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IgG-Unverträglichkeiten: Zusammenfassung von 26.479 Testergebnissen | Heilpraktiker Ralf Meyer

IgG-Unverträglichkeiten: Zusammenfassung von 26.479 Testergebnissen

IgG-vermittelte Immunreaktionen auf Nahrungsmittel können die Gesundheit von Patienten erheblich beeinflussen. Starke Kopfschmerzen, Reizdarmsyndrom, Migräne, Haut- oder Atemwegserkrankungen wurden mit einer derartigen Lebensmittelunverträglichkeit in Verbindung gebracht. Anzeichen einer Nahrungsmittelunverträglichkeit treten oft erst Stunden oder Tage nach dem Verzehr auf. Da diese Symptome oftmals vage und unspezifisch sind, wird der Verzehr von Lebensmitteln als Grundursache für die Erkrankung eines Patienten nicht immer richtig erkannt. In dieser Studie wurde die relative Prävalenz nahrungsmittelspezifischer IgG-Intoleranzen in der allgemeinen Bevölkerung untersucht und bewertet. In einem Microarray-basierten ELISA-Verfahren wurden bei 26.479 Patienten IgG-Antikörper gegen 222-Nahrungsmittel im Serum bestimmt (Zeitraum: Januar 2012 bis Dezember 2016; Alter 0 bis 105 Jahre; Durchschnittsalter 43 Jahre). Dabei wurde eine negative Korrelation zwischen dem Alter des Patienten und der Positivitätsrate von IgG-Antikörpern auf Nahrungsmittelbestandteile festgestellt, wobei aber keinerlei geschlechtsspezifische Unterschiede auftraten. Bei der Reaktion auf Nahrungsmittel wurden vier Intoleranzstufen definiert:

• Stufe 1: 23 häufig intolerante Nahrungsmittel, einschließlich Weizen, Eiweiß, Kuhmilch, Erbse, Schafsmilch, Colanuss, Brauereihefe, Pistazie, Kasein, rote und weiße Bohnen, Gerste, Ziegenmilch, Agar-Agar, Mais, Mandel, Haselnuss, Sonnenblumensamen, Cashewnuss, Gliadin, Paranuss, Aloe Vera und Erdnuss, waren bei 33 % der Personen vorhanden,
• Stufe 2: 34 allgemein intolerante Nahrungsmittel, waren bei 10 – 33 % der Personen positiv
• Stufe 3: 82 selten intolerante Nahrungsmittel, waren bei 1 – 9 % der Personen positiv
• Stufe 4: 83 tolerante Nahrungsmittel, waren bei < 1 % der Personen positiv

Die Autoren schlussfolgern, dass IgG-Nahrungsmittelintoleranz unter den getesteten Patienten häufig zu beobachten war. Blattgemüse, Obst, Meeresfrüchte und Fleisch wiesen eine relativ geringe IgG-Intoleranz auf. Nahrungsmittel mit hohem IgG-Intoleranzpotenzial sind:

• Getreide, insbesondere solche mit höherem Glutengehalt
• Milchprodukte und Eier
• Gemüse mit hohem Proteingehalt (Erbsen und Bohnen)
• Nüsse und Samen
• Pflanzen mit hohem Polysaccharidgehalt (Agar-Agar oder Aloe Vera).

Hui, Ptolemy, Bailey, Waite, Li, Dynacare, Brampton, ON, Canada
Food Intolerance (IgG-Mediated Food Sensitivity Reaction) Status of Community-based Patients. Clinical Chemistry. Conference: 69th American Association for Clinical Chemistry Annual Scientific Meeting and Clinical Lab Expo, United States. 63 (Supplement 1) (pp S161-162)