Ist die Migräne eine Stoffwechselerkrankung? Umfragen unter Mitgliedern einer Facebook-Gruppe

Migräne wird als neurovaskuläre Erkrankung eingestuft und die eingesetzten Therapien bewirken eine Reduktion der Schmerzen und sonstiger Symptomatik. Allerdings ist die Migräne noch immer nicht ursächlich verstanden und daher scheitern oftmals die medizinischen Behandlungen. Neuere wissenschaftliche Ergebnisse haben gezeigt, dass genetisch bedingte metabolische Aspekte die Ursache von Migräne sein können. Eine Umstellung der Ernährung kann daher Migräneanfälle wirkungsvoll verhindern. Dabei wurde auch dokumentiert, dass die Prävention und Behandlung von Migräne ohne den Einsatz von Medikamenten möglich ist.

Daraus schließen manche Autoren dass die Migräne eigentlich eine Stoffwechselerkrankung ist. In einer Migränegruppe auf Facebook mit tausenden von Mitgliedern beteiligten sich mehrere hundert Mitglieder an wissenschaftlichen Umfragen und berichteten von ihren Erfahrungen. Die Ergebnisse zeigten, dass bestimmte genetische Mutationen, die bei Migräne-Patienten nachgewiesen wurden, zu einer hohen Empfindlichkeit gegenüber Kohlenhydraten führten und auch die Aufrechterhaltung der Elektrolyt-Homöostase beeinflussten. Migräne-Anfälle wurden vermieden, sobald die Patienten den Anteil an Kohlenhydraten in ihrer Nahrung reduzierten und gleichzeitig auch auf ihre Elektrolyte achteten (indem sie natrium- und kaliumreiche Nahrungsmittel bevorzugten), mehr Wasser tranken und den Fettanteil in ihrer Ernährung erhöhten. Die Veränderungen waren so überzeugend, dass die Patienten ermutigt wurden, auf ihre Medikation oder Neurosenstimulatoren zur verzichten. Je konsequenter die Patienten bei der Ernährungsumstellung waren, umso seltener stellten sich die Migräneanfälle ein. Manche Patienten haben mittlerweile seit drei Jahren keine Anfälle mehr, seit dem Beginn der Studie.

Migraine as a Metabolic Disease