Quecksilber-, Arsen-, Cadmium-, und Bleibelastungen bei Kindern mit autistischen Störungen

Umwelttoxine können die neuronale Entwicklung eines Kindes dramatisch verändern. Seit vielen Jahren wird darüber diskutiert, ob die erhöhte Autismus-Prävalenz mit einer Zunahme der toxischer Umweltbelastungen einhergeht. Besonders im Verdacht stehen dabei das Herbizid Glyphosat, Aluminium-Adjuvantien und polybromierte Diphenylether, die als Flammschutzmittel in vielen Kunststoffen und Textilien eingesetzt werden. Die CHARGE-Studie (Childhood Autism Risks from Genetics and Environment) wies auch einen Zusammenhang zwischen Wohnorten in der Nähe einer Autobahn und der Autismus-Prävalenz nach. Demnach ist die Luftverschmutzung ein weiterer Umwelt-Risikofaktor bei der Pathogenese von Autismus.

Die Rolle der Schwermetalle ist jedoch noch nicht vollständig geklärt. In einer kürzlich veröffentlichten Studie wurde untersucht, ob die Blutspiegel von Quecksilber, Arsen, Cadmium und Blei von 180 Kindern mit autistischen Störungen unterschiedlich sind im Vergleich zu 184 gleichaltrigen gesunden Kindern. Die Ergebnisse zeigten dass bei Kindern mit autistischen Störungen wesentlich höhere Konzentrationen an Quecksilber und Arsen vorkommen, bei einem gleichzeitig niedrigeren Gehalt an Cadmium, im Vergleich zu den gesunden Altersgenossen. Die Bleikonzentration war in beiden Gruppen etwa gleich groß. So wurde auch in dieser Studie eindeutig nachgewiesen dass eine erhöhte Quecksilberbelastung in der Pathogenese autistischer Störungen von Bedeutung ist.

Blood Mercury, Arsenic, Cadmium and Lead in Children with Autism Spectrum Disorder