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Folsäure (Vitamin B9, Vitamin B11, Folat) | Heilpraktiker Ralf Meyer

Folsäure (Vitamin B9, Vitamin B11, Folat)

Folsäure wird auch Vitamin B9 (Deutschland, USA) oder Vitamin B11 (weltweit) oder Folat genannt und gehört zum Vitamin-B-Komplex. Die Bezeichnung „Folsäure“ leitet sich vom lateinischen Wort „folium“ ab, was „(Pflanzen-)Blatt“ bedeutet. Tatsächlich ist Folsäure in grünen Pflanzen wie Spinat und Kohl in hoher Konzentration vorhanden. Als Folat werden sämtliche vom Körper als Vitamin verwendbare, also zum Vitamin umwandelbare Stoffe bezeichnet. Hierzu zählt auch die Folsäure selbst, die erst im Körper in die bioaktive 5,6,7,8-Tetrahydrofolsäure (THF) beziehungsweise das Methylfolat umgewandelt wird. Die biologisch aktiven Formen der Folsäure haben im Körper zahlreiche wichtige Funktionen. Dies betrifft vor allem die Neubildung von Zellen bzw. Zellteilung, den Aufbau der DNA, die Bildung von Blutzellen im Knochenmark (Hämatopoese) und die Homocystein-Regulation. Folsäure ist ein essenzieller Stoff, der im Körper nicht gebildet werden kann und mit der Nahrung aufgenommen werden muss.

Die wichtigsten Funktionen der Folsäure und deren Derivate (Tetrahydrofolsäure THF; 5,10 Methylen-THF; Formyl-THF, 5-Methyl-THF)

  • In der Embryogenese vermittelt Folat den Neuralrohrverschluss in der 3. Schwangerschaftswoche. Daher wird während der Schwangerschaft Folsäure zur Fehlbildungsprophylaxe verordnet. Folsäuremangel erhöht zudem das Risiko von Frühgeburten und Untergewicht der Neugeborenen.
  • Folsäure ist an der Erneuerung der Epithelzellen von Schleimhäuten beteiligt (vor allem im Gastrointestinaltrakt).
    Folsäure wird zur Blutbildung (Hämatopoese) benötigt (Hämoglobin zum Sauerstofftransport). Hier besteht eine enge Beziehung zum Stoffwechsel von Eisen, Kupfer und Vitamin B12.
  • Die Synthese von Cholin aus den Aminosäuren Lysin und Methionin benötigt Folsäure. Cholin ist ein Bestandteil der Phospholipide (Phosphatylcholin und Phosphatide) und liefert damit eine Grundsubstanz zum Aufbau und der Stabilisierung der Membranen von Zellen und Mitochondrien.
  • Folsäure wird auch benötigt zur Reduzierung erhöhter Homocysteinspiegel. Diese werden im Zusammenhang gesehen mit der Entstehung von Arteriosklerose und deren Folgekrankheiten wie Schlaganfall, Herzinfarkt oder generelle Durchblutungsstörungen durch die Zunahme von oxidativem Stress in den Blutgefäßen. Homocystein ist auch toxisch für die mitochondriale Funktion1 und höhere Homocysteinspiegel werden mit Depressionen2 in Verbindung gebracht. „Depression“ im Sinne eines Gefühls der Niedergeschlagenheit ist ein Symptom vieler Vitamin-bzw. Mineralstoffmangelerscheinungen (z. B. Folsäure, Vitamin C, Magnesium)3. Nahrungsergänzungsmittel wie B12 oder Folat, das die mitochondrialen Funktionen schützt, sind als Begleittherapie bei der Behandlung von Depressionen wirksam4.
  • 5-Methyl-THF wird für die Umwandlung von Homocystein in die Aminosäure Methionin benötigt. Bei dieser enzymatischen Reaktion wird auch Vitamin B12 als Cofaktor benötigt.
  • THF ist ein Cofaktor im Stoffwechsel der Aminosäuren und der „Einzelbausteine“ der DNA (Purine, Pyrimidine).
  • Folsäure spielt auch im Stoffwechsel von Melatonin und Neurotransmittern eine wichtige Rolle (GABA, Noradrenalin, Dopamin und Serotonin).

