Gesundheitsgefährdung durch Amalgamfüllungen

Quelle Stellungnahme Dr. Joachim Mutter in Email an Ralf Meyer vom 17.02.2014

Amalgamfüllungen führen aber zu einer weiteren unnötigen Gesundheitsgefährdung der Bevölkerung und Umwelt durch Quecksilber, denn sie erhöhen die Quecksilberbelastung der menschlichen Organe, einschließlich Gehirn um das 2- bis 12-fache (Autospiestudien) und 3- bis 5-fache (Urin und Blut).
Daher hat auch die UNEP 2013 nach fünf Sitzungen den Staaten gegen den Willen der organisierten Zahnärzteverbände nahegelegt, die Amalgamverwendung zu stoppen.

Denn es existiert keine "hochrangige wissenschaftliche Studie", die eine Unschädlichkeit von Quecksilber oder Amalgam, das zu ca. 50 % aus Quecksilber besteht, belegt. Im Gegenteil zeigen unabhängige Analysen der wissenschaftlichen Studien eindeutig gesundheitsschädigende Effekte, selbst die Reanalysen des "Children Amalgam Trails", der "Casa Pia Studie" oder dem "German Amalgam Trail".

Im Anhang finden Sie diese publizierten, einem per-Review-Verfahren unterzogenen wissenschaftlichen Studien und Übersichtsarbeiten.

Weiterhin ergibt eine einfache Recherche in der weltweit größten medinischen Datenbank (Medline über Pubmed) nur (!) zu den neusten Publikationen
(2011 – 2014) zu Amalgam, genug ernstzunehmende Ergebnisse, die wohl vom Gemeinsamen Bundesausschuss nicht beachtet oder unterschlagen wurden. Immerhin wird Quecksilber, auch in niedrigen Dosierungen, wie es zeitlebens bei Amalgamträgern auftritt, auch mit herz-, neurodegenerativen oder autoimmun-bedingten Krankheiten in Zusammenhang gebracht:

The biggest study ever, have revealed that 6 and more dental amalgams lead to mercury exposure above safety limits in lifetime:
http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/23984857

Removal of amalgam decreases Inflammation in the body:
http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/22475563

Amalgam lead to changes in thyroid function:
http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/22426797

Here, it is proposed, that dental amalgam should be phased out:
http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/24291137

Amalgam lead to neuromuscular disease:
http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/24210170

or granulomatosis:
http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/24215054

For dental students, there is a risk for mercury exposure through dental amalgam:
http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/24090056

Mercury content in hip bone correlates strongly with dental amalgam fillings:
http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/24069852

Children with susceptibility have neuropsychological problems with mercury from dental amalgams:
http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/23827881

Amalgam lead to adverse health effects in pregnant rats and their offsprings:
http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/23611063

Children, which have only 5 years dental amalgam fillings, showed signs of kidney toxicity
http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/22893351

Dental amalgam of pregnant women increase the risk for autism in their childs:
http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/19593333

Children with dental amalgam showed pathological excretion of Porphyrinmetabolites:
http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/21053054

A siignificant number of children with dental amalgams, (which have a genetically susceptibillity (CPOX4)) have more neurodevelopmental problems:
http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/22765978

Dental amalgam lead to changes in gen-expression in the brain tissue:
http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/22688007

Inflammation of the lips through Amalgam und Titanium:
http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/22408710

Heavy metals from Amalgam reach the inland waters:
http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/22395198

Problems with the lipps decrease after amalgam removal:
http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/21941479

Recovery of oral granulomatosis after amalgam removal:
http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/21684771

Children with dental amalgams have much more mercury exposure, which lead to some symptoms:
http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/21601239

Dental clinics release toxic levels of amalgam-derived heavy metals in the wastewater:
http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/21543103

Maternal dental amalgam fillings lead to higher mercury levels in human milk. In some cases, above safety limits:
http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/21494835

Dentist have decreased levels of antioxidative enzymes through mercury from dental amalgam:
http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/21427135

Dental amalgam my be a cause of inflammation of the thyroid (Hashimoto´s disease) (the leading cause of hypothyreoidsm in western countries)
http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/20588228

Hearing loss through mercury from dental Amalgam
http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/19085401

A new review found toxicty from mercury amalgam in several children after only 5 or 7 years of exposure (note, some amalgam are implanted lifetime!)
http://link.springer.com/article/10.1007/s10534-013-9700-9

Note: This are only the newest studies, found in 15 minutes of data search. There are hundreds of other studies, which have shown, that dental amalgam is not safe for humans nor for the environment. It is important to note that saftey limits for mercury are too high, which was also aknowledged by the WHO in 1991. The WHO also proofs, that mercury levels in blood or urine did not correlates with mercury levels in body tissues, like brain.

Amalgam ist deutlich, meist 100-700 fach toxischer, als alle bekannten Kunstoffüllungenbestandteile:
http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/16691427
http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/16474958

und es verursacht eindeutig Schäden an der Erbsubstanz:
http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/17479252

Zahnarztpraxen sind die signifikante Hauptquelle für die Quecksilberumweltbelastung, laut Environmental Protection Agency (EPA)
http://www.epa.gov/hg/dentalamalgam.html#contamination
 
Laut einer neuen Publikation (11/2013-Anhang) des renomierten Quecksilberforschers Prof. P. Grandjean sind etwa 5 % der Bevölkerung
mindestens 25-fach empfindlicher auf Quecksilber, wie der Durchschnitt. Die zeigte sich auch bei den Reanalysen der Kinderstudien:
"A  previous  NRC  review estimated  that,  under  certain  circumstances,
individual  susceptibility  could  range  up  to  50,000-fold,  and  as  much  as  5%  of  the population could well be at least 25-fold more susceptible than the average (National Research Council, 2000)."

Es stellt sich die Frage, warum der G-BA in Sachen Amalgam zu einem der wissenschaftlichen Datenlage völlig konträren Ergebnis führt.
Hatten die zuständigen Sachverständigen zu wenig toxikologische Grundkenntnisse, zuwenig Expertise bezüglich vollständiger Literatursuche oder gab es Interessenskonflikte?

Horst Seehofer (damals Gesundheitsminister) äußerte sich 22.10.1998 in "Die Zeit":

Dass Seehofer anlässlich seines Abschieds von Bonner Journalisten nach seinen schlimmsten Erfahrungen in seiner Amtszeit befragt wurde, lag angesichts der vielen Anfeindungen der vergangenen Monate nahe. Nahe liegend auch die Antwort: „Das war der Druck der Zahnärzte“ – auf ihn, auf Freunde, frühere Studienkollegen, die Mitarbeiter und deren Familien. Seehofer: „Das übersteigt das menschlich vorstellbare Maß.“

Es wäre im Sinne der Bevölkerung und der Ärzteschaft wichtig, die Grundlagen, Methodik Ihres Entscheidungsprozesses zu erfahren, die zu der gefährlichen Verharmlosung von Quecksilberamalgam und seiner weiteren Anwendung bei Menschen geführt hat. Das Amalgam als höchstgiftiger Sondermüll eingestuft ist und seperat auf einer Sondermülldeponie entsorgt werden muss, leuchtet mir ein. Warum Amalgam den Sondermüllstatus verliert, solange es für Jahrzehnte in den menschlichen Körper implantiert wird, ist mir rätselhaft.

Mit freundlichen Grüßen, best regards
Dr. med. Joachim Mutter Lohnerhofstrasse 2 78467 Konstanz/Germany