Ernährung, Adipositas und Typ2-Diabetes

Link 1 Das aktuelle Ernährungssystem verschärft ernährungsbedingte gesundheitliche Probleme und schafft einen Teufelskreis aus Krankheit, schlechten Arbeits- und Schulleistungen und verkümmertem Potenzial. Weltweit ist eine mangelhafte Ernährung für 41 % aller Todesfälle verantwortlich (3,2 Millionen pro Jahr durch Unterernährung von Kindern und Müttern, 10,9 Millionen pro Jahr durch chronische Krankheiten) und 48 % der verlorenen qualitätsangepassten Lebensjahre (327 bzw. 255 Milliarden pro Jahr) Link 1 | Link 2.

Der Nahrungsmittelsektor verursacht 25 % der Treibhausgasemissionen, 32 % des weltweiten Energieverbrauchs, 69 % des Süßwasserverbrauchs, 80 % der Entwaldung und den Verlust der Widerstandsfähigkeit unserer Böden und Ozeane. Das Ausmaß dieser Auswirkungen auf Gesundheit, Wirtschaft, Gerechtigkeit und Nachhaltigkeit ist erschütternd – und doch wird der Status quo von Regierungen, der Öffentlichkeit, den Gesundheitssystemen und den Unternehmen immer noch zu wenig anerkannt. Seit 40 Jahren ist die Zahl der Erwachsenen mit Adipositas weltweit von 100 Millionen auf 671 Millionen gestiegen; bei Typ2 Diabetes (T2D) betrug der Anstieg von 108 Millionen auf 422 Millionen Link 1 | Link 2. Trotz modernster Medizin und High-Tech Forschung: keine einzige Nation weltweit hat einen Rückgang der Adipositas oder T2DM erlebt, und gerade in ländlichen Gebieten oder Regionen mit niedrigen und mittleren Einkommen haben diese Pandemien explosionsartig zugenommen. Die Anerkennung der eskalierenden gesundheitlichen und wirtschaftlichen Kosten der ernährungsbedingten Adipositas und des Typ-2-Diabetes zwingt zum Handeln. Paradigmenwechsel sind erforderlich, denn für die Behandlung chronischer Krankheiten ist die Qualität der Ernährung ausschlaggebend und nicht nährstoffbezogene Kalorien-Werte. Lebensmittel sind aus informationsbiologischer Sicht für Stoffwechselwege relevant, welche die vielfältigen und überlappenden Signalwege des Körpers zur langfristigen Gewichtskontrolle unterstützen oder behindern. Denn es ist die Qualität der Ernährung, die den Energieverbrauch und die Gewichtszunahme beeinflusst.

Diese Ergebnisse sind wiederum eine Bestätigung unserer über 20-jährigen Erfahrungen mit der Ernährung nach ProImmun M, bei der eine individuelle Umstellung auf eine qualitativ hochwertige Ernährung erfolgt. Quasi als „Nebeneffekt“ der Ernährungsumstellung erfolgt die Gewichtsreduktion, „von alleine“ und ohne jegliche kalorische Restriktion. Dass eine IgG-basierte Ernährung auch bei Patienten mit Übergewicht sicher und effektiv ist, wurde in verschiedenen Studien nachgewiesen. Manche der Autoren sehen in einer IgG-basierten Eliminationsdiät sogar eine Strategie, der Adipositas-Epidemie in den USA entgegenzuwirken.

  • Durch Meiden IgG-vermittelter reaktiver Lebensmittel war in der US-amerikanischen Studie mit 120 übergewichtigen Patienten innerhalb von 90 Tagen eine durchschnittliche Gewichtsreduktion von etwa fünf Kilogramm feststellbar, bei gleichzeitigem Anstieg aller Indikatoren der Lebensqualität.
  • Eine IgG-basierte Eliminationsdiät unterstützte den Gewichtsverlust bei übergewichtigen Patienten, die durch eine konventionelle Diät mit Kalorienrestriktion kein Gewicht verloren. Die Hälfte der 82 Patienten, die an der türkischen Studie teilnahmen, erhielt nach einem IgG-Test eine Eliminationsdiät, die auf den festgestellten Nahrungsmittelunverträglichkeiten aufbaute. Die andere Hälfte der Patienten hielt sich an ihre konventionelle Diät, kombiniert mit körperlicher Aktivität. Alle Patienten wurden von einem Ernährungsberater unterstützt. Nach sechsmonatiger IgG-Eliminationsdiät lag der durchschnittliche Gewichtsverlust bei 8,5 Kilogramm; durch die konventionelle kalorienreduzierte Diät lag die durchschnittliche Abnahme bei nur 0,8 kg.
  • Bei 30 übergewichtigen Jugendlichen wurde in der österreichischen Studie ein starker Anstieg der IgG-Antikörper gegen Nahrungsmittel festgestellt sowie auch eine dickere innere Schicht (Intima-media) der Halsschlagader, Anzeichen für eine Gefäßerkrankung, und ein erhöhter Laborwert, der auf Entzündungen hinweist (CRP). Zwischen diesen Größen gab es einen direkten Zusammenhang. Bei normalgewichtigen Kindern wurden keine erhöhten Werte gemessen. Die Autoren dieser Studie konnten somit zeigen, dass ein Übermaß an IgG-Antikörpern mit systemischen Entzündungen einhergeht.