Die empfohlene tägliche Zufuhr beträgt bei Jugendlichen und Erwachsenen 0,4 mg/Tag; Schwangere und Stillende haben einen Bedarf von 0,6 mg/Tag. In Deutschland deutet die Versorgungssituation mit Folsäure darauf hin, dass bei 80 bis 90 % der Bevölkerung die Zufuhr für Folat allein durch den Verzehr von Lebensmitteln nicht ausreicht. Ein erhöhter Bedarf besteht in der Schwangerschaft, bei Schwangerschaftskomplikationen, während Wachstumsphasen, bei Infekten und Eisenmangel, hämolytischer Anämie, Hämodialyse, Krebs, Lebererkrankungen, Hyperthyreose, Fehl- und Mangelernährung. Mögliche Mangelsymptome äußern sich z. B. in Depressionen, Blässe, Anorexie, schneller Ermüdbarkeit, Vergesslichkeit, Gewichtsverlust, Schwäche, Immunschwäche, Störungen des Knochenstoffwechsels, Aborte, Demenz, Polyneuropathie, Glossitis, Stomatitis oder Schleimhautatrophie.

Welche Lebensmittel enthalten Folsäure und wann wird die Zufuhr von Folsäure empfohlen?

Die Zufuhr von Folsäure wird empfohlen:

  • Zur allgemeinen Prävention
  • Hyperhomocysteinämie
  • Chronisch-entzündliche Darmerkrankungen
  • Kardiovaskuläre Erkrankungen
  • Alzheimer, Demenz
  • Depressionen, Schizophrenie
  • Diabetes mellitus
  • Dialyse
  • Prävention von Neuralrohrdefekten in der frühen Schwangerschaft
  • Infertilität und unzureichende Spermienqualität.

Folsäure-Gehalt (µg/100 g Lebensmittel)

Limabohnen   360
Kichererbsen   340
Sojabohnen   210
Speisekleie   195
Bohnen, weiß   187
Grünkohl   187
Rosenkohl   182
Linsen   168
Erbsen   151
Feldsalat   145
Spinat   145
Schweineleber   136
Blumenkohl   125
Brokkoli   111
Endivien   109
Spargel   108
Porree   103
Wirsing   90
Knäckebrot   88
Haferflocken   87
Rote Bete   83
Kopfsalat   75
Kohlrabi   70
Ei   67
Erdbeeren   65
Brie   65
Paprika   60
Leberpastete   60
Möhren   55
Kirschen   52
Tomaten   44
Camembert   44
Weintrauben   43
Kakaopulver   38
Rotkohl   35
Auberginen   31
Himbeeren   30
Honigmelone   30
Gurken   27
Pumpernickel   23
Gouda   21
Kartoffeln   20
Stachelbeeren   19
Chesterkäse   19
Bananen   17
Holunder   17
Hummer   16
Reis, natur   16
Roggenbrot   16
Weißbrot   15
Thunfisch   15
Alkoholfreies Bier   15
Vollkornbrot   14
Birnen   14
Joghurt   13
Aal   13
Äpfel   12
Brathuhn   12
Flunder   11
Scholle   11
Rindfleisch   10
Vollmilchschokolade   10
Forelle   9
Schnitzel   9
Schellfisch   9
Heilbutt   9
Garnelen   8
Kabeljau   8
Austern   7
Weißwein   7
Vollmilch   6
Heidelbeeren   6
Buttermilch   5
Hering   5
Ananas   4
Aprikosen   4
Lachs   3
Lammkeule   3
Pflaumen   2
Kotelett   2
Makrele   1
Rotwein   0,2
Zucker   0

1 https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC4134425/pdf/nihms606306.pdf
2 https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/15671130/
3 https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/15454864/
4 https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/15877935/