ralf Meyer

Übergewicht

Industriell veränderte Nahrung und Übergewicht

Wissenschaftler des amerikanischen National Institute of Health haben untersucht, in wieweit Menschen mehr Kalorien zu sich nehmen, wenn sie sich überwiegend von hochgradig verarbeiteten Lebensmitteln ernähren im Vergleich zur Ernährung mit unverarbeiteten Lebensmitteln. Dazu ernährten sich 10 übergewichtige Testesser zunächst zwei Wochen lang hauptsächlich von stark verarbeiteten Lebensmitteln (z. B. Fertigpizza, Fischstäbchen Kartoffelpüree aus der Tüte, Cornflakes etc.). Die andere Gruppe, bestehend aus 10 übergewichtigen Testessern, bekam Gerichte aus frischen Zutaten mit viel Obst, Gemüse und Nüssen. Alle Teilnehmer durften ihre Mahlzeiten ad libitum verzehren, also ohne Einschränkungen der Menge. Die Mahlzeiten enthielten prozentual in etwa die gleiche Makronährstoffverteilung, allerdings waren die Fertiggerichte deutlich reicher an schnell verfügbaren Zuckern und ärmer an Eiweiß und unlöslichen Ballaststoffen. Nach zwei Wochen wurde die Kost getauscht, und anschließend wurden die Ergebnisse ausgewertet.

Die Teilnehmer mit den stark verarbeiteten Lebensmitteln

  • Nahmen pro Tag 508 ± 106 kcal/Tag mehr zu sich, im Vergleich zu der Gruppe mit der gesünderen Kost;
  • Aßen schneller, mit mehr Appetit und legten innerhalb von zwei Wochen fast ein Kilogramm zu. Die Frischkostler nahmen in der gleichen Zeit rund ein Kilo an Gewicht ab.

Die Einschränkung des Verzehrs von stark verarbeiteten Lebensmitteln kann unabhängig von den sonstigen Essgewohnheiten ein einfacher und wirksamer Ansatz sein, die Entwicklung von Übergewicht zu stoppen, so die Studienautoren.

Zur Studie

 

Multiple Sklerose: Reduzierte Anzahl und Diversität von Darmbakterien und Besserung der Symptomatik durch eine ketogene Diät

Eine ständig wachsende Anzahl von Studien zeigt die Beteiligung des Mikrobioms des Darmes bei Übergewicht, Verdauungsproblemen, endokrinen, entzündlichen und Autoimmunerkrankungen einschließlich Multipler Sklerose (MS). In einer kürzlich veröffentlichten Studie hat man die Konzentrationen verschiedener Bakterienarten des Darmes bei MS-Patienten und gesunden Kontrollen verglichen und deren Veränderung während einer ketogenen Ernährung untersucht. Ketogene Diäten sind zunehmend Gegenstand klinischer Projekte, zumal sie die Gehirnfunktion, Entzündungen, Immunität und das Mikrobiom des Darmes beeinflussen. Anders als beim Fasten oder sehr einseitigen Diäten kann eine ketogene Ernährungsweise über Monate praktiziert werden und wird im Allgemeinen sehr gut vertragen. Die Einhaltung der ketogenen Ernährung kann durch Messung von Ketonkörpern in Blut und Urin zuverlässig nachvollzogen werden. Wissenschaftler der medizinischen Fakultät der Charité und des Max Delbrück-Zentrums für molekulare Medizin in Berlin verglichen die Zusammensetzung der Darmflora bei 25 MS-Patienten und 14 gesunden Probanden. Zehn der MS-Patienten erhielten danach eine ketogene Diät für 6 Monate. Änderungen der Konzentrationen von 35 Bakteriengruppen wurden zu Beginn der Ernährungsumstellung und nach 2, 12 und 24 Wochen untersucht.

Die Ergebnisse zeigten, dass es keine „MS-typische“ Zusammensetzung der Bakteriengruppen gibt. Die Gesamtkonzentrationen und die Vielfalt der essentiellen Bakteriengruppen waren jedoch bei den MS-Patienten reduziert. Von der zahlenmäßigen Abnahme war die Bakterienart Faecalibacterium prausnitzii am meisten betroffen, genauso wie die Gattungen Roseburia und Bacteroides. Dabei gab es aber auch noch individuelle und patientenspezifische Änderungen. Die Effekte der ketogenen Diät bei MS-Patienten waren zweiphasig. Kurzfristig wurden die Bakterienkonzentrationen und deren Vielfalt weiter reduziert. Zwei Wochen nach Beginn der Diät kam es zu einer dramatischen Reduktion der Bakterienzahlen, vergleichbar mit den Effekten von Antibiotika. Gleichzeitig wurde ein weiterer Rückgang der mikrobiellen Vielfalt festgestellt, von durchschnittlich 48 auf 35 Prozent. Nach zwölfwöchiger ketogener Diät kam es jedoch zu einem zahlenmäßigen Anstieg und die Vielfalt der Bakterienarten nahm auch zu. Nach 24-wöchiger Diät waren die Werte bei weitem besser als zu Beginn der ketogenen Diät. Daraus schlussfolgern die Autoren, dass die Dickdarmflora bei MS Patienten deutlich beeinträchtigt ist und durch eine sechsmonatige ketogene Diät normalisiert werden kann. Dabei sollten die Veränderungen im Darm-Mikrobiom durch regelmäßige Untersuchungen über einen längeren Zeitraum hin erfolgen.

Reduced mass and diversity of the colonic microbiome in patients with Multiple Sclerosis and their improvement with ketogenic diet

Abnehmen bremst krebsfördernde Entzündungen

Übergewicht begünstigt Entzündungen, die als krebsfördernd gelten. Gemeinsam mit amerikanischen Kollegen untersuchte Cornelia Ulrich aus dem Deutschen Krebsforschungszentrum und dem NCT Heidelberg an übergewichtigen Frauen, ob sich die Entzündungswerte durch Sport und/oder Kalorienreduktion reduzieren lassen.

QUELLE: www.journalmed.de
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Diabetes-Risiko: Bauchumfang unter halber Körpergröße halten

Jahrzehntelang hat die Medizin das Körpergewicht von Menschen durch die Körpergröße dividiert, um daraus Aussagen etwa über das Risiko für Herzerkrankungen und Diabetes zu treffen. Diese Methode hat jedoch ausgedient, behaupten Forscher der britischen Oxford Brookes University beim Europäischen Adipositas-Kongress in Lyon.

QUELLE: www.journalmed.de
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Scharf gegen Fett

Forscher sind dem schlank machenden Effekt von Pfeffer auf die Spur gekommen – Im Mund brennt es – Fettzellen hemmt es: Piperin verleiht Pfeffer seine typische Würze und unterdrückt gleichzeitig die Neubildung von Fettzellen im Körper.

QUELLE: www.wissenschaft.de
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