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Medizin, Big Pharma und Big Money | Heilpraktiker Ralf Meyer

Medizin, Big Pharma und Big Money

BMJ, eine führende medizinische Fachzeitschrift startet derzeit eine globale Kampagne, um die Medizin vom Einfluss der Pharmagiganten zu trennen. Anlass war mitunter der Prozess gegen den US-Pharmakonzern Johnson & Johnson wegen fehlerhafter Scheiden-Implantate. Australische Anklägerinnen hatten eine Sammelklage gegen den Pharmakonzern eingereicht. Nach dem Einsetzen der Vaginal-Netze („Vaginal Mesh“) hatten viele Frauen unter chronischen Schmerzen gelitten. Das synthetische Gewebe sollte Frauen helfen, die nach Geburten an schwacher Beckenbodenmuskulatur oder unkontrolliertem Urinverlust litten. Überdehntes oder gerissenes Gewebe sollte durch die Netze unterstützt werden. Verurteilt wurde der US-Pharmakonzern Johnson & Johnson, weil bei der Entwicklung fahrlässig gehandelt wurde, der Konzern kannte die Risiken. In den USA stellte ein Gericht fest, dass das gleiche Unternehmen bewusst die Gefahren von Opioiden heruntergespielt hat und die Vorteile von Opioiden überverkaufte, was eine Suchtkrise schürte. Im Jahr 2017 starben in den USA rund 47.600 Menschen an Überdosen von Opiaten. Derzeit sind insgesamt fast 2.000 Klagen gegen die Hersteller von Medikamenten mit Opiaten anhängig.

Das BMJ klagt an und protestiert gegen die massive Beeinflussung von Ärzten durch die Pharmaindustrie. Denn Ärzte werden nach wie vor von der Industrie beeinflusst – über gesponserte Weiterbildungsveranstaltungen und von der Industrie finanzierten Studien für wichtige Medikamente. Ein Team aus globalen Gesundheitsexperten und die Herausgeber der Zeitschrift schreiben in einem erschütternden Leitartikel, dass man diesen Studien nicht trauen kann.

Die „endemische finanzielle Verflechtung mit der Industrie verzerrt die Produktion und Nutzung von Evidenzen, verursacht Schaden für Einzelpersonen und zusätzliche Lasten für die Gesundheitssysteme“, schreiben die Autoren. Eine Studie mit den Daten der US-Transparenzinitiative US Open Payments analysierte die Verordnungsdaten von 279.000 Ärzten und kam zu dem Ergebnis, dass der Erhalt von nur einer durch die Pharmaindustrie finanzierten Werbemahlzeit zu höheren Verschreibungszahlen der jeweiligen Medikamente führte. Die Initiatoren dieser Kampagne fordern die Regierungen auf, unabhängige Studien mit neuen Medikamenten und Medizinprodukten zu finanzieren, anstatt sich auf Studien zu verlassen, die von der Industrie finanziert werden. Untersuchungen belegen, dass industriell geförderte Forschung mit höherer Wahrscheinlichkeit zu günstigeren Ergebnissen kommt, im Gegensatz zu unabhängiger Forschung. Sie wollen auch erreichen, dass Ärzte keine Fortbildungspunkte für die Teilnahme an von der Industrie geförderten Weiterbildungsveranstaltungen erhalten. Diese Veranstaltungen, so die Kritiker, seien dünn getarnte Verkaufsseminare. Viele Ärzte erhielten kostenloses Essen und Getränke, einige erhielten kostenlose Flüge und Unterkünfte für eine Konferenz im Ausland.

In den Ärztevereinigungen mancher Länder, z. B. Australien, ist es z. B. Chirurgen untersagt, Geld oder Geschenke im Austausch für die Verwendung bestimmter Geräte oder Operationen anzunehmen. Sie müssen auch Interessenkonflikte – zum Beispiel wenn sie auf der Gehaltsliste eines Unternehmens stehen – gegenüber ihren Patienten melden.